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UNSER LÜBECK oder HAUSMEISTERS Kulturkampf – Teil 1-9

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Ach, wie hätten sie denn anders gekonnt? Sensation! Nicht zu fassen!
Und selbst wenn UNSER LÜBECK CHEFRADAKTION oder/und GESCHÄFTSFÜHRERSCHAFT es killer-instinktiv gefasst hätten, dass es klüger wäre, Sensations-Geschrei gerade bei DIEBSTAHL bzw. ARTIKEL-SB zu vermeiden, sich das davon übergehende Maul nötigenfalls zuzuhalten, bevor es vielleicht auf die eigene Fährte lenkt, ins eigene Haus – es ließ sich nicht machen.
Nicht bei einer Sensation.

Man kann aber eine Sensation nicht aufmachen und zugleich die hauseigene Gruft zuhalten.
Man kann eine Befragung der darin lebendig Begrabenen, Mundtotgemachten, ins Selbstgespräch vertieft Schweigenden vielleicht mit einiger Zuversicht unterbinden, indem man ihnen ACHTUNG QUERULANT! und VORSICHT PSYCHOPATH! hinten anhängt und sie mit dem Stigma BELEGT MIT ORIGINAL LÜBSCHER IGNORANZ kennzeichnet, doch am Spuken zu besonderen Anlässen und gelegentlichem Erscheinen als SCHRECKGESPENSTER kann man sie nicht hindern.

Nein, da werden sie lebendig, steigen aus der Gruft wie bei EDGAR WALLACE der SCHWARZE ABT, setzen UNSER LÜBECKS feinste URHEBER-IDEALE in den PHRASENKASTEN und leiern sie darauf herunter!

Als Trichter dient ein kunstvoll getriebenes, blechernes Fabeltier mit phantastisch aufgerissenem Maul, das zum Hals hin sich verjüngend wie aus seinem eigenen Leib aus dem PHRASENKASTEN ragt und eine Brille ohne Gläser aus dem Lübecker Optikerhaus „COLIBRI“ trägt.

Schon plärrt es:
„MITTWOOOOCH, Sechundzwanzigsteeer Juniii Zweitausendzeeeehn! SENNSATIOOON! Lüüübeckeeer MIT-Journaaal im SB-Rausch.“

Was?

„Über ihr neuestes MIT-Journal (9/Mai 2010) schickten Redakteur Uwe Freise und der Verantwortliche für den Inhalt Willi Meier über 5000 Mitgliedern der Lübecker Mittelstandsvereinigung einen kompletten Unser Lübeck-Artikel nach Hause. Bis heute weiß weder die Unser-Lübeck-Redaktion, noch die Redaktion des MIT-Journals, von wem dieser Coup geplant und durchgeführt wurde.“

Was? Nochmal langsam: ein Journal namens MIT hat seinen Lesern einen Artikel von UNSER LÜBECK nach Hause geschickt?
Der COUP ist offenbar der, dass dieser Artikel per SB (Selbstbedienung) erworben, also sozusagen abgekupfert wurde. Wer in Lübeck wäre fähig, das zu planen und durchzuführen?
Kaum zu glauben.
Und klingt tatsächlich nach Rausch, wenn nachher bis heute keiner weiß, wer, wie, was oder warum. Tatsache ist nur, dass.
Dem Anschein nach also der Coup eines Kleptomanen, unwillkürlich und triebhaft, der, wieder zu sich gekommen, den kompletten Artikel nachher der ahnungslosen Redaktion des MIT-Journals untergejubelt hat wie ein Tütchen in einer nicht gelieferten Pizza diavolo.

In eindeutigeren bzw. klareren Fällen wird gewöhnlich ein Anwalt beauftragt, etwa die sofort fällige Entschädigungsgebühr für Verletzung des Urheberrechtes nebst Aufforderung zur Unterlassung einzutreiben bzw. zu versenden.
Geht man so aber mit einer SENSATION um? Reizt dies nicht viel mehr den investigativen Journalismus?
Und ob:
„Auf einem extra zur Aufklärung einberufenen Treffen im Lübecker Ratskeller äußert sich Uwe Freise verständnislos: `Worüber regen die sich eigentlich auf?´“

Er äußerte sich also mit einer Frage. Die wird in der Aufregung jedoch nicht beantwortet, ebensowenig erfährt man, wie es weiterging, aber schließlich:
„Willi Meier verspricht schließlich, bei einem zukünftigen Gewinnspiel behilflich zu sein und die MIT-Redaktion bietet die Möglichkeit an, das Kulturmagazin Unser Lübeck in der nächsten MIT-Ausgabe vorzustellen“

Sehr schön! Wenn es die verführerischsten Artikel zukünftig zu gewinnen gäbe, dann käme man zukünftig nicht mit Pech an einen , sondern mit Glück!
Aber es geht um andere Preise.
Und „das Kulturmagazin Unser Lübeck“ hätte die Möglichkeit, in der nächsten Nummer vorgestellt zu werden.

Wie freundlich!“, kreischt der HAUSMEISTER hierauf, was zu Recht soviel heißt wie „Zuviel der Ehre!“ und – es war nicht zu halten – da bricht es aus ihm heraus:
„Fragt sich nur, mit welchem Wertesystem die Lübecker Mittelstandsvereinigung arbeitet? Gilt der Schutz des privaten Eigentums? Ist eine Verletzung des Urheberrechts ein Kavaliersdelikt, das durch ein gemeinsames Bier wieder aus der Welt geschafft werden kann?“

Da mag es im Lübecker Ratskeller zu einer spontanen, peinlichen Schweigeminute gekommen sein.
Und als sich wieder was regte – bums:
„Das wäre doch ein denkbar schlechtes Signal in der heutigen Zeit!“

Wäre, na bitte, aber was meinen sie?
„Wir meinen: Ehrlich währt am längsten!“

Da staunen die Gespenster aber, der PHRASENKASTEN verstummt.

Das ist die Vorgeschichte, erschienen mit Link zum „Original-Artikel“ sowie Link zum
„Double im MIT-Journal (9/ Mai 2010), Seite 3″
am 26. Juni 2010 in UNSER LÜBECK wie gedruckt.

Und natürlich mit dem typischen Übereifer des Ordinären:
„Ein Exemplar des MIT-Journals mit unserem verdoppelten Artikel (nur der Name des Autors, der Titel, das Foto und der Schluss wurde verändert) kann man im CDU-Büro in der Holstenstraße 12 bekommen.“

Sensationell. Da konnten sie sich´s einfach nicht verkneifen.

Aber ich bin ja auch noch da.

Teil 2:

Ja, ich bin auch noch da – und es gibt  in UNSER LÜBECK selbst, da, wo der HAUSMEISTER waltet, Vorgänge und Vorrichtungen, die „Hallo! Hier! Ich auch! Ich bin auch noch da!“ rufen und sich und das, was sie zu sagen haben, ebensowenig verkneifen können oder lassen wollen.
Aber dazu später.

Zunächst zu den KARDINAL-Fragen, die UNSER LÜBECK im Lübecker Ratskeller der CDU-Mittelstandsvereinigungs-Journal-Redaktion gestellt hat:
mit welchem Wertesystem die Lübecker Mittelstandsvereinigung arbeitet?
Gilt der Schutz des privaten Eigentums?
Ist eine Verletzung des Urheberrechts ein Kavaliersdelikt, das durch ein gemeinsames Bier wieder aus der Welt geschafft werden kann?

Man kann sich vorstellen, dass eine CDU-Mittelstands-Journal-Redaktion nun noch weniger wusste, wie ihr geschieht.
In Herrn Uwe Freise* dürfte sich alles gedreht haben, was ihm bisher feststehend und haltgebend gewesen war, er selbst könnte in eine Art Duldungsstarre verfallen sein.
Aber Willy Meier* hat ganz offenbar nützliche Erfahrungen im Umgang mit HAUSMEISTERN gehabt, sodass er wusste, wie man ihnen beikommen kann, wenn sie irrtümlich einmal Recht haben und penetrant werden.

Er bewies bewunderswürdige Geistesgegenwart und innere Sicherheit, indem er ihm, dem HAUSMEISTER, das unvermeidliche „Ehrlich währt am längsten!“ auch noch durchgehen ließ, froh, dass „Unrecht Gut gedeihet nicht!“ incl. 100x abschreiben diesmal erlassen schien, und man eines zugehörigen, reflexartigen Ohrenlangziehens sich glücklicherweise auch nicht erwehren musste.

Wenn Dich der HAUSMEISTER beim Artikel-SB erwischt hat, lässt sich das nur mit einem gemeinsamen Bier unmöglich aus der Welt schaffen.
Ohne die obligatorische Standpauke geht’s nicht, und ehe man mit ihm zusammen nicht die Werte gehütet hat, lässt er nicht locker.
Einfach durchhalten, wird sich Willy Meier gedacht haben, nicht aufregen, nicht widersprechen, dann wird’s glimpflich abgehen.
Später kann man sich auch amüsieren.
Wie ers genau gemacht hat, dem HAUSMEISTER dann Gewinnspiel und Vorstellen in der nächsten Ausgabe(?) als Buße doch noch schmackhaft und annehmbar erscheinen zu lassen, wird nicht berichtet.

Uwe Freise kam offenbar nicht mehr zu Wort.
Er, zweifellos ein Mann aus gutem Hause, wird vielleicht hin und wieder halb erwachend gemurmelt haben: Wir stehlen doch nicht! oder Wo bin ich? oder Wer sind diese Leute, Willy?
Und der Willy Meier hat ihn vielleicht beruhigt: Jaja, lass mal, ich mach das schon. Das ist ein Kulturmagazin – UNSER LÜBECK. Neinnein, Uwe, keine Polizei, bleib sitzen.
So könnte der Einzug des Amüsements in die Sache zu erklären sein.

Aber wie es eben in vielen Theatern, vor allem den drittklassigen, so ist, richtig amüsant ist es nur in der Kantine und auf den Proben für die Schauspieler, also hinter den Kulissen – es sei denn, auch das Publikum ist entsprechend eingewöhnt, sich einen Anteil am Amüsierbetrieb zu nehmen, dann wird auch im Saal gelacht.
Ein anspruchsvolles Publikum jedoch versteht bei Humor keinen Spaß, und ehe es sich über  moralinsauren Moralhumor amüsiert, will es sicher sein, dass er moralisch ist.
Sonst ist er nichts wert, der Humor, und eine Zumutung.

Ist das Schauspiel im Lübecker Ratskeller also moralisch?
Kann man mit UNSER LÜBECK und dem HAUSMEISTER herzhaft mitlachen? Ist das Amüsement köstlich und kommt UNSER LÜBECK, wie von ihm verkündet, „sauber“ damit „in den Herbst“?

* Die Herren Uwe Freise und Willy Meier sind von der MIT-Journal-Redaktion, dem Journal der Lübecker Mittelstandsvereinigung der CDU.

Teil 3:

Vielleicht wollte UNSER HERBST sich auch mal ein bisschen amüsieren?
Vielleicht konnte er es gar nicht erwarten, dass JEDER DER WILL mit UNSER LÜBECK „sauber“ in  ihn kommt und dann eine „gemeinsame“ UNSERE SAUBERKEIT hätte, kam uns darum in diesem Jahr ein wenig entgegen?

Besonders spannend ist diese AKTION: „Mit „Unser Lübeck“ sauber und amüsiert in den Herbst – Das große Gewinnspiel“, weil man die SAUBERKEIT quasi im Lotto gewinnen kann.
Dass der LIEBE GOTT vor jede SAUBERKEIT stets das SAUBERMACHEN setzt, schien außer Kraft!

Womöglich amüsierte UNSER LIEBER GOTT sich am allerköstlichsten und hat zur Förderung dieser Aktion und ihrer Gemeinnützigkeit die Verfügung gesponsert, dass der Besitz bzw. Gewinn des PUTZMITTELS schon genügt, um mit UNSER LÜBECK „sauber“ in den Herbst zu kommen – ohne SAUBERMACHEN!
Das erleichtert vieles.

Ohne Zweifel ein denkbar gutes Zeichen, dass UNSER LIEBER GOTT wieder näher kommen will den Menschen in der heutigen Zeit, im Kleinen endlich flexibler geworden scheint gegenüber den sittlich-kulturellen Gegebenheiten und modernen Bedürfnissen, Hatz und Gaudi mitmacht, auch mal Räuber und Gendarm.

Wenn dem CDU-MITTELSTANDS-JOURNAL, speziell UWE FREISE*, Redakteur, bis heute rätselhaft ist, wie die sensationelle „Artikel-SB“, nämlich SELBSTBEDIENUNG, passieren konnte, und auch der HAUSMEISTER nicht drauf kommt, wer in Lübeck fähig wäre, solchen Coup zu landen – ist das bereits eine Probe der unerforschlichen Möglichkeiten UNSERES LIEBEN GOTTES?
Nein.
Der Coup ist so simpel, dass UNSER LIEBER GOTT seine Möglichkeiten nicht verplempern musste, schon gar nicht die unerforschlichen.
ER hat höchstens sein bekanntes SCHLAGEN MIT BLINDHEIT beigesteuert.

Und so einfach ist es:
Der fragliche Artikel ist in UNSER LÜBECK am 22. Februar 2010 erschienen.
Autorin: UTA LEMPER*.
Im CDU-MITTELSTANDS-JOURNAL ist derselbe Artikel leicht verändert am 10. Mai 2010 erschienen.
Hier Autor: MATTHIAS STOHANZL**.

Na bitte: MATTHIAS STOHANZL** ist der Name dessen, der den Artikel ins CDU-MITTELSTANDS-JOURNAL lanciert, also den COUP geplant und durchgeführt hat.
Er hat den Artikel aber nicht UNSER LÜBECK, ergo dem HAUSMEISTER geraubt, sondern der Autorin UTA LEMPER*. Genau genommen.

Ach? Ist das nicht zu einfach?
Wenn es so einfach wäre, worüber musste der HAUSMEISTER sich dann so aufregen?
Und warum bringt das CDU-MITTELSTANDS-JOURNAL die Putzmittel nicht reuig dieser UTA LEMPER* dar?
Hat UTA LEMPER* zugunsten des HAUSMEISTERS KULTURKAMPFS und Einsatzes für den Schutz geistigen Eigentumes in der heutigen Zeit auf Putzmittel und „die Möglichkeiten zum unbegrenzten Amüsement im Volkstheater Geisler“ verzichtet?

Möglich.
Wäre da nicht noch MATTHIAS STOHANZL, der schweigend an einem Ort genießt, wo man ihn sicher nicht vermutet, und wäre da nicht auch noch HAUSMEISTERS Offenbarung…

*   Name unwichtig
** Name wichtig

Teil 4:

HAUSMEISTERS Offenbarung zum URHEBERRECHT findet sich im IMPRESSUM seiner „Unser Lübeck Kultur-Magazin gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“  unter dem Begriff NUTZUNGSBEDINGUNGEN.

Und da staunt der Fachmann, welch kurzen Prozess der HAUSMEISTER für Urheber vorsieht:
Mit Übersendung des Textes räumt der Autor dem Anbieter ein zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht ein, den übermittelten Text zu speichern, zu nutzen, zu vervielfältigen, öffentlich wiederzugeben oder auf sonstige Weise zu verwerten. Der Autor gewährt unser-luebeck.de das Recht, die übermittelten Texte zu diesem Zweck zu bearbeiten bzw. redaktionell zu ändern.[…]

Angebot:
Die Website unser-luebeck.de bietet einen Service für Autoren an. Der Service besteht in der Veröffentlichung von eingesendeten Artikeln. Ziel der Veröffentlichung eines Artikels ist es, für den Artikel eine möglichst große Verbreitung und Leserschaft zu gewinnen. Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für die Einsendung von Artikeln durch Autoren.[…]

Selbstlos also der HAUSMEISTER, deshalb:
Der Anbieter zahlt keine Gebühren an den Autoren für die Veröffentlichung von Artikeln. Die Veröffentlichung erfolgt im Interesse des Autoren, der damit ein möglichst großes Publikum erreichen will. Ebenfalls erhält der Autor keine Gebühren, falls der Artikel über den Content Syndication Service von Dritten veröffentlicht wird.[…]

Die Fragen, die dem verdutzten MEIER und dem noch verdutzteren FREISE vom MIT-JOURNAL im LÜBSCHEN RATSKELLER vom HAUSMEISTER gestellt wurden, nämlich, mit welchem Wertesystem die Lübecker Mittelstandsvereinigung arbeitet, ob die Verletzung des Urheberrechts ein Kavaliersdelikt sei, das durch ein gemeinsames Bier wieder aus der Welt geschafft werden kann und ob der Schutz des Privateigentums gilt, sind also rein akademisch.

Denn wie man sieht, ist der Anspruch des HAUSMEISTERS an die Moral der Anderen für ihn selbst ein Schmuck, den er nur bei besonderen Gelegenheiten anlegt wie der MaierSchulze seine falsche ROLEX.

Bei sich selbst praktiziert er allerdings eine ganz legale Aneignung SÄMTLICHER URHEBERRECHTE, die ein AUTOR nicht freiwillig erreichen kann, ohne seiner zwanglosen Enteignung zuzustimmen.
Dazu muss er nicht einmal drei Kreuze machen, es genüg ein Häkchen zu setzen, das Symbol des „kleinen Hakens“.

Die Offenbarung des WERTESYSTEMS also, mit dem der HAUSMEISTER selbst „arbeitet“, legt eher als dass dieses System nun als denkbar positives Signal in der heutigen Zeit aufzufassen wäre, die Vermutung nahe, dass in der Brust des HAUSMEISTERS ach, ja, auch bei ihm zwei Seelen wohnen, bzw. die eines Anstandswauwaus als zweite Seele gehalten wird – wie der sprechende Papagei im Gastraum des DEUTSCHEN HOF in Naumburg a.d.Saale.
Aber während der Wirt dort ein Tuch über dessen Käfig breitet, um ihn zum Schweigen zu bringen, fühlt sich der Anstandswauwau des HAUSMEISTERS erst ganz sicher und wird redselig, wenn der Mantel des Schweigens über all das gebreitet ist, worüber er nicht gern spricht:
1. Weshalb die Veröffentlichung von Texten, deren Verbreitung selbstverständlich ebenso im Interesse des jeweiligen Autors wie auch im natürlichen Interesse dessen liegt, der ihre „Verbreitung“ anbietet, die Übereignung sämtlicher Urheberrechte an eine sich diese aneignende GEMEINNÜTZIGE UNTERNEHMERGESELLSCHAFT erfordert, zumal sie diese Texte nicht honoriert?
2. Dass diese UNTERNEHMERGESELLSCHAFT ihre GEMEINNÜTZIGKEIT nicht nur über die Veröffentlichung bzw. Verbreitung von Texten definiert, von denen sie nicht ein Wort verfasst hat und in denen zumeist nicht ein Gedanke von ihr steckt, sondern über die Aneignung von Text und Recht an ihm auch noch die moralische Kompetenz usurpiert, Fragen nach dem Schutz des privaten Eigentums etc. aufzuwerfen?

Denn es geht auch anders, wie diese NUTZUNGSBEDINGUNGEN bzw. AGB eines ähnlichen Magazins zeigen, anders auch sprachlich:
Die Autoren geben bei Texteinsendung ihre Texte zur Veröffentlichung durch **** frei bzw. sind dafür verantwortlich, dass die Rechte bei ihnen liegen. Alle sonstigen Rechte an den Texten und ihrer Vervielfältigungen verbleiben bei den Autoren bzw. Rechteinhabern. Ggf. dies bitte mit dem Verlag absprechen: Prinzipiell verwerten wir die Texte nicht für eigennutzige Zwecke und dient eine Veröffentlichung bei **** dem Autor und damit auch dem Verleger. Daher sind wir in der Regel auch so frei, sie bei Wunsch wieder von der Homepage zu nehmen.

Man sieht also, dass es offenbar einen gewaltigen Unterschied macht, ob etwas „prinzipiell nicht eigennützig“ oder „gemeinnützig“ verwertet wird.
Davon wird der HAUSMEISTER prinzipiell nichts wissen.
Es ist wie bei einem Schiff: es verdrängt das Wasser, auf dem es schwimmt.

Teil 5

Knapp gefasst: bevor ein Beitrag eines Autors gemeinnützig wirken kann, muss das Urheberrecht UNSER LÜBECK übertragen werden. Das ist die Bedingung.

Am Beispiel eines Sandkasten ist das in etwa so, wie wenn ein „cleveres“ Kerlchen das Spielen in diesem Sandkasten nur erlaubt, wenn man ihm sämtliches Spielzeug, mit dem man darin spielen will, schenkt, und er dann damit machen kann, was er will.
Das Kerlchen ist aber noch „cleverer“, indem er den gemeinnützigen Zweck des Sandkastens betont.
Er selbst hat gar nichts davon – außer ein Autor REBELLIERT oder es geschieht ein „Artikel-SB“.
Was dann geschieht, dafür hat der HAUSMEISTER selbst zwei Beispiele geliefert, die nicht hinken und vor allem tatsächlich keine „Kavaliersdelikte“ sind, die sich durch ein gemeinsames Bier im LÜBECKER RATSKELLER aus der Welt schaffen lassen.

Für den Fall „Artikel-SB“ sind wir zunächst wieder bei UTA LEMPER und MATTHIAS STOHANZL, den beiden Autoren eines und fast desselben SB-Artikels (der andere Fall kommt auch noch dran).

UTA LEMPER, wenn man sie nicht mit UTE LEMPER (Sängerin, Schauspielerin etc.) verwechselt hat, findet sich nur in UNSER LÜBECK als Verfasserin von wenig mehr als des skurrilen „Original-Artikels“, um den es geht.
Im Verzeichnis der Autoren, die für UNSER LÜBECK fleißig sind – in dessen Impressum zu finden – ist eine UTA LEMPER trotzdem nicht aufgeführt – dafür ein anderer:
MATTHIAS STOHANZL!

Achwas?!
Nach der Vergewisserung, wer genau was für wen geschrieben hat – tatsächlich:
MATTHIAS STOHANZL, den das MIT- JOURNAL als Verfasser des SB-ARTIKELS nennt, wird vom „SB-geschädigten“ KULTUR-MAGAZIN, ja vom HAUSMEISTER persönlich, als Autor geführt!
UTA LEMPER, die den „Original-Artikel“ verfasst hat, aber nicht!

Ist das sensationell?
Nein, das ist der Witz! Nur, dass UNSER LÜBECK uns diesen nicht erzählt hat.
Denn nicht, dass MATTHIAS STOHANZL in UNSER LÜBECK als Autor geführt wird, auch nicht, dass er dort zeitweise sogar „Ansprechpartner für Werbung und Marketing“ war, ist sensationell witzig, sondern dass er sich als Autor von UNSER LÜBECK offenbar an einem Artikel von UNSER LÜBECK „selbstbedient“ haben und so dumm gewesen sein soll, sich als Autor dieses Artikels von jenem MIT-JOURNAL, das den Artikel dann in aller Unschuld brachte, nennen zu lassen!
Denn dass das MIT-JOURNAL sich auch aus der Autorenliste von UNSER LÜBECK selbstbedient und aus Jux willkürlich STOHANZL gewählt haben könnte, scheint mehr als unwahrscheinlich.

Viel wahrscheinlicher ist, dass STOHANZL unter Pseudonym UTA LEMPER auch den UNSER LÜBECK Original-Artikel schrieb und ihn später, nach seiner Ablösung als Marketing-Chef, leicht verändert dem MIT-JOURNAL anbot.

Lässt sich also sagen, „von wem dieser Coup geplant und durchgeführt wurde.“?

Ausgeheckt vom ehemaligen „Ansprechpartner für Werbung und Marketing“ des KULTUR-MAGAZINS UNSER LÜBECK, MATTHIAS STOHANZL?
Weil das Resultat für einen zur „heutigen Zeit“ passenden Marketing-Coup spricht?
UNSER LÜBECK wird schließlich im MIT-JOURNAL vorgestellt, kann ein Gewinnspiel veranstalten, ganz abgesehen davon ist es „ARTIKEL-SB“– Opfer geworden, was zweifellos eine Sensation ist, und musste auch den moralischen Triumph im LÜBECKER RATSKELLER nicht verschweigen.

Nein, denn ob STOHANZL planvoll, leichtsinnig oder unbedacht gehandelt hat ist gleichgültig, vollendet hat den COUP in jedem Fall HAUSMEISTER, und er hat ihn planvoll und leichtsinnig vollendet, weil er der Gelegenheit nicht widerstehen konnte, die bekanntlich nicht nur Diebe macht.

Teil 6

In einem DDR-Witz sucht eine Gruppe STASI während einer Wildschwein-Jagd ihr Weidmanns Unheil doch noch in einen Erfolg zu verwandeln, indem sie einen Hasen solange ohrfeigt, bis er zugibt, ein Wildschwein zu sein – so ging die Verwandlung des MIT-JOURNALS aber nicht vor sich.

Ein Etappen-Hasen-Amüsement zu geben und, wie der DDR-Hase die Ohrfeigen, die Moralpredigten des HAUSMEISTERS über sich ergehen lassen zu müssen, dazu muss erst eine „Artikel-SB“ sozusagen in der Tasche bzw. das corpus delicti im Haus gefunden worden sein.
Eine illegale „SB“ im Sinne von „an der Kasse vorbei“ könnte jeden von uns treffen, falls es Mode würde, Nichtsahnenden unbemerkt elektronisch gesicherte Waren zuzustecken.
Ganz so einfach war es aber auch nicht.

Vielmehr muss man sich die „UNSER LÜBECK Artikel-SB“ so vorstellen: ein guter Bekannter, vielleicht der Schwager, schenkt oder verkauft einem billig ein Fahrrad. An der nächsten Ecke wird man schon gestoppt und des Fahrrad-Diebstahls bezichtigt.
Und hier wird es visionär.
Versetzen wir uns in eine Zeit, in der die Straßen privatisiert sind. Sollten sich die HAUSMEISTERS durchsetzen, wäre diese Zeit gar nicht so fern.
Die HAUSMEISTER sind dann STRAßENMEISTER und die STRAßENNUTZUNGSBEDINGUNGEN könnten dann etwa so aussehen:

Die Straßenmeisterei unsere-straße.de bietet einen Service für Radfahrer an. Der Service besteht in der Ermöglichung des Radfahrens.
Ziel der Ermöglichung des Radfahrens ist es, für die Ermöglichung des Radfahrens eine möglichst große Verbreitung des Radfahrens auf unsere-straße.de  zu gewinnen.
Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für die gewünschte Teilnahme am Radfahren auf unsere-straße.de durch Radfahrer:

Mit Befahren der Straße räumt der Radfahrer dem Anbieter ein zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht ein, das gefahrene Fahrrad wegzuschließen, zu nutzen, zu vervielfältigen, öffentlich auszustellen oder auf sonstige Weise zu verwerten.
Der Radfahrer gewährt unsere-straße.de das Recht, das gefahrene Fahrrad zu diesem Zweck zu bearbeiten bzw. zu verändern.
Der Anbieter zahlt keine Gebühren an die Radfahrer für die Zurschaustellung ihrer Fahrräder.
Die Zurschaustellung erfolgt im Interesse des Radfahrers, der damit ein möglichst großes Interesse an seinem Fahrrad erreichen will.
Ebenfalls erhält der Radfahrer keine Gebühren, falls sein Fahrrad über den Content Syndication Service von Dritten gefahren wird.

Tja, und wenn Du dann mit einem Fahrrad ankommst, das von Deinem Schwager schon auf unsere-straße.de gefahren wurde, dann gehört dieses Fahrrad laut Nutzungsbedingungen folglich unsere-straße.de, und unsere-straße.de kann die Sensation eines Fahrrad-SB öffentlich machen, Dir vor aller Welt Moralpredigten halten, vor Zeugen streng die Fragen stellen, wie Du es mit dem Privateigentum hälst, ob dies und das ein Kavalierdelikt sei, Dir mit positiven Signalen in der heutigen Welt vor der Nase herumfuchteln usw.
Dein Vereinsbruder kann naiv fragen, worüber die sich eigentlich so aufregen, aber Du verstehst sofort, dass Du unsere-straße.de eine satisfaction bieten musst, die auch dem STRAßENMEISTER gefällt.

Du wirst etwas mehr opfern müssen, als nur Deinen Kindeglauben an die eigenen Unschuld.
„Ich stell unserer-straße.de meiner Frau vor!“
„Wie freundlich!“
“ – und dem Verein! Plus Grillabend mit anschließendem Nacktbaden im Pool für alle Radfahrer von unsere-straße.de, und am nächsten Tag zum Geißler in den „Etappenhasen“ zum unbegrenzten Amüsement!“

Da könnten die Moral, der STRAßENMEISTER und unsere-straße.de gewiss nicht widerstehen – und sauber und amüsiert ging´s in den Herbst!

Teil 7

Mit einer Phrasen-Revue-Höchstleistung incl. Moral-CanCan will auch der HAUSMEISTER UNSER LÜBECK „sauber und amüsiert“ in den Herbst gebracht haben und selbst gekommen sein, könnte also sein billiges, nun sprichwörtlich „sauberes“ gemeinnütziges Unternehmergesellschafts-Etablissement in UNSERE LÜBECKER FRÖHLICHE  MOULIN BLANC oder BLANC PIPELETTE umbenennen.

Im Geist von UNSER LÜBECK hat der HAUSMEISTER im vollen Bewusstsein seiner Haftungsbeschränktheit dem Lübecker CDU-Mittelstand ein unerwartetes Amüsement auf allerhöchstem sittlichem Niveau geboten, hat dabei das Bein nicht höher gehoben, als nach Anstands-Messlatte exakt der Mops und kann wohl nun Zucker, zartes Huhn, Zuwendung und breiteste Aufmerksamkeit erwarten.
Mit dem Kunststück, dem Publikum nicht nur Stöckchen zu bringen, sondern UTE LEMPERS Stöckchen auch mal zu holen, nachdem es der STOHANZL weitab bei ahnungslosen Leuten abgelegt hatte, damit hat der HAUSMEISTER als Wächter des privaten Eigentums durchaus überzeugt und zugleich mopsartig amüsiert.

Kurz, UNSER LÜBECK lacht!
Es hat den eigenen Geschmack getroffen, endlich!

Dass es den eigenen Geschmack mit einer Geschmacklosigkeit getroffen hat, macht nichts, weil es sich um eine Ehrensache handelte.
Da gibt es Instanzen, die bekanntlich jedem, ungeachtet der Person, ihres Moral- oder Gerechtigkeitsbegriffs und der dementsprechenden Weltanschauung, zu seinem Recht verhelfen, in das er sich mittels AGB oder NUTZUNGSBEDINGUNGEN gesetzt hat.
Oh, es gibt im Milieu nichts Schlimmeres, Peinlicheres, als auf der Straße in flagranti mit einer untergeschobenen, unrechtmäßigen Aneignung dessen ertappt zu werden, was der Ertappende sich zuvor selbst leichthin angeeignet hatte – rechtmäßig!
Vor allem dann, wenn sichs bei dem „Geschädigten“ um einen HAUSMEISTER handelt, der ein UNSER MILIEU-Magazin herausgibt!

Ein rechthabender HAUSMEISTER ist alles außer diskret.
Mit einer Puffmutter wäre die Angelegenheit gewiss dezenter zu bereinigen gewesen.
Eine Puffmutter weiß, wovon sie selbst lebt und wie man mit harmlosen Verwandten umgeht, wenn ihnen, sagen wir versehentlich, eins von den eigenen Mädchen an der Hand ihres Marketing-Gspusi ins Haus geschneit ist.
Aus Freudenhäusern hört man selten Moralpredigten, außer vielleicht, wenn irgendein Hausmeister, dessen Tochter darin Schutz vor väterlichen Annäherungen gesucht hätte, dreist genug wäre, davor herumzuzetern von Verdorbenheit und Unmoral.
Wovor etwa ein halbwegs realitätsbezogener Kulturredakteur also zurückschrecken würde, da haut der HAUSMEISTER den Riemen auf die Phrasenorgel und macht Moral-Skandal auf Teufel komm raus.

Aber es geht nicht anders!
Weniger nämlich als UNSER LÜBECK- „Autoren“ fühlen Sensationen das Bedürnis, sich HAUSMEISTERS „Service“ zur Verfügung zu stellen, um ihm die Kultur der Arbeit und des Umganges abzunehmen.
Wenn HAUSMEISTER also einmal etwas wittert, was ihm  sensationell zum Himmel stinkt, riecht er nicht lange daran herum, sondern fasst zu.
Er kann nicht widerstehen.
Und diesmal roch er ARTIKEL-SB!

Kann man sich ungefähr vorstellen, was der Betreiber eines Ramschladens aufführt, wenn er einen aus den besseren Kreisen draußen vorbeigehen sieht, und zwar mit einem seiner Ladenhüter bekleidet, von dem er ganz sicher ist, ihn niemals verkauft zu haben?
Genau, raus und Riesenskandal auf der Straße!
Was machts, wenn einer seiner Angestellten dem Mann, dem Freund, das Ding „überlassen“ hat?
Der Marketingeffekt für jeden Laden, wenn er bestohlen wird, ist unwiderstehlich!

UNSER LÜBECK, bei seinem Überangebot dessen, was einem auch gestohlen bleiben könnte, ist dankbar für jeden Schauer, der es erregt und mit dem es erregen kann.
Es betreibt ein Schaufenster-Fließband, einen vertikalen Paternoster für Kulturereignisse, auf dem diese so dahinfließen, eins nach dem andern, einmal Kraut, zweimal Rüben, einmal Kraut, einmal Rüben… usw., also ein breites Sortiment.
Da fühlt mancher Langeweile, manch einer aber auch Bewunderung für solch treffenden Ausdruck UNSERER TRISTESSE oder soviel engagierte Selbstverwirklichung.
Und bei denen wird dann auch noch Zappzarapp SB gemacht – von Leuten, die es gar nicht nötig haben –
ein amüsant tragischer süßer kleiner Mops erscheint auf dem Fließband, erst bellend, dann umgeben von lustigen Gaben, dann schon mit Brille und Schleifchen mit Firmenlogo – geschafft! Flattr, flattr!
Angekommen!

Aber wo?

Teil 8

Vor dem „Städtekrieg“ mit München, bzw. vor dem Streit mit der Münchner Bayerischen Akademie der Schönen Künste darum, wem das Vorrecht zustehe, einen Thomas-Mann-Preis zu verleihen, bestand Lübeck aus drei Teilen: das ausschließliche Lübeck, UNSER LÜBECK und ich.

Das ausschließliche Lübeck hatte damals also nicht nur konsequent mich ausgeschlossen, sondern auch UNSER LÜBECK, doch es sollte sich zeigen, dass dieses Lübeck  UNSER LÜBECK erstens nicht ausgeschlossen hatte, sondern dass ihm UNSER LÜBECK und der maßgebliche HAUSMEISTER als geistige Lebensform am liebsten wurscht ist, und dass das ausschließliche Lübeck zweitens sowieso vollauf damit beschäftigt war, von außen  frech Bedrohliches oder Nestbeschmutzendes auszuschließen.

Es schloss nämlich gerade aus, dass die Bayerische Akademie der Schönen Künste auch einen Thomas-Mann-Preis vergeben dürfe, und besonders, dass sie unter diesen Umständen einen vergibt; und auch noch an Peter Handke; nein, Peter Handke ganz ausgeschlossen!
Dass der Thomas-Mann-Preis von der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste etwa gemeinsam verliehen werden könnte, war derart ausgeschlossen, dass unisono niemand auch nur daran dachte, daran zu denken.

Außer mir.

Denn dieser undenkbare Gedanke hatte sich zu den bereits Ausgeschlossenen gesellen, sich ihnen nahelegen und hoffen müssen, einen zu finden, der ihn denken könnte, um zumindest einmal gedacht zu werden.
Gleich und gleich gesellt sich gern und so fand der Gedanke den Ausgeschlossensten der Ausgeschlossenen, den Letzten, den Armunseligsten der erbarmungsindustriell betriebenen Abwärtsspirale, fand einen separierten, hoffnungslosen, von der 8. Plage, dem Schweigen, ummauerten, vor der Ignoranz, dieser seltsamen Medusa, erstarrten Gulliver, fand jenen Untoten auf dem Holzweg zur Himmelfahrt, fand:
mich.
Ich dachte den Gedanken.

Es war sonst nichts mit ihm anzufangen, denn  – UNSER LÜBECK:
„Eine Annäherung schien schwierig, wurde aber möglich durch den Vorschlag eines Autors von Unser Lübeck: Mit Unterstützung der Redaktion regte er in einem offenen Brief an Prof. Borchmeyer an, einen gemeinsamen Preis zu stiften: Und stiftete damit Frieden: Nun wird die Auszeichnung – im Geiste der Humanität – im jährlichen Wechsel mal an der Isar, mal an der Trave vergeben.“

Das ist natürlich blanker Unsinn.
Es handelte sich um einen einfachen Streit um Weiderechte unter Bauern, die sich Kunst und Kultur als Melkkühe halten.
Entsprechend ging es zu.

Was dieser „Autor“ dann stiftete war kein Friede, es war ein MANIFEST!

Es war das MANIFEST eines „anderen Lübecks“, das MANIFEST der Ausgeschlossenen, die „Städtekrieg“ schon kannten, an denen er innen erprobt war, bevor er gegen München ausbrach.
Wie jeder Krieg bedeutete auch dieser die Offenbarung innerer Verfassung.
Es war ein MANIFEST gegen diese innere Verfassung, also gegen die Realität.

Als sich diese Realität gegen München endlich einmal öffentlich artikulieren musste, als sie laut wurde und sprach, da war es eine Offenbarung, da sprach sie Bände über sich selbst.
Andere Realitäten, simpelstes, selbstverständlichstes Recht anerkennen und respektieren, dessen war sie entwöhnt.

Als sie Vision hätte hervorbringen müssen, kreativ hätte sein sollen, da wurde klar: dazu war sie unfähig.
Wie es manchem Einwohner in dieser Realität erging und ergeht, lässt sich leicht ausmalen.
Nicht beachtet zu werden allein,“ schrieb der „Frieden stiftende“ Autor von Unser Lübeck in jenem offenen Brief an Prof. Borchmeyer nach München, „ist das noch beiweitem Angenehmste, was einem hier widerfahren kann.

Zu diesem Zeitpunkt war es ein Brief an den FEIND! Der Vaterstadt in den Rücken fallend.
Er erforderte nichts weniger als den Mut zur Selbstaufgabe.
Es war allerdings die ultima ratio der Selbstbehauptung.

Nichtbeachtung allein war noch die angenehmste zu erwartende Reaktion hierauf – bis zur Einsicht in Lübeck, dass hierdurch womöglich verhindert worden ist, dass Thomas Mann sich, der Vaterstadt den Rücken kehrend, andernfalls in seinem Grab hätte umdrehen müssen oder dass es ihn umgedreht hätte?

Der HAUSMEISTER hielt still. Sonst nichts.

Teil 9

Zu kapieren gab es für den HAUSMEISTER, dass eine Moralpredigt anstand.
Das bedeutet für ihn immer eine unwiderstehliche Verlockung.

Es war ja nicht zu überhören, dass die geistige Lebensform der Lübecker „Elite“ längst nach Th. Mann in die „Wonnen der Gewöhnlichkeit abgeglitten“ war.
Inwendig aus Gewohnheit wurde sie leichthin auch wonnig gegen Münchens Akademie der Schönen Künste.
Und was da geschrieben und geäußert wurde im Sinne eines Anspruchs auf Thomas Mann und in Bezug zu ihm, zeigte überdeutlich, dass nach Goethe das Ererbte, um es zu besitzen, hier weniger erworben, als vielmehr eingeheimst und der Marken-Zentrifuge einverleibt worden war, wo, was flüssig zu machen und zu gewinnen ist, fließt, den Laden treibt und stolz und schön und groß und stark und herrlich macht.

Was kann aus Erben werden, in deren Haus einst ein großer Mann geboren wurde? Ebenso große Männer? Vornehme Entdecker und Förderer?
Oder nageln sie Schildchen ans Haus „Geburtshaus des großen…..!“ und errichten ein kioskisches Kassenhäuschen im Flur? Einen Shop der tausend Andenken und Maskottchen? Veranstalten Führungen zu den Orten, wo der Große geweilt?
Und werden zu vornehmen Leuten, geistigem Adel?
Nein, sie machen sich ein Patent draus, ein ewiges, unzweifelhaftes und unteilbares Recht auf den großen Mann, seinen Namen, seine Ehre, seine Größe und dessen Verleih, fest darin und konsequent im Rechtsgefühl wie Kohlhaas.

Die Vornehmheit erwies sich als Mimikry, die gepflegte Weltkultur ein Potemkinsches Dorf, inwendig Kesselflickermanieren – selbstverständlich erst recht gegen Münchens Akademie der Schönen Künste.
Wer ist man denn?
Und sie merkten es nicht, es war schon gewohnheitsmäßige Natur, die da über die Stadtmauer sprang.

Kann aber ein armes Luder von „Frieden stiftendem“ Autor von Unser Lübeck , des HAUSMEISTERS Goldmarie-Portal, so einem Ort tatsächlich Frieden stiften?
Kann ein Ort, dessen Würdenträger auch nach bestem Beispiel seines großen Bürgers unfähig sind, diesem würdig zu folgen oder zu sein, eine Rücksicht zu nehmen auf dessen Begriffe, diese durch Anwendung zu achten und durch sich selbst lebendig zu halten, kann und wird so ein Ort sich von so einem Autor „Frieden stiften“ lassen?
Ein Ort, dessen schwächste Kreatur ihm Widerstand bieten muss, um ihm die Ehre zu retten?
Kann er sich von einem Würstchen sagen lassen, wie schlecht er aus dem Maul riecht?

Ausgerechnet der Autor, der es bis heute nicht vermocht hat, auch nur dem HAUSMEISTER die moralisch zweifelhaftesten NUTZUNGSBEDINGUNGEN auszureden?
Der „Friedensstifter“, der „Visionär“, der sich ganz nebenbei diese und all das, was er an diesen NUTZUNGSBEDINGUNGEN unmoralisch, inakzeptabel und noch dazu vollkommen unnötig fand, gefallen lassen musste, nämlich seine Entrechtung mit allem Drum und Dran?

Denn nachdem er so naiv gewesen war, in der gewichtigen Angelegenheit THOMAS-MANN-PREIS im Namen der REDAKTION die notwendige Stellungnahme und Perspektive zu verfassen, also durchzudenken und zu begründen, die Vision einer gemeinsamen Verleihung entwickelt und deren Unausweichlichkeit erkannt hatte und vermutete, dass Ignoranz und Schweigen im Walde darauf die logische Reaktion der Stadt Lübeck sein würden, musste er zugleich erkennen, dass Herrchen HAUSMEISTER ihn als eine Art Tacheles redender Indoor-Fallada betrachtete, als Zugnummer über dem Portal seines Flohzirkus´ am Fließband.
Eventuell nützlich, um seinen Fließband-Ideal-Flohzirkus als Moralwachtorgan im Ort zu „etablieren“.

Aber sagen, „vorhalten“,  ließ er sich von ihm genausowenig, hatte er genausowenig nötig wie die Ortsmeister, Kulturinstanzen, Geschäftsführer.
Und die nie etwas begreifende, brav mitschwimmende Funktionsmasse hatte sowieso nichts gehört, nichts gesehen und nichts zu sagen – außer sehr flüssige Betrachtungen zur Gewinnung künstlerischer Perspektive durch einen unmöglichen, aber desto reizvolleren Blick ins eigene Nasenloch.

Der Autor entdeckte die Eintracht, das CONCORDIA DOMI zwischen UNSER LÜBECK und Thomas Manns Lübeck als geistige Lebensform, also urbi et orbi, betreffend unabänderlichen, allenfalls teilbaren „Verwertungsrechten“ auf Grund geschriebener oder ungeschriebener NUTZUNGSBEDINGUNGEN.

Er fand es daher höchst bedenklich, Thomas Manns Lübeck von einem Portal aus Vorhaltungen zu machen, dessen NUTZUNGSBEDINGUNGEN ausdrücklich die freche Forderung der Übertragung aller Urheberrechte vom Urheber auf sich als Bedingung für die Publizierung seiner Arbeiten enthält und sich obendrein „idealistisch“ nennt!
Darf von so einem Portal aus irgendwer irgendwem noch moralisch kommen?
Nein.

Doch – der HAUSMEISTER selbst!
Und zwar dann, wenn ihm ein Artikel, den er unter der Bedingung der Übertragung sämtlicher Urheberrechte erscheinen ließ, „gestohlen“ wird. Dann macht er ein Fass auf.
Es ist aber eine Pandorabüchse, die nunmal auch seine NUTZUNGSBEDINGUNGEN enthält.

Und die Mundtoten kommen aus dem Keller:
Der Autor  stellte die „Lieferung“ von Artikeln konsequent ein.
Er forderte die Löschung aller seiner Beiträge, stellte jedoch in Aussicht, über die Löschung jener namens der „Redaktion“ von ihm verfassten Beiträge mit sich reden zu lassen.
Die Löschung wurde vorgenommen mit Ausnahme jener „Redaktion“-Artikel zum Th.-Mann-Preis – selbstverständlich ohne Gespräch betreffs Einverständnis (siehe NUTZUNGSBEDINGUNGEN).
Natürlich auch kein Dank.

Er beließ es dabei.

Monate später erfüllte sich seine Vision einer gemeinsamen Verleihung des Th.-Mann-Preises durch die Stadt Lübeck und die Bayerische Akademie der Schönen Künste – logischerweise.
Die erste Preisträgerin 2010 war Christa Wolf.

Als sie als die erste Preisträgerin bekannt gegeben wurde, gratulierte UNSER LÜBECK bzw. HAUSMEISTERS CHEFREDAKTEUR seinem ehemaligen Autor.  Seine Vision sei in Erfüllung gegangen usw., und es sei sogar in  WIKIPEDIA zu lesen (wie freundlich! Da ihm ja davon nichts mehr gehörte)!
Dort stand, die gemeinsame Verleihung des Preises sei auf Vorschlag eines Lübecker Kulturmagazins zustande gekommen.
Als er – by the way – in UNSER LÜBECK nachsah, stand da über und unter seinen Artikeln hübsch „Redaktion“ und „Redaktion UNSER LÜBECK“!
Und kläglich aufgemacht.

Das Namensrecht ist lt. Urheberrecht allerdings nicht übertragbar, es bleibt beim Autor; UNSER LÜBECK hätte also den Namen des Autors unter den Artikeln nicht entfernen dürfen.
Der ließ aber Gnade vor Rechtsanwalt ergehen – in Windeseile, „wie konnte das bloß passieren?“, wurde sein Name wieder eingesetzt.
Außerdem forderte er die Präsentation seiner Schreiben und Beiträge ihrem Charakter entsprechend als Dokumente sowie die Entfernung der REDAKTION als Co-Autor, da die der Redaktion angehörenden Personen inzwischen andere waren als zu jener Zeit, und da diese wie auch zukünftige Redaktionen mit diesen Beiträgen nichts mehr zu tun hätten.

HAUSMEISTERS CHEFREDAKTEUR stieg aus, HAUSMEISTER selbst „kümmerte“ sich dann um seinen „Friedens-Autor“.
RESULTAT oder Die Moral von der Geschicht´ übertragener Urheberrechte:
bis heute, 20. Dez. 2010, werden die Beiträge des Autors mit „Von Unser Lübeck“ angekündigt, elend präsentiert, die Redaktion ist als Co-Autor verewigt.
Der HAUSMEISTER hat aber immerhin die „Mitteilung“, er werde auf  Mails von ihm nicht mehr reagieren, verwirklicht.
Argumente ziehn bei ihm nicht mehr, er hat Recht, ihm gehört schließlich alles. Der Autor hats ihm geschenkt, sonst hätte ers nicht genommen. Einen Anstand braucht man ab da nicht mehr.
Zur Not besteht er darauf.

Einem Angebot von HAUSMEISTERS CHEFREDAKTEUR, wonach alle Forderungen nach Abänderung erfüllt und „Frieden“ gemacht werden sollte, stellte der Autor die Vorbedingung der Abänderung jener enteignenden NUTZUNGSBEDINGUNGEN, somit volle Anerkennung aller bzw. Rückübertragung aller Autorenrechte – da steckte er den Kopf wieder in den Sand, und so wurde auch wieder nichts draus.

Von der Stadt Lübeck hörte der Autor selbstverständlich gar nichts. Eingeladen zur Preisverleihung wurde er nicht. Keine Heimat. Kein Ort. Nirgends.

So einfach ist das mit der Moral und dem Idealismus. Sandflohzirkus am Fließband.
UNSER LÜBECK immerhin bietet diesem eine Heimat. Es ist eine eigene Welt, in der der Vogel Strauß überall gern den Kopf reinsteckt.

Martin Klingel

Link zu „[Offener Brief ]Thomas-Mann-Preis – UNSER LÜBECK an Prof. Borchmeyer, München“:
http://www.unser-luebeck.de/content/view/897/108/

Link zu „Thomas-Mann-Grand Prix – Eine Chronologie oder Was aus dem Nest unter’n Tisch gefallen ist – Teil 1-7“: http://www.unser-luebeck.de/content/view/1529/277/

Written by monologe

20. Dezember 2010 um 6:35 pm

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