MonoLoge

Posts Tagged ‘Geschichte

Deutsche Einheit

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Zu Hause nimmer
Fremder immer
ein Dasein nur
kein Leben
Man
kann nicht mehr zurück
von drüben
Was geblieben
verrann
in der Todeszone
Es tickt die Uhr
sie trägt die Krone.

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Written by monologe

3. Oktober 2015 at 8:16 am

Man soll sie nicht reizen…

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Mord und Totschlag waren in der Geschichte, speziell der deutschen, oft Anlass dafür, die Meinungsfreiheit, Freiheiten allgemein, in Frage zu stellen, abzuschaffen, und haben sich nachher stets umso konsequenter kreativ entfaltet und betätigt bis hin zur Erfindung der Schutzhaft.

Written by monologe

17. September 2012 at 11:57 am

Der Fall Pezzoni

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WELT ONLINE:
„Der 1. FC Köln kapituliert vor der Bedrohung. Weil die eigenen Anhänger den Kölner Profi Kevin Pezzoni bedroht haben, löste der seinen Vertrag auf. Dass der Verein dem zustimmte, ist ein fatales Signal an die gewaltbereiten Chaoten.“
Es käme vor, so WELT ONLINE weiter,
dass Fans einen Spieler scharf kritisieren, ihn auspfeifen oder zum Sündenbock für Niederlagen machen. Das ist Usus im Profi-Fußball, ob es so sein muss, darüber lässt sich streiten. Sicher ist aber: Wenn Fans einem Spieler abseits des Vereinsgeländes auflauern, ihn bepöbeln, bedrohen und sein Auto beschmieren, ist die Grenze des Erträglichen weit überschritten. Kevin Pezzoni, einem gerade mal 23 Jahren alten Fußballer, ist das passiert.“– ach, und sonst wäre das hierzulande niemandem noch je widerfahren und nirgends geschehen?
Es kommt aber eine Überraschung: Die Grenze des Erträglichen ist überschritten“, für wen, das bleibt unklar, denn: Es ist nicht bekannt, ob und wie sehr die Kölner Bosse in Gesprächen mit dem Spieler versucht haben, diesen Schritt zu verhindern. Es hätte jedenfalls nie dazu kommen dürfen. Der Klub hätte eine Pressekonferenz einberufen können und sich klipp und klar zu Pezzoni bekennen können. Er hätte einen Sicherheitsdienst damit beauftragen können, den Spieler zu schützen. Er hätte beim Spiel am Freitag gegen Cottbus über die Lautsprecheranlage dazu aufrufen können, die Täter ausfindig zu machen. Er hätte dem Spieler das Gefühl geben können, nein müssen: Wir stehen hinter dir und kämpfen für dich. Nichts davon ist geschehen.“, kurz und gut mit einem Wort: keine Zivilcourage.
Doch die Frage ist nun einmal nahegelegt: „Warum kämpfte der Verein nicht um ihn?“ – gute FrageAber in diesen schnellebigen Zeiten schon rein akademisch, denn:Pezzoni ist kein Spieler des 1. FC Köln mehr, die Täter haben erreicht, was sie wollten. Der Verein hat vor seinen eigenen Fans kapituliert, was nicht nur skandalös ist, sondern auch eine fatale Signalwirkung für andere Chaoten hat, von denen es im Umfeld des FC – das hat die vergangene Saison gezeigt – sehr viele gibt. Wer mit Gewalt versucht, seine Ziele zu erreichen, wird belohnt. Das ist das unbegreifliche Ergebnis der anfangs noch vernünftig geführten Diskussion um den Nutzen von Kevin Pezzoni für den 1. FC Köln.“

Kurzum, demnach ist auch die Integration Pezzonis gescheitert. Doch im Gegensatz zum Fall jenes Rabbiners, der am hellichten Berliner Tag und auf offener Hauptstadtstraße „zusammengeschlagen“ und dessen 6-jährige Tochter mit dem Tode bedroht wurde – die Täter entkamen ganz offenbar unerkannt –, der also nur darauf hinweist, dass die Integration der Juden schwieriger ist als gedacht und künftig vielleicht vollends scheitern könnte, hat im Fall Pezzonis „der Verein“ das Scheitern seiner Integration gewissermaßen bereits als realistisch und unvermeidlich angesehen und zeitnah abgeschlossen.
Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, nicht?

Aphorismus – 32

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Es wundert einen im Nachhinein doch immer wieder sehr, wie wenig Fantasielosigkeit jeweils notwendig gewesen wäre, sich die Zukunft vorzustellen.

Faz-it

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Der Herr Wulff wird nicht rot werden vor Scham, der Herr Gysi sich gewiss nicht schwarz ärgern darüber, dass der Verfassungsschutz ihn beobachtet, während der Verfassungsschutz sich über die aktivsten der braunen Totmacher im Land und der Perspektiven nach Ende mit lustigem HipHop weder graue Haare noch graue Zellen wachsen lassen muss, da es im Ernstfall ihres Versagens die Frau Schröder in die Hände nimmt; und die türkische Regierung räumt etwas auf diesem Hundsplaneten zwischen 1915 und 1917 als kriegerische Handlung Gerechtfertigtes  (SPIEGEL-online: „Massentötung von Armeniern“) ein, bestreitet darum selbstverständlich entrüstet, dass es ein Genozid an den Armeniern gewesen, als wollte sie es selber nicht gewesen sein.
Ein Augenzeuge: abgehackte Kinderhände lagen neben dem Gleis dicht an dicht wie Straßenpflaster.

Einen Tag nach dem 23. Januar 2012 soll dieser Kinder und deren Unschuld gedacht sein.

Der weiße Junge ging nur mit

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Es gibt doch noch Realität in dieser surrealen Welt!
Ich sah am Freitag zwei etwa Zehnjährige Jungs, einer schwarz, einer weiß; sie gingen an einem Schaufenster vorüber, einem im Raum dahinter arbeitenden älteren Herrn den erlernten Lehrer-Zeigefinger vorschwenkend und „Du bist Deutscher, du bist Deutscher…“-Singsang singend der schwarze.
Der weiße Junge ging nur mit.

Sonntag Morgen, noch bevor die Kirchenglocken läuteten, fragte ein afrikanisches Mädchen über einen Regional-Radio-Kanal Schüler in Deutschland, ob diese wüssten, was deutsche Kolonialisten Afrikanern und Afrika einst angetan hätten und wollte wissen warum.
Ein Schüler antwortete, wenn er einen Bestimmten, dessen Namen er nannte, heute treffen würde, würde er ihn umbringen.

 

Aphorismus

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Stuttgart 21 –  wird in 70 Jahren vielleicht als ein letzter Sieg der Domokratie gelten; nicht, weil ein Bahnhof verhindert worden wäre, sondern weil die Straße Demonstranten und Polizei sich noch einmal so frei bewegen ließ.