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FDP oder Der Kleine Klaus hälts nicht mehr aus

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Neben den Straßen an Bäume, Büsche, Maste, Stangen auf die Schnelle mit Draht angerödelt, angenötigt drei, vier übereinander: Wahlplakate.
Man sollte sich entweder nicht drum scheren oder sie genauer anschauen, auch das lohnt sich.

Eines der FDP, was, gemäß Plakat Baaschs »Mehr Gerechtigkeit für alle« über ihm, gerechterweise ausgeschrieben FriedeDenPalästen heißen müsste.
Diese Partei hat Aufwinde und bereits sogenannte Koalitionsaussagen getroffen. Das ist so, als ob der kleine Klaus ruft »Hüh, alle meine Pferde!« und erklärt, dass er sich auch den großen Klaus schonmal aussucht, dessen Pferde gut genug wären, vor seinen Pflug zu gehen.
Das Großspurige macht den Wählern stets Eindruck; wenn es schon bergab geht – pardon, bergauf, dann imponiert ihnen der SUV und Mehr Gerechtigkeit für alle – und warum nicht wie besoffen?

So wird es wohl geschehen und wahrscheinlich sein, dass dem Wahlvolk gemäß dem »Hessischen Landboten« entsprochen werden wird, wo es heißt »Friede den Hütten, Krieg den Palästen«, nur umgekehrt. Man muss es einsehen, was leicht fällt, denn nie ging es uns – pardon, Deutschland so gut wie heute.
Noch leichter geht das alles, seit man gefunden hat, dass die Neanderthaler auch schon genauso intelligent waren wie wir heute. Früher hat man sie für primitiv gehalten, aber nun – es ist nur eine Frage der Zeit gewesen.
Man hat vor Wahlen so Ahnungen – aber was Ahnungen angeht, da war der Neanderthaler uns sehr weit voraus.
Bei unsereinem reichts nur und geradeso zu der Ahnung, dass wir, im Gegensatz zum Neanderthaler, auch in ein paar Jahren nicht klüger sein werden. Und sprachlich, lieber Gott – doch dazu später.

Jedenfalls stammt der Mensch von Adam und Eva ab und der Beginn eines herrlichen darwinistischen Frühlings liegt vor uns –
Die großen Parteien scheinen das zu wissen, sie lassen riesige Wahlplakate aufstellen in der offenbaren Gewissheit, dass die »Menschen« die/den auf den größten Wahlplakaten wählen werden, die Stärksten selbstverständlich, die Vertreter ihrer selbst, ihre Identitäten, und das ist gewiss ein Anfang.
Frau Kanzlerin hält sich persönlich noch zurück, bis die Sorge um Schwäche aufkommt, dann wird genug Urvertrauen da sein, aus dem nur sie aufsteigen kann.
Wie sie z. B. neulich meinte, nicht die Arbeitslosigkeit besser ausstatten, sondern Arbeitsplätze schaffen. Die Altersarmen hat sie da nicht vergessen, die Ursachen hierfür – siehe Arbeitsplätze.
Da kann man doch staunen.
Wo es gar keine Ausstattung von Arbeitslosigkeit, kaum Renten, aber Niedriglöhne zu verdienen gibt, vorzugsweise in Deutschland, da ist bekanntlich das Problem der Arbeitslosigkeit behoben.
Vielleicht kann Deutschland Vorreiter sein in der EU, indem es die behebenden Lösungen für Arbeitslosigkeit, Armut und Faulheit mittels Modernisierung des Sozialstaates auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, den man Bulgarien nennen könnte, vorexerziert?
Freiheit, Gleichheit! Durch etliche Legislaturen schon fühlt besonders die FDP den Phantomschmerz in den amputierten Kompetenzen.

Nun, wie gesagt, es hängt von der FDP neben anderen eine gute Anzahl eines bestimmten Wahlplakates in der norddeutschen Tiefebene und lübeckischen Weltoffenheit herum, das nähere Betrachtung verdient.
Auf den ersten Blick bietet es eine willkommene Abwechslung zu jenem tumplumpen »Mehr Gerechtigkeit für alle« von und mit Baasch und seines Leibes Omen kraft SPD, indem das Plakat der FDP nicht viel mehr als Kopf und Hals des Abgeordneten Kubicki in insgesamt madonnenhafter halbprofilierten Nach- nein, Vordenkerpose zeigt, darüber geschrie – nein, gedruckt steht ”Wollen reicht nicht. Man muss es auch können.«
Die Mühe hat sich gelohnt, sauber ist es nun ausgedrückt.
Für gewöhnlich gehört Exkrement mit der Tüte aus dem Spender aufgenommen und entsorgt. Hier handelt es sich aber um die Power des Wollens aus dem Innern einer Partei, die »es« in einer druckvollen Verfassung vor der nächsten Wahl zumindest visionär auf den Punkt bringen muss.
Der Mops ist geradezu aufgeblasen damit, in die Küche zu wollen. Doch muss man es auch können.
Da weiß die FDP als bewundernswürdige Realistin, dass sie noch nicht weiß, was sie können muss, wenn sie könnte. Je nach Koalition.
Sie ist sich immerhin sehr bewusst, dass das Wollen all die Zeit bis jetzt nicht gereicht hat.

Man kann davon ausgehen, dass der Neanderthaler gute Gründe hatte, auf sowas gar nicht erst zu kommen, und wahrscheinlich deshalb, weil er ein ganz anderer Typus war.
Der Neanderthaler musste 1. über »Wollen reicht nicht« zwar gar nicht nachdenken, wusste hingegen 2., dass, wenn man schreibt »Wollen reicht nicht. Man muss es auch können«, sich dieses »es« nur auf das Wollen beziehen kann, somit nichts anderes bedeutet, als dass man das Wollen können muss.
Wäre der Neanderthaler auf sowas gekommen, hätte er es sich vermutlich verkniffen oder in Höhlenmalerei ausgedrückt, aber es ist genau das, was die FDP in aller Ehrlich- und Aufrichtigkeit sagen will – und kann:
Können zu wollen.

Written by monologe

7. April 2017 at 11:59 am

Westerwetter

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Außenminister Westerwelle hat verkündet, er habe nichts dagegen, wenn sich Syriens Staatspräsident Assad in ein Land absetzte, in dem er unbehelligt bliebe, wenn dadurch der Bürgerkrieg in Syrien beendet würde, es sei aber besser, er würde vor das Genfer Tribunal gebracht.

Ein Wetterbericht solcher Art sähe ungefahr so aus: wir hätten nichts gegen Regen am Wochenende, wenn es den Bauern nützt, besser aber wäre schönes Wetter.

Bräuchte man dazu aber einen Deutschen Wetterdienst?

Der neue Uhlenspiegel

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Datenverkauf. Du weißt, du hast es schon in der Schule gelernt, dass du längst nicht mehr fragen sollst, was der Staat für dich tun kann, du solltest vielmehr wissen, was er tun könnte, denn du sollst ihm sagen, was er nicht tun soll. Es geht schon um dein Persönlichkeitsrecht (nur im Urheberrecht ist es vorläufig noch unveräußerlich; SchwarzGelb will jedoch offenbar beweisen, dass es nicht nur Grüne, sondern auch Piraten kann).

Es scheint, als bestünde nicht nur während des Fußballspiels Deutschland gegen Italien im Jahre der Herrin 2012 die Hoffnung, dass du schon zu dumm, und wenn nicht zu dumm, dann sicher zu cool, und wenn nicht zu cool, dann zu faul, und wenn nicht zu faul, dann zu unsicher bist, zu glauben, dass eine Gefahr bestehe oder dass es gilt, sich ernstlich zu sorgen. Was das ist?
Du kannst mit deinen Freunden auf Facebook darüber sprechen.

CSU-Politiker Uhl hat von einer „hysterischen“ Debatte gesprochen und tatsächlich ist zu hoffen, dass sich dadurch niemand aus der Hysterie werde bringen lassen.

Uhl hat außerdem gefordert, man möge ihm doch sagen, woher die Meldestellen das Personal nehmen wollten, um das Einverständnis jedes einzelnen Bürgers damit, dass seine „Daten“ an wen auch immer verkauft werden, einzuholen.
Dazu ist zu sagen, dass der Abgeordnete Uhl sich darüber keine Sorgen machen muss, denn es lohnt sich nicht, nach dem Einverständnis zu fragen, so gering sind die Chancen, es zu erhalten.

Jemand, der allen Ernstes behauptet, die Möglichkeit, zwangserhobene „Daten“ der Bürger ohne deren Erlaubnis frei verkaufen zu dürfen, diene lediglich dazu, den Verwaltungsaufwand gering zu halten, wäre intellektuell eines Abgeordnetenmandates nicht würdig.
Da das Kind aber nun schon in den Bundestag gefallen ist, statt mit der Bürgerbefragung anzufangen, sollte es wenigsten hundertmal abschreiben müssen:
Auch wenn man den Bürger nicht fragen will, muss man den Bürger fragen, ob er nicht gefragt werden will.

Sollte der Abgeordete Uhl alsdann die Zeiten noch erleben, in denen die von ihm geistig und sittlich geformten Kindelein und Jungpolitiker ans Ruder gekommen sein werden, und sollten diese dazu neigen, vollends demente Großmütter/inkontinente Großväter verkaufen zu wollen, so lässt sich immmerhin vorhersagen, welche Frage im Falle des Widerstandes und hysterischer Reaktionen von Angehörigen und Menschenrechtsorganisationen gegen den Verkauf von Großmüttern/Großvätern gestellt würde, nämlich woher das Personal kommen soll, sie zu pflegen.

Im Schlaraffenland müssen nämlich nicht nur die Hähnchen von selbst gebraten sein, die ins Maul fliegen, sondern auch des dümmsten Bauern größte Kartoffeln sich von selbst geerntet haben, damit der GourmetSchlaraffenKoch sie in die AutomaticPfanne hauen kann.

Credo (da das Leben hart sein muss, weil wir nicht im Schlaraffenland leben): Man muss es nur schaffen, die Pflicht nicht mehr erfüllen zu können, dann kann man das Recht schaffen, sie nicht mehr erfüllen zu müssen.

Röttgen

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hat nichts riskiert und alles verloren.

Es sah so aus, als hätte der Mann sich alle Möglichkeiten offen, sämtliche Stühle warm halten wollen. Als ob er nichts verkehrt machen konnte, ohne etwas richtig machen zu können oder zu wollen, ist er offenbar in eine leicht zu erkennende Zwickmühle geraten und hat „die Dame“ verloren.
Wo die „Dame“ zu haben in Berlin bekanntlich alternativlos ist.

Kurz, es sieht so aus, als ob der Röttgen so dumm gewesen ist, unklug zu entscheiden und danach zu handeln.

Die Möglichkeit, jene „Dame“, auch „Mutti“ genannt, habe ihn zur Himmelfahrt in den NRW-Wahlkampf kommandiert, ihm die „persönlichen Entscheidungen“, also die, was er wolle und wohin, allerdings selbst überlassen, liegt so nahe wie auf der Hand.

„Du stellst Dich für uns zur Wahl.“
„Ich? Wieso denn ich? Ich bin doch Umweltminister!“
„Weiß ich. Was ich nicht weiß: haben wir einen Bessern? Da warte ich auf Vorschläge. Ich kann ja wohl schlecht antreten.“
„Ja, nein, aber – na und dann? Ich meine, wenn – ich meine, falls ich da gewinne – was soll das denn dann werden ?“
„Dann werde ich dir sehr dankbar sein und du wirst Ministerpräsident in NRW.“
„Das kann ich gegen die Kraft doch erstens niemals schaffen! Zweitens müsste ich ja, um überhaupt ernst genommen zu werden, müsste ich mich ja vorher ganz eindeutig dafür entscheiden, also am Standort Ministerpräsident werden und sein zu wollen – gegen mich selbst und mich und wieder mich als Umweltminister?! Ich, ich meine, Verehrte, normal kann ein, ein amtierender Umweltminister doch auf so eine Idee nie kommen -“
„Da wirst du dich wundern. Gut. Dann sag ich mal, es ist alternativlos.“
„Achso.“
„Das einzige, was du überlegen musst, ist die Strategie. Da red ich nicht rein. Dafür steh ich auch nicht grade.“
„Na toll.“
„Ende.“

Und als Röttgen nach dem unklugen Handeln wieder etwas zu entscheiden hatte, nämlich zurückzutreten, hat er sich dafür entschieden, klüger zu werden, wenn auch hinterher dümmer dazustehen, sich also entlassen zu lassen, statt zurückzutreten und siehe, es war keine Alternative.
Nun ist er Vorgänger.

Jetzt ist ein gewisser Altmaier derjenige, der nach der Pfeife Röttgen den Umwelt-kann-kann tanzt.

Er hat keine große Ahnung, der Altmaier, hört man.
Und das hätte der Röttgen auch wissen können – und wenn nicht können, dann müssen -, dass es nicht immer um Fachkompetenz geht wie bei zu Guttenberg, als „Mutti“ gegen die ebenso naheliegenden wie -gelegten Forderungen nach dessen Entlassung einwandte, sie habe keinen Doktoranden eingestellt, sondern einen Verteidigungsminister oder so ähnlich.
Es geht um Eignung: weniger Qualifizierte werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

„Wie Kohl“, kann man bei WELT ONLINE lesen, „so ist auch Altmaier ein begeisterter Pasta- und Tortenverzehrer. Wie Kohl kommt er dennoch mit wenig Schlaf aus.“
Dass dieser Altmaier „dennoch“ mit wenig Schlaf auskommt, hat weniger damit zu tun, dass der gemeine Mensch nach begeistertem Pasta- und Torten-Verzehr etwa zwangsläufig mit mehr Schlaf auskommen muss, sondern damit, dass nur ein nichtbegeisterter Rauchverzehrer gar keinen Schlaf braucht.

Hat man je so einen Umweltminister gesehen (im Gegesatz zum Trittin, von dem noch nie gehört zu haben heute manch einer mit Recht behaupten kann) mit so wenig Vorschuss-Schlaf?
Strahlt er nicht die Kernkompetenz aus, mit Ganzkörpereinsatz Notre Dame die Glocken zu läuten und bei Gefahr für seine Esmeralda den occupylustigen Flashmob von oben mit heißem Blei zu begießen „Chönesch Blei, heichesch Blei!“ und den Verbrannten unten herkulinische Hörner-, Viktory- und Stinkefinger hinab zu zeigen?

Wäre er in Sandstein gehauen dort nicht auch ein würdiger Wasserspeier, den sauren Regen abzuleiten ein wenig entfernt von der Wand der heiligen Halle, zur Not auch einen nutzlosen Blitz?

Das ist ein Anderer als Röttgen, der wie ein Ordonnanz-Offizier wirkt, zu dem eine schicksalhafte Carmen passt.

Zu dem für Röttgen fiktiven, ultimativen Gespräch mit „Mutti“ gibt es jedoch eine Alternative.

„Du hast versagt, versagt und bitter enttäuscht.“
„Es war ja unvermeidlich.“
„Aha. Und nun? Glaubst du, wer so unvermeidlich nicht Ministerpräsident werden kann, der kann genauso unvermeidlich weiter Umweltminister sein?“
„Genauso wie jemand durchaus Ministerpräsident werden oder bleiben könnte, der unvermeidlich nicht Umweltminister werden kann.“
„Nicht frech werden, ja! Und ich sage: bis morgen hast du Zeit zurückzutreten.“
„Wieso?!“
„Willst du die Enegie-Wende?“
„Selbstverständlich!“
„Immer noch und weiter konsequent mit allen Konsequenzen?“
„Aber selbstverständlich!“
„Schwächling. Wie gesagt, du hast Zeit bis morgen!“

Nach den Gesetzen einer verkehrten Welt, in der ein Westerwelle Außenminister, ein Rösler Parteivorsitzender und Wirtschaftsminister, die FDP vom Rösler bis zum Bahr fünf Minister stellt, in NRW 7% kriegt, „Muttis“ Lieblingskind ist, wo das Delirium, dem all dies zu Wahl gestellt ist, Autos baut und vor der Tankstelle das Tremens bekommt, da ist es beinahe selbstverständlich, dass ein Röttgen ausgestoßen wird, ja, logisch und ehrenhaft.

„Mutti“ will, nur die Arbeit nicht, alles allein machen.

Man wird sehn, ob Röttgen einst als Graf von Monte Christo wiederkehrt oder – wer noch?

Wahl-Spot

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1. FDP aktuell

Wer die FDP wählen möchte, sollte vor- wie nachhaltig irgendwo drinbehalten haben, dass die FDP auch den Außenminister Westerwelle noch enthält.

Er ist nicht weg, sondern als Minister in die Deutsche Weltpolitik eingetreten. Damit diese Gestalt annimmt, gibt er dort seine Figur ab, wodurch seine Person natürlich unbedeutender geworden ist.
Nun hat er heute bekannt gegeben, dass die Somalischen Piraten auch zu Lande bzw. über Strand verfolgt werden dürfen/können und sogar müssen, weil es nämlich natürlich Unsinn sei, so Westerwelle, deren Waffen nicht zu zerstören.

Die Verfolgung ist allerdings auf 2 km landein limitiert.
Das ist wichtig, denn wenn die Somalischen Piraten auf die Idee kämen, der hiesigen Piraten-Partei beizutreten und aufgenommen würden, woran man keinen Augenblick zweifeln sollte (Verfolgte Original-Piraten?? Hände ringend!), dann müssten sie ohne diese Limitierung bis nach NRW verfolgt werden, um deren dann stärkste Waffe, den Wahlschein, zu zerfleddern.

Aber Scherz beiseite.
Unklar war wohl trotzdem, ob die Somalischen Piraten praktisch auch als Mitglieder der Piraten-Partei theoretisch 2 km frei Somalia hinein verfolgt werden dürften, deshalb hat man die Zerstörungsabsicht zielorientiert und ganz eindeutig als eine definitiv ausschließlich gegen Waffen eingerichtete ausgerichtet oder auch umgekehrt.
In der Regel siehts anders aus.
Darum ist, was Westerwelle verkündet hat, kein Beweis dafür, dass der ihm eigene Schneid nur noch als Kleiderbügel vorhanden ist wie sein Anzug das Neo-Liberale repräsentiert, wonach das Bügeleisen machen kann, was es will, nein, in der Wahlperiode zu verkünden, in der Regel ist die Hygiene deren Ursache und müsse verfolgt werden, wo sie entsteht, das wird ihn gereizt haben.

Bisher hat es immer geheißen: nicht die Knarre putzt weg, nicht die Bazuka ist geil, sondern der Mensch resp. der Pirat, wo die Unschuldsvermutung ja auch gilt und (s.o.) neuerdings auch Hin- und Rücksichten genommen werden müssen, nicht mehr so sehr auf Religion, sondern Parteimitgliedschaften am andern Ende der Welt usw.

Da hat sich also humangenerös allerhand zum Guten, Wahren und Schönen hin geändert, indem der Kampf und die Verfolgung ausschließlich den Kalashnikovs in den Piratenfäusten gilt, und (außer ein paar Balken aus heimischem Leimholz) soll sich an Somalias Stränden kein Haar krümmen.

Dem Guido war die stolze Überzeugung von der kühlen, mikrochirurgischen Präzision, mit der den Piraten die Knarren aus den Händen geknallt werden, wie es ja lächelnd einst der gute alte John Wayne auch tat, direkt mitzufühlen.

Jedoch hat man vergeblich auf ein alternativloses Angebot des Verfahrens gewartet, etwa dass einem Piraten, der z.B. einen „Blinddarm“ hätte, diesen auf Antrag innerhalb der 2 km-Zone, vom Kriegsschiffsarzt via Satellit überwacht, ebenso präzise entfernt bekommen könnte wie die letzte Patrone aus seiner Hosentasche, sodass, getreu den Vorschriften, nur Privatbesitz in Verbleib belassen bliebe.

AMin Westerwelle erwies sich auch diesmal als der präzise rechte Winkel, als Steher an einer korrekten 90°-Ecke, wo er noch immer die absolute Sicherheit ausstrahlt, dass man ihm bis auf den Schneid alles abkaufen wird.

Entwaffnend ist er noch charmant bis 2 km ins Land.
Man kann als Ego-Likedeeler auch dem entwaffnenden Privatdancer-Charme der Piraten-Partei erliegen.
Aber man kann auch der Meinung sein, dass Piraterie illegal bleiben muss, weil es sonst nix mehr iss und weil man das seinen Großvätern schuldet, die nur wegen Laufens ohne Kopf seitens des geköpften Störtebeckers, meine Herren!, an ihnen vorbei überlebt haben.

Da denken wir nicht an Westerwelle?
Und da kann man im Sinne Störtebeckers nicht die FDP wählen, auch wenn es heuer so aussieht, als sei das, worauf man sie mit chirurgischer Präzision ankreuzen/wählen wird und was man in die Urne steckt, ihr Totenschein?

Konjunktief

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Nun hat auch Arbeitgeberpräsident Hundt eingestimmt in den Chor der Steuersenkungs-Sirenen, nachdem Generalsekretär Lindner von der F.riede D.en P.alästen die Arie des Konjunktur-Papageno sang, in welcher der Refrain lautet: der kleine Mann kommt in der Konjunktur zu kurz!
Und weil das so ist, soll dem kleinen und dem mittelgroßen Mann die Last der Sozialabgaben erleichtert werden.
Hundt hat dem also Nachdruck verliehen, indem er backstage an mehr Brutto vom Netto erinnerte, und es scheint nun denn doch ernst gemeint: die Sozialabgaben möchten gesenkt werden.

Und ich sage es gern auch nochmal: gesenkt sollen werden die Sozialabgaben.

Sozialabgaben, lieber kleiner und mittlerer Mann, das sind Rentenversicherung, Krankenkassenbeiträge, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung.
Du denkst vielleicht direkt und spontan an Senkung der Kraftstoffsteuer? Oder an Lohnerhöhung denkst Du, weil Du was von Teilhabe an der Konjunktur gehört hast?
Schön, aber sind das Sozialabgaben?! Neeeeiiiiin.
Siehst Du. Können diese also auch nicht gesenkt werden, damit die Konjunktur nicht leidet. Die Konjunktur leidet übrigens nicht, weil Du nicht an ihr teil hast.
Darunter leiden höchstens bestimmte Generalsekretäre, können gar nicht mit ansehen, wie die Konjunktur brummt und der Beschäftigte bloß mehr Arbeit hat.
Da möchten sie Dich irgendwie ein bisschen daran erinnern, dass Du nicht nur die Arbeit für die machst, die immer mehr Geld verdienen, das ist selbstverständlich, und Du machst sie gern auch für Drei bis Du umfällst, sondern er möchte Dich ganz diskret darauf stoßen, dass Du ja vor allem für andere blechst, nämlich, jawohl: Sozialabgaben!
Bist Du krank? Kriegst Du Rente? Bist Du gar arbeitslos?? Neeeiiin!!
Also: Du zahlst nicht für Dich. Du zahlst, weil und damit andere krank feiern, Hängematte machen, auf Malle Lebensabend durchfeiern können.

Du hast missverstanden: Du sollst nicht an der Konjunktur beteiligt werden, sondern im Gegenteil von der Aneignung der Moral profitieren, mit der man nicht im Traum daran denkt, Dir mehr abzugeben, als unbedingt sein muss und die christlich-jüdische Nächstenliebe – ein Wert an sich – es erfordert.

Es steht also die Frage, ob ein Volk in Mitteleuropa so ungeheuerlich verkommen blöd sein wird, sich freudig die Sozialleistungen kürzen zu lassen. Als Ersatz für Kürzung von Gewinnen.

Womöglich im reichsten Land Europas.

Frei willig

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Die französische und die Bundes-Regierung fordern von den „Gläubigern“ eine freiwillige Beteiligung an den Unkosten, die die „Rettung“ Griechenlands aufwirft; die FDP verleiht dieser Forderung besonderen Nachdruck, indem sie aufstapelt, dass es ja nicht sein könne, dass der Steuerzahler die Last allein trage, und „man“ werde sich genau ansehen, wie die „Gläubiger“ sich „verhalten“.
Verhalten, ja.
Sie vergaß hinzuzufügen, dass der Steuerzahler keine Wahl hat, und keine Wahl zu haben ihm ganz unfreiwillig zu Teil und das Einstehen für die Außenstände jener „Gläubiger“ zur unfreiwilligen Teilhabe wurde.
Weder beruht also die Verwendung seiner Steuern für Griechenland auf Freiwilligkeit, noch ist er freiwillig bereit gewesen, wenigstens die Beteiligung der „Gläubiger“ als ein freiwilliges Aufbauwerk zu beschließen, wenn er selber schon unfreiwillig zahlen soll. Also nach dem Motto: Ich muss eh zahlen, also lasst`s ihn aus!
Vielleicht würde der zuständige Sachverständige des Ethikrates dem Steuerzahler auf Anfrage raten, froh zu sein, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist und er seine eigene Staatsschulden hätte bezahlen sollen.
Aber er fragt nicht.

HerrKundeGott bleibt ein guter Mann.
Er delegiert den Flop seinem flippigen Sohn , der sich zeitgemäß selber neutralisiert, der die also topmodischen Flip-flops zwischen die Zehen fädelt, sich die größte Sennheiser-Autisten-Klemme, die zu haben ist, auf die Ohren stülpt und darüber und über die Hirnschale den zugehörigen Strickpudel und so raus in den Sommer watschelt, um zu demonstrieren, dass ihm nicht nur irgendein sengender Fixstern, sondern alles am Arsch vorbeigeht – außer natürlich himself.

Was aber mit dem „gesunden Menschenverstand“ noch anfangen?
Mit dem nichts mehr anzufangen ist. Er ist politisch unkorrekt geworden, unharmonisch, unbefriedigend.
Jeder weiß, dass man krank die Krankheit viel besser versteht. Selbst betroffen weiß man zu sagen, wo es einem fehlt, erlebt selbst, was man durchmachen muss. Man findet sich damit ab, dass bittere Medizin notwendig ist.

Legen wir also freiwillig den gesunden Menschenverstand ab. Der kranke Menschenverstand muss uns aus der Misere leiten.