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TRiUMP 1

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In Russland:
Es wird berichtet, dass vom Wahlsieg Trumps nicht nur Präsident Putin erfreut sei, laut Umfrage so auch ungefähr 37 Prozent der Russen. Passanten, befragt, erhoffen sich vom Präsidenten Trump Verbesserungen der Beziehungen, Aufhebung der Sanktionen, also sogar Verbesserung ihres Lebens, „Frieden“ (die Passantin sagte allerdings „druschba„, was „Freundschaft“ heißt).

In Deutschland:
Das Unmögliche ist möglich geworden“, analysiert der Psychologe Stephan Grünewald. „Unser Wertesystem gerät ins Wanken. ›Man kann wohl sagen: Die Deutschen sind im Trump-Tief.‹“ –

womit eigentlich schon alles gesagt wäre, aber der ganze Klassiker ist es noch nicht:

Der weiße Mann mit den gelben Haaren – er macht den Deutschen Angst. ›In Deutschland kommt hinzu, dass wir zwar von den Folgen dieser Wahl deutlich betroffen sind, aber keinen direkten Einfluss darauf haben‹, erläutert der Psychologie-Professor Jürgen Margraf. ›Das ist eine klassische Hilflosigkeitssituation.‹“ –

Ach ja, „die Deutschen“. Ein „weißer Mann mit gelben Haaren“, Putin, die Russen machen ihnen Angst, einem weißen Mann, dem die Pechsträhne schon vornüber hing, sodass ihnen angst und bange hätte werden müssen, dem folgten sie gelegentlich schon bedingungslos.
Die jeweilige Hilflosigkeit war stets sowohl recht tatenvoll und kriegerisch, als auch irrational und sinnlos.
Was nun macht sich mit der Hilflosigkeit darüber breit, dass in Amerika Trump gewählt wurde, nicht der Herr Geissen?

Gauck gratuliert namenlos
Mit der sprachlichen Raffinesse, die Gauck zueigen ist, begann er seinen Kommentar zum Wahlausgang in Amerika mit einer Erinnerung daran, dass der 9. November in mehrfacher Hinsicht historische Bedeutung habe. Er erwähnte den Mauerfall 1989 ebenso wie die Reichspogromnacht im Jahr 1938 und leitete dann über zum Blick auf Amerika. ›Gleichzeitig ist es ein Tag, der viele Menschen in der Welt beunruhigt hat.‹ Diese ›große Beunruhigung‹ sei während des Wahlkampfes in Amerika entstanden. Damit hatte der Bundespräsident zwar keinen direkten Vergleich zwischen den dunklen Ereignissen der Nazi-Zeit mit der Wahl Trumps hergestellt. Aber Zufall war es sicher nicht, dass Gauck alles in einem Atemzug erwähnte.“

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zeigt sich besorgt über die Art der politischen Auseinandersetzung – auch in Deutschland. ›Demagogischer Populismus ist nicht nur ein Problem Amerikas‹, schreibt der 74-Jährige in einem Gastbeitrag für BILD-Zeitung. ›Auch anderswo im Westen sind die politischen Debatten in einem besorgniserregenden Zustand.‹ Vor allem im Internet sei inzwischen ›völlig egal, ob Behauptungen wahr sind – Hauptsache, der Empörungsgrad stimmt.‹“

Das ist korrekt:

Morddrohungen wegen eines Hitler-Verlgeichs
dpa/Andrew Gombert „Johan Franklin“ sieht eine ernstzunehmende Gefahr in Donald Trump
Ein Deutscher sieht der bevorstehenden US-Wahl mit großer Sorge entgegen. Auf Twitter erinnerte er die Amerikaner daran, was geschehen kann, wenn man auf einen populistischen Politiker hereinfällt – und zieht Parallelen zwischen Donald Trump und Adolf Hitler. Die Reaktionen aus den USA sind äußerst gemischt. Außerdem betont er, viele Deutsche seien sehr besorgt, dass ein offensichtlicher Demagoge und absoluter Lügner so viele Unterstützer findet. Trotzdem wolle er Trump nicht persönlich mit Hitler gleichstellen, sehe lediglich einige Parallelen. Trump erinnere mit seiner Medienaffinität eher an Goebbels.“ –

Trump nicht persönlich mit Hitler gleichzustellen ist gewiss diskriminierend, wenn dessen Affinität aber an Goebbels erinnert, gehen die Parallelen für die Medien in Ordnung.
Schäuble weiter:

›Vereinfachung hat eine Untergrenze.‹ Als Ursache des zunehmenden Populismus nannte der Minister auch, ›dass die Eliten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht immer ein gutes Bild‹ abgeben würden. Zudem seien Entscheidungsprozesse häufig kaum noch nachvollziehbar, so Schäuble weiter. Der Minister forderte: ›Jeder muss bereit sein dazuzulernen. Wenn wir für die Perspektive des anderen und fürs Umdenken offen sind, hat es der demagogische Populismus schwer.‹

Ging der Bundespräsident noch mit dem Florett vor, wählte Sigmar Gabriel den Säbel.“ –

wer Sigmar Gabriel ist? Bitteschön:

Der SPD-Vorsitzende und Stellvertreter der Bundeskanzlerin schien selbst die Bemerkung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vom August,“ –

hier findet sich ein schönes Beispiel dafür, dass es tatsächlich eine zeremonienmeisterliche Hofberichterstattung gibt – wie im Märchenland.
Das Ausrufen der Namen, die Nennung der Ämter und welchem Ritterorden (SPD) die Edlen angehören, welche Waffen sie führen, hierauf dann die verächtliche Nennung des –

„Trump“ –

bzw. Müllerburschen, der, so sprach Frank-Walter Steinmeier (SPD)

„ein ›Hassprediger‹ –

sei, was Siegmar Gabriel, SPD-Vorsitzender usw., also

„in einem Gespräch mit Zeitungen der FUNKE MEDIENGRUPPE übertreffen zu wollen.“ –

schien:

›Trump ist auch eine Warnung an uns‹, äußerte der Wirtschaftsminister – auch mit Blick auf die deutsche Innenpolitik, den Koalitionspartner und die Bundeskanzlerin.“ –

auch dieser Brave denkt an sich selbst zuletzt 

Trump mache sich die Enttäuschung vieler Menschen über eine wachsende soziale Spaltung zunutze.“ –

was ja unanständig ist, sich zumindest nicht gehört, solange die SPD an dieser Enttäuschung nicht wächst wie die Spaltung, sondern schrumpft,

›Trump ist der Vorreiter einer neuen autoritären und chauvinistischen Internationalen.‹ Dazu zählte Gabriel auch Russlands Präsidenten Wladimir Putin, den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, die französische Front-National-Vorsitzende Marine Le Pen und in Deutschland die AfD.“ –

wobei man aber bedenken muss, dass Trump noch keinen Augenblick regiert hat und demnach kein Vorreiter sein kann.
Nein, der Hitler war Vorreiter, denn die hier Genannten und Leute sind allesamt schon in dessen Nähe gerückt worden, ohne dass man in einem ganz bestimmten bedauerlichen Einzelfall von einem Hit abgerückt wäre.
Gabriel hat die PEGIDA nicht erwähnt, weil „das Pack“ vermutlich nicht zur Internationalen zählt.

„›Es geht ihnen um ein echtes Rollback in die alten schlechten Zeiten, in denen Frauen an den Herd oder ins Bett gehörten, Schwule in den Knast und Gewerkschaften höchstens an den Katzentisch.‹“ –

Was sich anhört wie eine Verschwörungstheorie.
Apropos „Rollback“, da hat sich vor Jahren vielen enttäuschten Menschen schon die Frage aufgedrängt, was unecht ist, die Rolle Vorwärts der SPD in gute neue Zeiten oder die SPD selbst?
Andere echt schlimme Sachen eines echten Rollback mit Vorreiter Trump in Amerika hat Gabriel nicht erwähnt, nur noch das Allerschlimmste, was uns und alle, die zu uns gehören, gemäß den alten schlechten Zeiten erwartet:

„Und: ›Wer das Maul nicht hält, wird öffentlich niedergemacht.‹“ –

Wovon allerdings nun wieder Trump das aktuellste Lied singen könnte.
Es wird nur so sein, dass man ihm das Recht, sich „niedergemacht“ zu fühlen, nicht zuerkennen wird.
Mit Recht, denn wer – außer etwa Pat und Patachon, die angetreten als edle tapfre Haudegen mit Florett und Säbel, um der modernen Zeiten willen ein Rollback in alte schlechte und danach die Russen abzuwehren, niedergemacht wurden mittels Drohnen-Beschuss mit hochsensiblen TTIP-Ordnern, ausgeführt von einer Frau am Stick – wer also außer diesen beiden am Ende die Erlaubnis bekommt, sich niedergemacht fühlen zu dürfen, steht noch dahin.

Ein Medium fragt um:

Würdet ihr auswandern, wenn Trump euer Land regieren würde? 9.268 ja, 1.417 nein “ –

nicht gefragt wurden letztere, ob sie  bleiben würden im Sinn von »Wir schaffen das« oder nicht wüssten wohin.

Und dann:

Und dann findet man auch noch eine klar optimistische Stimme im Internet. Opernsänger und Schauspieler Björn Casapietra (46) sieht die Zukunft mit Donald Trump an der Spitze der USA nicht ganz so schwarz wie viele seiner (deutschen) Promi-Kollegen“ –

und da ist ganz interessant, was hier in Deutschland „nicht ganz“ so schwarz sehen ist:

›Ich bin mir ziemlich sicher, dass Trump alle überraschen wird in den nächsten Jahren. Und zwar positiv überraschen. Die Erwartungen an ihn sind gering. Auch deshalb kann er eigentlich nur gewinnen.‹

Ja, ein reuiger Sünder macht mehr Freude, denn 99 Gerechte.

Der Wahlsieg von Donald Trump hat den deutschen Aktienmarkt nur kurzfristig erschüttert. Nachdem der Dax zum Handelsstart um knapp 3 Prozent gefallen war, schmolzen die Verluste bis zum frühen Nachmittag komplett zusammen. Nachdem die New Yorker Wall Street entgegen den pessimistischen Prognosen freundlich eröffnet hatte, kletterte auch der deutsche Leitindex ins Plus und gab im Schlussgeschäft nochmal kräftig Gas. Letztlich gewann der Dax 1,56 Prozent auf 10.646,01 Punkte.

Sahra Wagenknecht, zeigte sich vom Wahlsieg Trumps ›nicht in dem Grade überrascht‘ – so wie viele andere. Die Wähler haben ihrer Ansicht nach ‚nicht Trump, sondern Veränderung gewählt.‹“ –

Schluss:
Wir wissen, was die Russen vom Präsidenten Trump erwarten: bessere Beziehungen, Verbesserung ihres Lebens (Aufhebung der Sanktionen), Freundschaft, Frieden.
„Putins Propaganda-Maschinerie“ hat also offenbar wieder ganze Arbeit geleistet.

Doch fragt man sich nach all dem, was hier zusammengetragen worden ist, Zitate aus den unabhängigen, freien deutschen Medien, Beispiele dessen, was sie, um  „umfassend“ zu informieren, zu verbreiten sich verpflichtet gefühlt haben – es ist der geringste Teil dessen, was auf dem „Markt“ erschien -, was immer und wie immer man darüber denken mag, Trump gewählt ist, der Vorhang zu und alle Münder (›Schnauzen‹) offen:

was also erwarten wir, die Deutschen, von Trump?

 

Kleiner Zusatz:

Als ›einfältigen Versager‹ hat Australiens Umweltminister Josh Frydenberg Donald Trump einst tituliert. Das bedauert er nach Trumps Wahlsieg nun, wie er einräumt. ›Der Premierminister und die Außenministerin haben vor der Wahl den richtigen Ton getroffen. Ich räume ein, ich hätte ihrem Beispiel wahrscheinlich folgen sollen.‹

 

Written by monologe

13. November 2016 at 5:54 pm

Planet Doping

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Aus Australien wird der gelungene Nachweis „flächendeckenden“ Dopings gemeldet, während unsere Biathletin Miriam Gössner, die in letzter Zeit stets imstande gewesen war, „überragende“ Bestzeiten zu laufen, nach dem gestrigen Weltmeisterschaftslauf in der „Mixed-Staffel“ und Platz 13 sagte, sie habe sich „eigentlich gut“ gefühlt, sei aber plötzlich von Leuten überholt worden, die sie quasi noch nie gesehen und nicht gekannt habe.
Und wir?
Wir machen nicht nur Fortschritte im Kampf darum, Rassismus und Sexismus „auszurotten“, sondern was ein großer Schritt für die Australier ist, ist für uns ein kleiner: wir könnten von der Bewunderung immerhin schon dazu kommen, uns zu wundern.

*

Was die Entdeckung des „großflächigen“ oder auch „flächendeckenden Dopings“ betrifft, damit verhält es sich wie mit der Entdeckung Amerikas, nur eben umgekehrt (die großflächige Beschaffenheit haben Doping und Amerika gemeinsam).

Ob Wikinger, Spanier oder Portugiesen, im Anfang war des Entdeckungsreisenden Lust zu sehen, was am Ende oder jenseits des Endes der Welt zu holen sei (Chinesen mögen den Wunsch gehabt haben, zu investieren). Es wurde also zuerst die Unendlichkeit der „Welt“ entdeckt (nachdem sie entdeckt war, musste folgerichtig das wettbewerbsmäßige Laufen und Fahren im Kreis herum erfunden werden).
Hierauf wurde den Eroberern  Preise ausgeschrieben, die gewerbsmäßige „Schnelligkeit“ wurde kreiert (die Wette darauf, dass sie „Beschiss“ ist, ist noch nicht erfunden worden, obwohl eine wettfähige Wahrscheinlichkeit vorhanden ist), und so machte man sich mit der Mannschaft auf die Suche nach Ruhm, Ehre und, verkürzt ausgedrückt, etwa noch Silber und Gold und – entdeckte die „neue Welt“.

Die Entdeckung des dopischen Kontinents oder kontinentalen Dopings dagegen ist, mit der Ausnahme seiner aktuellen Entdeckung in Australien, immer mit der Entdeckung verbunden, dass das Gold schon „erobert“ und „heimgeholt“, der Lohn der „Mühe“ schon fest auf der Bank liegt.

Es gibt also im alten Sinn streng genommen nichts zu entdecken – außer eine neuen Welt.
Von dieser ist die alte allerdings jene Lichtjahre entfernt, die ihr mindestens dämmern müssten, bevor sie sie durchleben könnte.

Der Fall Pezzoni

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WELT ONLINE:
„Der 1. FC Köln kapituliert vor der Bedrohung. Weil die eigenen Anhänger den Kölner Profi Kevin Pezzoni bedroht haben, löste der seinen Vertrag auf. Dass der Verein dem zustimmte, ist ein fatales Signal an die gewaltbereiten Chaoten.“
Es käme vor, so WELT ONLINE weiter,
dass Fans einen Spieler scharf kritisieren, ihn auspfeifen oder zum Sündenbock für Niederlagen machen. Das ist Usus im Profi-Fußball, ob es so sein muss, darüber lässt sich streiten. Sicher ist aber: Wenn Fans einem Spieler abseits des Vereinsgeländes auflauern, ihn bepöbeln, bedrohen und sein Auto beschmieren, ist die Grenze des Erträglichen weit überschritten. Kevin Pezzoni, einem gerade mal 23 Jahren alten Fußballer, ist das passiert.“– ach, und sonst wäre das hierzulande niemandem noch je widerfahren und nirgends geschehen?
Es kommt aber eine Überraschung: Die Grenze des Erträglichen ist überschritten“, für wen, das bleibt unklar, denn: Es ist nicht bekannt, ob und wie sehr die Kölner Bosse in Gesprächen mit dem Spieler versucht haben, diesen Schritt zu verhindern. Es hätte jedenfalls nie dazu kommen dürfen. Der Klub hätte eine Pressekonferenz einberufen können und sich klipp und klar zu Pezzoni bekennen können. Er hätte einen Sicherheitsdienst damit beauftragen können, den Spieler zu schützen. Er hätte beim Spiel am Freitag gegen Cottbus über die Lautsprecheranlage dazu aufrufen können, die Täter ausfindig zu machen. Er hätte dem Spieler das Gefühl geben können, nein müssen: Wir stehen hinter dir und kämpfen für dich. Nichts davon ist geschehen.“, kurz und gut mit einem Wort: keine Zivilcourage.
Doch die Frage ist nun einmal nahegelegt: „Warum kämpfte der Verein nicht um ihn?“ – gute FrageAber in diesen schnellebigen Zeiten schon rein akademisch, denn:Pezzoni ist kein Spieler des 1. FC Köln mehr, die Täter haben erreicht, was sie wollten. Der Verein hat vor seinen eigenen Fans kapituliert, was nicht nur skandalös ist, sondern auch eine fatale Signalwirkung für andere Chaoten hat, von denen es im Umfeld des FC – das hat die vergangene Saison gezeigt – sehr viele gibt. Wer mit Gewalt versucht, seine Ziele zu erreichen, wird belohnt. Das ist das unbegreifliche Ergebnis der anfangs noch vernünftig geführten Diskussion um den Nutzen von Kevin Pezzoni für den 1. FC Köln.“

Kurzum, demnach ist auch die Integration Pezzonis gescheitert. Doch im Gegensatz zum Fall jenes Rabbiners, der am hellichten Berliner Tag und auf offener Hauptstadtstraße „zusammengeschlagen“ und dessen 6-jährige Tochter mit dem Tode bedroht wurde – die Täter entkamen ganz offenbar unerkannt –, der also nur darauf hinweist, dass die Integration der Juden schwieriger ist als gedacht und künftig vielleicht vollends scheitern könnte, hat im Fall Pezzonis „der Verein“ das Scheitern seiner Integration gewissermaßen bereits als realistisch und unvermeidlich angesehen und zeitnah abgeschlossen.
Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, nicht?

Arabischer Frühling

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In Berlin, so wird gemeldet, haben mehrere „arabische“ JUGENDLICHE am hellichten Tag und auf offener Straße einen Rabbiner niedergeschlagen und damit gedroht, dessen 6-jährige Tochter umzubringen. Das bedeutet, dass die Integration der Juden offenbar gescheitert ist.

Von Politikern und Professoren

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Die Zeiten sind bewegt. Hoch auf dem gelbSchwarzen Wagen sitzen beim Schwager/ der Schwägerin wir vorn; die Peitsche knallt lustig, lustig schmettert das (Bocks)Horn.
In Höchstgeschwindigkeit geht’s über den Weg aus der Krise; ein Haushaltsloch am andern, wir fühlen uns geschüttelt, nicht gerührt, und wer nicht vom Weg, dem Hin und Her und Auf und Ab geschüttelt wird, den schüttelt etwas anderes: ein kleines Bisschen Reizüberflutung scheint zuviel, zu schwer gewesen zu sein für den an und für sich großen Christen-Atheisten-Magen.

Nicht, dass es das ganze Fass zum Überlaufen gebracht hätte, aber welches Bisschen ist es gewesen?

Kam es aus Cern? War es die Lieferung des kleinsten Gourmet-Häppchens des Universums, des Gottes-Plätzchens, der Urknall-Oblade, das/die direkt aus der Cerner Babel-Zentrifuge gereicht wurde? Dem bewaffneten Auge unsichtbar, dem Hirn unbegreiflich, ein Kanapee, noch warm, das zwischen zwei my hoch minus 2 Billionen Zehntelmillimeter starken Hoffnungsschimmerscheibchen auf der Zunge zerging?

War es das gestern Mittag jene „Entdeckung“ dieses Higgs-Teilchens und die „Sensation“ überraschend kontrastierende Miterlebnis der Entdeckung einer 25-Cent-Pfandflasche, die einer Frau in einem Abfallbehälter gelang? Höchst unsensationell?

Waren es die Nachrichten von wesentlich größeren Weltbevölkerungs-Teilchen, die in Nöten und Hunger aus der großen Weltzentrifuge aus Null ins Nichts gespieen und ins Schandalbum gepresst wurden?
Nein.

War es der Super-Preis?
Nein, auch nicht. Er ist doch wieder gestiegen auf 1,64,9 EURO.

Was könnte es gewesen sein?
War es etwa der „Der offene Brief“ jener 172 „namhaften“ Wirtschaftsprofessoren an die „Lieben Mitbürger“, mit dem sie gegen die Wirtschafts-Politik der Regierung protestiert haben?
Es wird wärmer. Mit diesem Happen kommen wir der Sache offenbar näher.

Heiß wird es bei Betrachtung der Reaktionen aus der Politik.
Unser namhafter „Wirtschaftsminister“ nannte das Schreiben „unverantwortlich“, aus anderen Kreisen hieß es, es sei in Stammtischsprache, folglich im Geiste der Stammtische verfasst, was eine hübsche Denunziation bedeutet; Brüderle wiegelte ab, die Furcht sei ungerechtfertigt oder so ähnlich.

Demnach hat der Brief also keine Bedeutung, macht, will nur Eindruck machen, sein Inhalt aber – behauptet Politiker –  ist irrig, seine Tendenz schädlich, Mahnung unqualifiziert.

Wer hat Recht? Finanzminister/Politiker oder Wirtschaftsprofessor x 172?

Die Frage – endlich stellt sie sich einmal so klar – ist leicht zu beantworten (und wirkt zugleich aufreizend beruhigend): selbstverständlich hat der Finanzminister/Politiker Recht!
Auch ein Nur-Politiker hätte vor einem Wirschaftsprofessor immer Recht (Recht muss hier groß geschrieben werden, weil der Politiker ja nicht nur das Recht hat, sondern auch in nämlichem ist, nach seiner Überzeugung zu handeln, während eben das dem Wirtschaftsprofessor nur recht sein kann, und wenn es ihm nicht recht ist, kann er, wie man sieht, höchstens nicht Recht haben. Nur für die, die noch was kapieren).

Man muss in Erwägung ziehen, dass der Politiker so ziemlich alles kann: Kanzler, Finazminister, Wirtschaftsminister usw. Wir wissen es.
Wer dies alles nicht kann, kann es, vereinfacht gesagt, sobald er Politiker ist.
In diesem Fall hat er es sich erarbeitet bzw. hat sich die Kompetenz erarbeitet.
Es kann theoretisch sogar vorkommen, dass ein Wirtschaftsprofessor, nachdem er Politiker geworden ist, Wirtschaftsminister kann! Aber er könnte genausogut, wenn nicht kompetenter, Umweltminister – oder Opposition.

Wie wir jetzt klar und deutlich sehen, kann ein Wirtschaftsprofessor, wenn er nicht Politiker ist, weder Wirtschaft, noch Finanz, ganz im Gegensatz also zum Politiker, der nicht Wirtschaftsprofessor sein muss, um Wirtschaftsminister bzw. Finanzminister zu können – und, was das Wichtigste ist: zu machen.
Er kann außerdem 172 Wirtschaftsprofessoren bügeln.

Es lässt sich vermuten, dass es womöglich nicht einmal erstrebenswert ist für einen Politiker, Wirtschaftsprofessor zu sein (abgesehen von der Doktorarbeit), um möglichst unbelastet flexible Wirtschafts- oder Finanzpolitik zu können.

Ein Politiker, der keine Ahnung von Wirtschaft oder Finanz hat, kann trotzdem als solcher erfolgreich sein (ist er erfolglos, scheitert, ists auch nicht so schlimm, tritt er eben zurück) und sich als zuständiger Minister auf den Besitz einer universalwissenschaftlichen Kernkompetenz stützen.
Dann strahlt der Mann, ist stark fernsehaktiv, aber nicht spaltfähig, denn er und es sind eins und eindeutig.

Wie ein Wirtschaftsprofessor aber, obwohl er von Politik keine Ahnung hat, dennoch Wirtschaftsprofessor werden konnte, kann bzw. bleiben kann, pardon, das ist dagegen doch jetzt äußerst schleierhaft.

Higgs – ein Gottesteilchen!

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Es wird gemeldet, dass man im Schweizerischen Cern das Higgs-Teilchen dazu bewegt hat, sich zu zeigen, was, so sagt es unsere Wissenschaftsministerin, eine Sensation ist.
Was auch immer, das Higgs-Teilchen scheint seinem Wortlaut nach tatsächlich eine gewissen Siegestrunkenheit auszulösen. Nur dass der betrunkenste Teil der Verkünder statt des Higgs-Teilchens, da es verständlicherweise unsichtbar bleiben möchte, entsprechend den sonst erscheinenden weißen Mäusen Gottesteilchen sieht.
Das wäre was! Wenn man bedenkt, dass sich das Atom, noch bis vor kurzem als kleinstes Teilchen geltend, noch spalten ließ, womit sich dieses Teilchen als ein Detail erwies, in dem nicht Gott, sondern der Teufel steckte, so wäre die Entdeckung eines Details, in dem nicht der Teufel steckt, eine echte Sensation.
Ich glaubs aber nicht. Denn wenn das Teil selbst für den Teufel zu klein wäre: wo die Wissenschaft die Nase drin hat, da wird er schon die Finger oder den Pferdefuß hineinbekommen.
Hätte Gott es anders gewollt, so hätte er die Welt nach der Vorstellung des Ptolomäus erschaffen.

Zusatz:
Dieses Higgs-Teilchen ist keineswegs das kleinste Teilchen, wenn man das gesamte Universum in Betracht zieht, also incl. EUROPÄISCHE UNION.
Die Gesamtverschuldung der EU – auf wieviel Billionen EURO etwa dürfte sie sich belaufen? 12 Billionen? Nehmen wir an, dass es 12 Billionen sind, so haben wir eine Größe, mit der sich das kleinste Teilchen bestimmen lässt.
Die Größe des EURO btrüge demnach 1 hoch minus 12 Billionen, die des CENT 1 hoch minus 12 Billionen mal 100. Das ist sehr klein.
Der CENT, zweifellos ein Gottesteilchen, könnte also leicht das kleinste Teil in „unserem“ Universum sein, ja, es ist möglich, dass er das leuchtende, wärmende Higgs-Teilchen im Zentrum des christlich-jüdisch-muslimischen Wertesystems umkreist.
Aber wäre der CENT wider Erwarten doch minimal größer als Higgs, so wäre er doch das kleinste Teilchen schöpfungsweit, mit dem sich was kaufen lässt, wenn man spart.  Freilich immer mehr fake und Ramsch.

„SVEN“

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Frau Bundeskanzler hat der Steuersenkungspartei FDP (Friede Den Palästen) endlich nachgeben müssen und unisono mit ihr dem WahlvolkSteuerzahler Steuersenkungen angekündigt.
Kann man sich wohl irgendwie jetzt leisten wegen Griechenland und Atomausstieg. Gemäß dem traditionellen Kampfruf deutscher Bewegungen in Richtung vorwärts: Trotz alledem!
Die Steuersenkung wird in DE ankommen. Champagner!

Auch um wiedergewählt zu werden hat ein Herr Boetticher (verwandt mit Ringelnatz?) in Hamburg eventuell sogenanntes härteres Vorgehen gegen Intensivstraftäter angekündigt.
Bei näherem Hinsehen ist es bloß konsequentes Vorgehen.
Gut aber auch das, wenn der Hund den Hasen kriegt –
In der Zeitung wurde dann ein Durchschnitts-Paradebeispiel bzw. Steckbrief eines Intensivtäters gebracht: hat beiläufig immer schon eine „Karriere“ von ca. 40 Straftaten „begangen“, also alles von Raub über sexuelle Nötigung, Körperverletzung, Erpressung, Bedrohung bis zu Wiederholungen dessen schwereren Grades.

Nein, noch nicht gähnen!
Denn es wurde, was zu lesen war, doch  noch interessanter.
Die Zeitung schreckte jedenfalls für den Anfang nicht davor zurück, einen typischen Namen zu nennen, quasi ein Synonym preis zu geben: danach heißt solch ein Täter offenbar nach neuesten Erkenntnissen überraschend gewissermaßen durchschnittlich SVEN!.
Jaja, was man bisher so davon gehört hatte, hieß er im Durchschnitt anders, und man schwankt nun einerseits zwischen Neugier, solch einen SVEN einmal von Ferne zu sehen, andererseits macht sich Erleichterung fühlbar, dass man ihn Gottseidank noch nicht kannte bzw. kennenlernen musste.

Davon abgesehen, dass einem in diesem speziellen Fall ein früheres Identifikationsverfahren mal wieder einfällt: alle hießen Otto, außer Paul, der hieß Horst – davon also abgesehen soll hier einmal ganz deutlich gesagt sein:

zum Glück gibt es den Rassismus; unter den Bedingungen der Gleichheit würde sich mancher, der nicht Sven heißt,  über den Begriff wundern, unter welchem er fassbar ist.