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Über Software-Updates

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Anekdote aus einer harmonischen Beziehung – 3

Morgens. Frau, vor sich eine große Tasse Kaffee türkisch gemischt mit Bio-Kakao, streicht dick Butter mehr  in als auf eine Hälfte ihres Morgenbrötchen, bevor sie es mit von andern selbstgemachter Marmelade belegt. Mann im Shorty, nur auch eine große Tasse mit Kaffee-Kakao-Gemisch vor sich.
Das alles ist völlig unwichtig, weil 1. ohnehin Routine und weil
2. Deutschlandfunk auf Updates für Diesel-Fahrzeuge einstimmt.

Frau: Haaach, Software-Update!, ich könnte auch mal so ein Software-Update gebrauchen –

Mann: Wozu das denn?

Frau: Frische, Motivation, Power – ich könnt den ganzen Tag schlafen oder -ja, weglaufen.

Mann: Was du meinst heißt Urlaub auf der Vulkaninsel Fuerteventura oder in einem Grandhotel direkt am Fuße des Ätna.

Frau: Ah, jaa, aber das geht nicht, weil ich, wie wir beide wissen, selbständig bin.

Mann: Genau, ungefähr so selbständig wie der Dobrindt.

Frau: Wahrscheinlich. Darum komm ich nicht selbständig auf Urlaub, sondern auf Update. Ob Dobrindt selbständig drauf gekommen ist, oder bloß, weil man in 10 Jahren nicht mehr wissen wird, wer der Kerl war, während wir in 10 Jahren wahrscheinlich sehr genau wissen werden, was wir waren?

Mann: Update, das ist ein Test, Stefanie. Wegen der Wahl im Herbst. Man will herauskriegen, ob die Leute glauben, mit einem Software-Update wird alles wieder gut. Die Hindu glauben auch an die reinigende Kraft des Ganges.

Frau: Wir haben doch eigentlich wahrscheinlich schon so viele Updates intus. Quasi gibts jeden Tag eins. Wir werden jeden Tag softwareupgedatet. Immer rauf auf die Hardware von allen Seiten mit Musike bis nur noch Pawlow rauskommt und dann die Amnesie. Wie heißt das doch gleich? Ja, Demenz. Die sich ja rasant ausbreitet. Kein Wunder.

Mann: Meinst du auch, die Hardware ist das, was früher die Kuhhaut war?

Frau: Oh-ja. Wenn wir uns mit einer umweltfreundlichen Zeitmaschine 30 Jahre zurückversetzen könnten und wir würden unsere Software von damals mit der von heute vergleichen, wir würden sie nicht wiedererkennen.

Mann: Klar, wir würden uns wahrscheinlich auch über die Hardware wundern – vorm Spiegel.

Frau: Die Hardware ist nunmal systemrelevant, alternativlos, nur eben leider nicht austauschbar. Aber damit das keine Rolle mehr spielt, wird scheinbar emsig daran gearbeitet, dass sie beliebig austauschbar ist; alles dasselbe eines Tages. Das hätte sie dann mit der Regierung gemeinsam.

Mann: Ja, aber was wär das für ein Segen für die Welt, wenn unsere Hardware ausgebaut und durch eine neue ersetzt werden könnte! Wenn wir unsere, die bewährte, Hardware verkaufen und exportieren könnten! Stell dir vor: die Exportweltmeister-Hardware, wo alles aufgespielt ist!

Frau: Du nun wieder.

Mann: Nee, wir haben doch Glauben. Und wir haben dazu passend hier ja auch quasi einen Gottesstaat. Was sich viele Staaten wünschen, woran sie intensiv arbeiten und was – du sagsts ja selber – unendlich viele Updates erfordert, ehe sie soweit ist: wir habens schon fertig da – samt Auto! Die Hardware mit einem Betriebssystem, in dem alles, alles eine Sache und Konsequenz des Glaubens ist.

Frau: Oder des konsequenten Nicht-Glaubens mit den entsprechenden Verteufelungen, und die aufgespielte Vorfahrt der Unschuld nicht zu vergessen.

Mann: Genau richtig. Woran man nicht anders kann als zu glauben, daran nicht zu glauben, das geht natürlich nicht.

Frau: Dafür hatten wir früher den Zweifel.

Mann: Ah-jaah! – brachte aber nichts, der Zweifel. Haben wir aufgegeben zugunsten dessen, was wir mit festinstallierter individueller Kompetenz zu glauben beschließen. Aufgegeben komplett mit allem Drum und Dran. Es bietet mehr Sicherheit zu glauben, dass bestimmt richtig ist, von dessen Richtigkeit oder Wahrheit man ganz persönlich überzeugt ist. Wenn das nicht so gut geht, gibts ja immer noch das Update zum Glauben der Mehrheit.

Frau: Das bringt aber noch keine Gewissheit.

Mann: Nee. Wenn Gewissheit verlangt werden sollte, dann gibts das nächst größere Software-Update zur Glaubensgewissheit.

Frau: Wie schön. Export unserer Hirne meinst du also. So erfolgreich wie unsere Autos. Deutsche Hirnhardware ein Statussymbol, den kompletten Begriff von Freiheit und Toleranz und der Glaube, damit durchzukommen, inbegriffen. Es bräuchte nur noch ein kleines japanisch/chinesisches Update hinsichtlich Verschleierung. Noch ist bei uns Verschleierung mehr spür- als sichtbar, wenn unsere Software ein Bedürfnis nach Atemschutzmasken weckt, was dadurch für eine harmonisierende Vielfalt der offenen Kasteiungen erreicht und sichtbar würde –

Mann: Na, das hätte erstmal in Frankreich längst kommen müssen. Das Ding hat nur einen Haken –

Frau: – hängt schon an einem Haken.

Mann: Leider ist die echte Hirn-, also Hardware-Amputation technisch noch nicht möglich. Da draußen müssen sie noch mit Opposition und Putsch usw. leben, da gibts noch keine Einsicht in die  Notwendigkeiten – was meinst du mit »an einem Haken«?

Frau: An einem Haken der Garderobe, wo man in bestimmten surrealistischen Theatern sein Hirn abgeben kann.

 

Written by monologe

3. August 2017 at 4:21 pm

Rentenanpassung

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Die Ost-Rente wird, so die Verkündigung, der West-Rente angepasst, von 94,1 % auf 100%. Die Differenz beträgt also noch 5,9 %, und diese zu tilgen soll „2018 beginnen und 2025 abgeschlossen“ – nein, nicht abgeschlossen sein, sondern „werden“ – was sagen will: wenn nichts dazwischenkommt.

Aber was sollte dazwischenkommen?

Freilich, Schlaganfall, Herzinfarkt – Gefahren für die Rentner durch zu schnelle Anpassung werden durch allmähliche, altersgerechte Anpassungsfristen weitestgehend minimiert.
Ost- und West-Rentner haben nunmehr zunächst zwei Jahre, sich an den Gedanken zu gewöhnen bzw. der Vorfreude, hierauf nochmals sieben Jahre, um es in kleinen Dosen zu genießen bis zum Abschluss.
Es handelt sich schließlich um „die Menschen“, nicht um Politiker, Banker, Manager, die mit von heute auf morgen mehr Geld und sogar viel mehr Geld, selbst rückwirkend mehr, cool und wie selbstverständlich umzugehen gewöhnt sind.

Der Ost-Rentner mit bisher 3000 Euro würde bei spontaner Anpassung immerhin knapp 180 Euro Rente mehr bekommen!
Eine solche Steigerung muss schonend vonstatten gehen, sodass diese Rentner, die so lange warten mussten, nun auch lange Freude an der Anpassung haben, ehe sie ab 2018 bis 2025 dann auch schön etwas merken (werden).
Sie müssen ja außerdem damit zurechtkommen, dass sich, wenn nichts dazwischenkommt, während der insgesamt neun (9) Jahre Anpassung zusätzlich noch Aufgeld in Form von Inflationsausgleich niederschlagen wird.
Wer allerdings mit seiner Rente schon jetzt nicht auskommt, bei dem wird sich nichts weiter ändern, als dass er ab 2025 mit 100% derselben Rente nicht auskommen wird, mit der seine Brüder und Schwestern im Westen auch nicht auskommen. Altersarm wird man nicht mehr 94,1%, sondern 100% sein.
Das kann man jetzt schon sagen.

Indessen möchte man allen Rentnern Ost sehr an Herz legen, mit ihren Gefühlen von Beglückung über Dankbarkeit, Zufriedenheit und Genugtuung nicht bis zum erstenmal mehr Geld oder gar bis 2025 warten zu wollen, womöglich bis zum persönlichen Sanktnimmerleinstag, sondern diese Gefühle, die positive Stimmung aus Gründen der Lebensqualität tatsächlich schon jetzt zuzulassen und mitzunehmen – genauso wie der Einzelhandel es uns allen ermöglicht, ab August weihnachtliche und ab eine Woche nach Silvester österliche Gefühle zuzulassen.

All das ist nicht populistisch. Es sind keine „einfachen“ Lösungen.
Populisten würden die Anpassung der Termine von Weihnachten und Ostern auf ein und denselben Tag ankündigen, an dem man sie wählen kann.

Written by monologe

26. November 2016 at 9:32 am

Kachelmann

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Der Rechtsstreit, den der als vermutlich unschuldig freigesprochene Kachelmann gegen die BILD-Zeitung anstrengt über die Höhe einer Entschädigung wegen gerichtlich festgestellter Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte durch die BILD-Zeitung, geht, wie man hört, in die Revision.
Zugesprochen wurden ihm 635 000 Euro, Kachelmann jedoch will 950 000 Euro, und die BILD-Zeitung will nicht zahlen. Und das sieht man am Wetter.

Wie die Kanzlerin und das Wahre, die Ölindustrie und die Enegieriesen, die Wohnungsvermieter und die Preisentwickler meint auch die BILD-Zeitung, wir schaffen das? Wir halten dieses Sauwetter noch eine kleine Weile, also nur vielleicht höchstens noch den Sommer über aus?

Alles Maß und jede Bindung scheint zum Schicksal modernisiert und deren Bestimmung Gott zugeeignet worden zu sein; der Mensch mag denken, was er will, Gott lenkt und trägt die Verantwortung – wenn mit einer ebenso unauffälligen wie farblosen Revolution die Freiheit der Kraftstoffpreise von jeder Bindung erkämpft worden und vieles andere von Bindung, Maß und Halt plötzlich frei, losgelassen oder losgkommen ist, sollte allein das Wetter noch an Jahreszeiten gebunden, die Temperatur ihm noch ein Maß geblieben sein?

Kachelmann war ARD- Wetter-Frosch, wurde im Zuge des Vorwurfes, eine Vergewaltigung begangen zu haben, entlassen – nach seinem Freispruch rehabilitiert und wieder eingestellt? Nein.
Woran fühlt die ARD sich gebunden? Woran eigentlich fühlen die öffentlich-rechtlichen Anstalten sich leichthin so streng gebunden wie die Bürger an die Pflicht, Rundfunkgebühren zu zahlen, diese Frage steht ohnehin.
Kachelmann moderierte eine Talk-Show – auch hier weg mit ihm und kein Pardon. Es bleibt eben immer etwas hängen.
Die BILD-Zeitung, die niemand liest, hat Kachelmann durch einen Dreck gezogen, der, wie sich herausstellte, der ihre war. Sie hat dessen Persönlichkeitsrechte derart missachtet, dass ihm nicht nur Freispruch, sondern auch Anspruch auf Entschädigung zuerkannt werden musste.
Woran fühlte sich die BILD-Zeitung gebunden, was war ihr Maß?
Hätte sie sich nicht an ein Maß gebunden fühlen müssen, dessen Einhaltung zumindest sichert, dass nach einem Freispruch Kachelmanns, dem sie einen Respekt nicht mehr erweisen zu müssen glaubte, weil er der Vergewaltigung angeklagt war, nicht sie selbst verurteilt wird – nicht wegen Vergewaltigung, doch näher dran an jener Schande, die sie als ihr gefundenes Fressen verkauft hat.
Kachelmann hat das Höchstmaß dessen bekommen, was das Gesetz bei Unschuldsvermutung vorsieht: Freispruch, BILD wurde verurteilt. Freilich, nun wird niemand sie mehr lesen –

Wird es Frühling? Immerhin seit dem Tag, an dem Kachelmanns Revision verhandelt wurde, vorigen Donnerstag. Das spricht für Optimismus.
Gewiss hat das Göttliche, dem allgemeinen Trend folgend, das Wetter aus Diktatur und Abhängigkeit in die Freiheit entlassen, womöglich nach Sturz, wer wird es genau wissen, und so hat es sich Kachelmann angeschlossen. Gern ließ es sich von ihm voraussagen, erklären, deuten, besonders im Öffentlich-Rechtlichen.
Was Deutung und Erklärung der Großwetterlage betrifft, ist das Öffentlich-Rechtliche eine Heimstatt. Niemand ist so frei wie sie, zu erklären Freiheit, Demokratie, Rechte, gelegentlich auch Linke, und für die Erklärung dessen, was gerade geschieht, hält es Heerscharen Experten. Ebenso hält es sie an, vorauszusagen, was geschehen könnte, wenn usw., wie ja auch der Wetterhahn durch Krähen auf dem Mist kompetent darüber informiert, dass das Wetter sich ändert, oder es bleibt, wie´s ist.
Das Öffentlich-Rechtliche hat gern Freiheit in gesicherten Verhältnissen, wie das Wetter auch. Der Alternativlosigkeit hängt es genauso an wie das Wetter, für das und zu dem es ohne jeden Zweifel keine Alternative gibt.
Alles aber muss sich an etwas halten, selbst die Realität.
Das Öffentlich Rechtliche hat beschlossen, sich an die Kanzlerin zu halten, das Wetter hat beschlossen, ich halte mich an Kachelmann. Auch das in Treue fest, zumindest solange – nunja, die BILD-Zeitung soll zahlen, was sie verdient hat!
Denn so leer vom Kachelmann die Kass, wird der Maien kalt und nass,
soll der Sommer uns versöhnen, will das Wetter, BILD muss löhnen,
und den Alpen wieviel Schnee? – schau Kachelmann ins Portmonee!

 

Am Brunnen vor dem Tore

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Das „Deutschlandradio“ lieferte gestern Morgen einen interessanten Bericht aus Dresden.

„Deutschlandradio“-Redakteur und ein Dresdner machen Interview.
Man saß vor einem Café.
Redakteur berichtet, der Interviewte halte einen zornigen Blick gegen einen Trinkbrunnen, dessen dünner Strahl ein aufsteigender sei, dem Durstigen direkt in den Mund, so er ihn hinhalte. Ein munterer Strahl also, im Schlaraffenland, wo auch gebratene Tauben direkt in die Münder fliegen, absolut nicht ungewöhnlich. Da fließen ja auch Milch (Milsch) und Honig (Honisch).

Im Märchen wird allerdings nichts drüber gesagt, was mit den gebratenen Tauben, der Milch, dem Honig geschieht, für die kein Mund sich geöffnet hat, kein Becher to-go hingehalten wurde, was also vorbeigeflogen und abgeflossen ist.

Von der Dresdner Quelle nun berichtet der Redakteur, dass ihr Wasser, wenn niemand trinke, zur Erde niedersprudelt und dort versickert.

Es geschieht nun öfter, berichtet der Redakteur, dass junge Schwarze, Flüchtlinge, sich um diesen Brunnen sammeln, um ihn zu betrachten.
Momentan sehe er selbst einen Schwarzen schüchtern einem kurz gekleideten Mädchen nachschauen, bevor auch er, wie andere Herumstehende, fasziniert den Brunnen betrachtet –
Deswegen nun der „zornige Blick“ des interviewten Dresdners.
Der spricht. Er hat eine jugendliche Stimme. Er ist eifrig.
Dass man Trinkwasser hier einfach versickern lasse, so ungefähr sagt er, das sei eine Unverschämtheit gegenüber den Flüchtlingen, deren Kinder verdurstet seien, die aus Ländern kommen, wo die Kinder verdursten.
Trinkwasser, das sei ein essenzielles Gut, essenziell für die Menschheit, und hier ließe man es einfach in den Boden laufen. Es wäre doch einfach, so meint er, den Brunnen mit einem Knopf zu versehen zur Bedienung, dass nur Wasser flösse, wenn jemand trinken wolle.
Und er sagt, man solle aus Respekt für die Flüchtlinge sich angemessen kleiden.

Er spricht von einem Netzwerk, zählt auf, wer dazugehöre, Institutionen, Vereine, Kirche, Bürger. Man wolle sich jedoch nicht nur Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Nazis, PEGIDA usw. entgegenstellen, nicht nur demonstrieren, sondern, sagt er, etwas tun.

Wie man sieht, wenn Not am Mann, finden sich abgelegte deutsche Werte und Tugenden, sauber und trocken gehalten, mit denen die erste Not sich lindern und die schlimmste Blöße sich bedecken lässt.

Written by monologe

6. September 2015 at 10:03 am

Aphorismus – 48

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Heute ist einfach alles Kunst, besonders, wenn es keine ist, sie zu machen. Es ist darum ebenso gut möglich wie unmöglich geworden, keine zu machen.

Written by monologe

22. November 2014 at 10:36 am

Neues von der Rentenpolitik

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Wie heute gemeldet wird, hat eine Enquet-Kommission des Deutschen Bundestages beschlossen, der Bundesregierung zu empfehlen, die Rentenansprüche der Abgeordneten/Minister im Falle ihres Todes auf deren Kinder zu übertragen und ihnen 68% der Abgeordneten-/Ministerrente als Ausgleichsleistung über eine Dauer von mindestens 20 Jahren fortzuzahlen.

Zur Begründung wird die außergewöhnliche Belastung der Abgeordneten/Minister angeführt. Deren Arbeitstage hätten nicht selten eine Länge von 16 bis 18 Stunden, heißt es, sodass vor allem für die Kinder der Abgeordneten/MInister erhebliche Nachteile und Defizite entstünden.
Ohne dass die Kinder der Abgeordneten/MInister diese Nachteile und Defizite sowohl zu ertragen als auch zu kompensieren hätten, sei die Ausübung einer Abgeordneten-/Ministertätigkeit nicht möglich, daher habe man über einen entsprechenden Ausgleich nachzudenken gehabt.

Man habe gefunden, dass die Kinder von Abgeordneten/Ministern durch erbrachte Verzichts- und Kompensationsleistungen eine vollzeitliche Abgeordneten-/Ministertätigkeit ihres Elternteils/ihrer Eltern  erst ermöglicht  haben.
Somit gebühre Kindern von Abgeordneten/Ministern ein maßvoller Anteil an den zu ihren Lasten in Folge Abgeordneten-/Ministertätigkeit erworbenen Ansprüchen ihrer Eltern.

Written by monologe

1. April 2014 at 8:21 am

Gutes aus Lübeck

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Übernommen von der „Lübecker Desillustrierten“.

„Nur heute: 1000 Euro zu gewinnen!

Keine Frage, die von den Lübecker Banken in seltener und darum umso schönerer Einigkeit initiierte (nur) heutige Aktion 1000+ wird ein voller Erfolg werden!
Die Aktion bietet für jeden, der heute über einen Geldautomaten in einer beliebigen Lübecker Bankfiliale 1000 Euro abhebt, die Chance, 1000 Euro extra und draufgezahlt zu bekommen.
Ein Zufallsgenerator wählt von allen Konten, von denen der Betrag von 1000 Euro abgebucht wurde, das aus, das gewinnt.

Dem gerüchtekommunikativen Vernehmen nach wurde die Aktion von der Lübecker Kultursenatorin Annette Borns und den Sozialverbänden wegen sozialer Unausgewogenheit aber offenbar heftig kritisiert.
Der für eine Beteiligung abzuhebende Betrag sei viel zu hoch angesetzt, auch wenn man einräumen müsse, dass Bedürftigen der Gewinn auf die Sozialleistungen angerechnet würde; nicht jeder, der eine solche Summe auf dem Konto habe, sei zu Ostern daheim, und es bestehe ohnehin der Verdacht, dass die Banken darauf spekulierten, die ausgelobte Summe über in Anspruch genommene Überziehungszinsen leicht wieder herein zu bekommen.
Solche Anreize und Versuchungen, denen man kaum widerstehen könne, wären nicht nur besonders unsozial, sondern, wenn man nicht gewinne, an Zynismus kaum mehr zu überbieten.

Ob die Banken diese Vorwürfe wie zu erwarten mit Hinweis etwa auf die aktuelle Benzinpreisentwicklung zum christlichen Osterfest einhellig als weitaus ungerechter und im Hinblick auf Steuerentwicklung, Mautpläne, Restaurantpreise, Telefon- und Rundfunkgebühren unbegründet zurückgewiesen haben, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Redaktionsschluss war heute, Ostermontag-Morgen, um 8 Uhr.“

Written by monologe

1. April 2013 at 9:56 am