MonoLoge

Posts Tagged ‘Blödheit

Trump in castellum

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»Die Menschen“, erklären uns unsere Politiker, »die Menschen haben Ängste. Ängste wegen der Globalisierung und Digitalisierung« (und die Globalisierung der Digitalisierung), »die Welt wird immer komplizierter, die Menschen fürchten Veränderungen, Kontrollverlust, sehen ihre Besitzstände in Gefahr, verlieren das Vertrauen in Politik, Demokratie und Rechtsstaat; man müsse sie ›mitnehmen‹« und so weiter und so weiter.
Das mag realistisch sein; wie richtig es ist, mithin wie falsch, das erfahren die Politiker allerdings nicht in den Städten tags und nachts.
Sie beziehen ihre Realität nicht von der Wirklichkeit.
Es ist die Wirklichkeit, in der stets nur »die Menschen« von den Tatsachen eingeholt werden.

Wie kompliziert die Welt tatsächlich ist, wieviele Ängste, Verunsicherung, Vorurteile, Visionen, Feindbilder, Theorien sich durchaus »entwickeln« können, welch irrationale, hysterische Reaktionen, Psychosen, Phobien, Ausfälle, Tiraden, Furcht vor Veränderungen, vor Besitzstandsverlusten, vor »Unberechenbarkeit« möglich sind, welche Furie auffährt, um sie mit all dem digital zu kollektivieren, davon überrascht (und natürlich »mitgenommen«, niemand, den man noch staunend stehen lassen wollte) sind »die Menschen« nun ausnahmsweise einmal von den Real-Politikern seit TRUMP gewählt worden ist, ja, seit die Chance bestand, dass er gewählt werden könnte.
Niemandem, keinem »Gefährder«, wurde in jüngster Zeit in Deutschland soviel Misstrauen zuteil, Vorurteil, an Wände geradezu mexikanischen Ausmaßes gemalte Teufel als TRUMP, niemandem schlossen sich Undichtigkeiten und Grenzen so dicht wie für ihn.

Heute nun wird er vereidigt und tritt »das Amt« an. Der Eifer der deutschen Berichterstatter hebt den Magen aus der Missstimmung.

Was immer kommen mag: das, was gewesen ist, ist es schon wert.

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Written by monologe

20. Januar 2017 at 4:35 pm

Hitlers

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hitler:Ehrenbürgerhitler:BagewHerbst:Hitler20060215Pakistan03.4Hitler rehearsing his gestures for a speechbachmann-hitlerObersalzberg-Titelbild-Rubrik-a-z-Goodbye-Grossdeutschland-Switch-reloaded_teaser_300x160obama:hitler     Hamas   ganz:hitler Hitler-1-px300 angela-hitler     bahro-hitler_1410635691-1024x576     adolf_hitler_for-Palestine             hitler1 Eine kleine Auswahl „Hitlers“. Einer ist Ganz großartig Hitler; etliche sind Hitlers zur Belustigung, manche davon gewiss „satirische“ Hitlers; leicht zu finden die schauspielenden Hitlers und der mutmaßlich vorbildlich echte Hitler; mindestens zwei sind islamistische Hitlers, sie haben aber weder mit dem Glauben an den Nationalsozialismus, noch mit dem Islam etwas zu tun; einer ist der Herbst als Hitler, aber nur der Herbst hat echt von nichts gewusst; einer ist widerlich, neonationalsozialistisch, abscheulich, geschmacklos, vorbestraft, verdächtig der Volksverhetzung und der Säumnis im Kindsunterhalt; einer nur ist der echte, Ehrenbürger zahlreicher deutscher Städte z. B. Goslars bis 2013.
Es ist also nicht so, als ob man ihn nicht im Dorf gelassen hätte.

Planet Doping

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Aus Australien wird der gelungene Nachweis „flächendeckenden“ Dopings gemeldet, während unsere Biathletin Miriam Gössner, die in letzter Zeit stets imstande gewesen war, „überragende“ Bestzeiten zu laufen, nach dem gestrigen Weltmeisterschaftslauf in der „Mixed-Staffel“ und Platz 13 sagte, sie habe sich „eigentlich gut“ gefühlt, sei aber plötzlich von Leuten überholt worden, die sie quasi noch nie gesehen und nicht gekannt habe.
Und wir?
Wir machen nicht nur Fortschritte im Kampf darum, Rassismus und Sexismus „auszurotten“, sondern was ein großer Schritt für die Australier ist, ist für uns ein kleiner: wir könnten von der Bewunderung immerhin schon dazu kommen, uns zu wundern.

*

Was die Entdeckung des „großflächigen“ oder auch „flächendeckenden Dopings“ betrifft, damit verhält es sich wie mit der Entdeckung Amerikas, nur eben umgekehrt (die großflächige Beschaffenheit haben Doping und Amerika gemeinsam).

Ob Wikinger, Spanier oder Portugiesen, im Anfang war des Entdeckungsreisenden Lust zu sehen, was am Ende oder jenseits des Endes der Welt zu holen sei (Chinesen mögen den Wunsch gehabt haben, zu investieren). Es wurde also zuerst die Unendlichkeit der „Welt“ entdeckt (nachdem sie entdeckt war, musste folgerichtig das wettbewerbsmäßige Laufen und Fahren im Kreis herum erfunden werden).
Hierauf wurde den Eroberern  Preise ausgeschrieben, die gewerbsmäßige „Schnelligkeit“ wurde kreiert (die Wette darauf, dass sie „Beschiss“ ist, ist noch nicht erfunden worden, obwohl eine wettfähige Wahrscheinlichkeit vorhanden ist), und so machte man sich mit der Mannschaft auf die Suche nach Ruhm, Ehre und, verkürzt ausgedrückt, etwa noch Silber und Gold und – entdeckte die „neue Welt“.

Die Entdeckung des dopischen Kontinents oder kontinentalen Dopings dagegen ist, mit der Ausnahme seiner aktuellen Entdeckung in Australien, immer mit der Entdeckung verbunden, dass das Gold schon „erobert“ und „heimgeholt“, der Lohn der „Mühe“ schon fest auf der Bank liegt.

Es gibt also im alten Sinn streng genommen nichts zu entdecken – außer eine neuen Welt.
Von dieser ist die alte allerdings jene Lichtjahre entfernt, die ihr mindestens dämmern müssten, bevor sie sie durchleben könnte.

Wir-sind-das-Merkel!

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Über 97% für Angela Merkel als Parteichefin? Jubelnde Menge? Bekundungen „Vollster Zufriedenheit“?
Begeisterung, Zustimmung, Optimismus, Glaube; Seehofer vollzieht den Akt der „Unterwerfung“?

Und nun muss ich im Radio hören, dass ein „Schweigen“ hinter Merkel hörbar sei, ein trapsendes Schweigen, denn es sei keine Rede davon, wie die Probleme „Altersarmut“,„Energiewende“,„Finanzkrise“ sowieso usw. bewältigt werden könnten.
Nun, es ist ganz einfach.
Wir alle, alle, alle, naja, sagen wir 97% von uns treten ein in die CDU und gehen sogleich in die Politik. Deutschland ein Plenarsaal, wir die Volksvertretung unserer selbst, eine einzige Parteitags- und zugleich Abgeordnetenvollversammlung.
Wir erwerben Anspruch auf Politikergrundgehalt, Diäten, Abgeordnetenrenten, Anwesenheitsprämien, etc. pp.; wir erheben endlich wirschaftliche, angemessene Aufwands- und Vortragshonorare – weil wir uns das wert wären!

Wir würden Lobbyismus betreiben für Hotellerie und Pharmaindustrie bis der Arzt käme, wir würden Millionäre, ach, was Milliardäre! uns einladen und bewirten, bezahlen und bezirzen lassen, wir würden deren Geld gegen Bezahlung unseres Wohlstands zu unserem Fenster hinaus direkt und eigens in ihre Taschen zurückwerfen.
Wir würden Doktorarbeiten zum Frühstück schreiben, mit Kaudern über Hutschnur, Wurmfortsatz und Augenhöhe plaudern, und – wir müssten uns den Ex-Kanzler Schröder nicht zu irgendeinem Parteitag präsentieren lassen, müssten ihn weder innerhalb unserer Partei wiedersehn, noch womöglich außerhalb Sibiriens.

Wir hätten die absolute Mehrheit und wären sie los, die, die – Prüfungen.
Wir hätten die totale soziale Gerechtigkeit – jaaaa, wir wollen sie! – und wären einen großen Teil unserer Sorgen und Ängste los, und die vollständige Unterwerfung unter jene Wirklichkeit als Teil der Realität, die Zukunft, die uns nicht schmeckt und nicht passt, und die wir nicht wollen, hätte ein Ende.

97% jubelnde Menge, Begeisterung, Zustimmung, Optimismus, Glaube….

Wären wir abwählbar?

Röttgen

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hat nichts riskiert und alles verloren.

Es sah so aus, als hätte der Mann sich alle Möglichkeiten offen, sämtliche Stühle warm halten wollen. Als ob er nichts verkehrt machen konnte, ohne etwas richtig machen zu können oder zu wollen, ist er offenbar in eine leicht zu erkennende Zwickmühle geraten und hat „die Dame“ verloren.
Wo die „Dame“ zu haben in Berlin bekanntlich alternativlos ist.

Kurz, es sieht so aus, als ob der Röttgen so dumm gewesen ist, unklug zu entscheiden und danach zu handeln.

Die Möglichkeit, jene „Dame“, auch „Mutti“ genannt, habe ihn zur Himmelfahrt in den NRW-Wahlkampf kommandiert, ihm die „persönlichen Entscheidungen“, also die, was er wolle und wohin, allerdings selbst überlassen, liegt so nahe wie auf der Hand.

„Du stellst Dich für uns zur Wahl.“
„Ich? Wieso denn ich? Ich bin doch Umweltminister!“
„Weiß ich. Was ich nicht weiß: haben wir einen Bessern? Da warte ich auf Vorschläge. Ich kann ja wohl schlecht antreten.“
„Ja, nein, aber – na und dann? Ich meine, wenn – ich meine, falls ich da gewinne – was soll das denn dann werden ?“
„Dann werde ich dir sehr dankbar sein und du wirst Ministerpräsident in NRW.“
„Das kann ich gegen die Kraft doch erstens niemals schaffen! Zweitens müsste ich ja, um überhaupt ernst genommen zu werden, müsste ich mich ja vorher ganz eindeutig dafür entscheiden, also am Standort Ministerpräsident werden und sein zu wollen – gegen mich selbst und mich und wieder mich als Umweltminister?! Ich, ich meine, Verehrte, normal kann ein, ein amtierender Umweltminister doch auf so eine Idee nie kommen -“
„Da wirst du dich wundern. Gut. Dann sag ich mal, es ist alternativlos.“
„Achso.“
„Das einzige, was du überlegen musst, ist die Strategie. Da red ich nicht rein. Dafür steh ich auch nicht grade.“
„Na toll.“
„Ende.“

Und als Röttgen nach dem unklugen Handeln wieder etwas zu entscheiden hatte, nämlich zurückzutreten, hat er sich dafür entschieden, klüger zu werden, wenn auch hinterher dümmer dazustehen, sich also entlassen zu lassen, statt zurückzutreten und siehe, es war keine Alternative.
Nun ist er Vorgänger.

Jetzt ist ein gewisser Altmaier derjenige, der nach der Pfeife Röttgen den Umwelt-kann-kann tanzt.

Er hat keine große Ahnung, der Altmaier, hört man.
Und das hätte der Röttgen auch wissen können – und wenn nicht können, dann müssen -, dass es nicht immer um Fachkompetenz geht wie bei zu Guttenberg, als „Mutti“ gegen die ebenso naheliegenden wie -gelegten Forderungen nach dessen Entlassung einwandte, sie habe keinen Doktoranden eingestellt, sondern einen Verteidigungsminister oder so ähnlich.
Es geht um Eignung: weniger Qualifizierte werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

„Wie Kohl“, kann man bei WELT ONLINE lesen, „so ist auch Altmaier ein begeisterter Pasta- und Tortenverzehrer. Wie Kohl kommt er dennoch mit wenig Schlaf aus.“
Dass dieser Altmaier „dennoch“ mit wenig Schlaf auskommt, hat weniger damit zu tun, dass der gemeine Mensch nach begeistertem Pasta- und Torten-Verzehr etwa zwangsläufig mit mehr Schlaf auskommen muss, sondern damit, dass nur ein nichtbegeisterter Rauchverzehrer gar keinen Schlaf braucht.

Hat man je so einen Umweltminister gesehen (im Gegesatz zum Trittin, von dem noch nie gehört zu haben heute manch einer mit Recht behaupten kann) mit so wenig Vorschuss-Schlaf?
Strahlt er nicht die Kernkompetenz aus, mit Ganzkörpereinsatz Notre Dame die Glocken zu läuten und bei Gefahr für seine Esmeralda den occupylustigen Flashmob von oben mit heißem Blei zu begießen „Chönesch Blei, heichesch Blei!“ und den Verbrannten unten herkulinische Hörner-, Viktory- und Stinkefinger hinab zu zeigen?

Wäre er in Sandstein gehauen dort nicht auch ein würdiger Wasserspeier, den sauren Regen abzuleiten ein wenig entfernt von der Wand der heiligen Halle, zur Not auch einen nutzlosen Blitz?

Das ist ein Anderer als Röttgen, der wie ein Ordonnanz-Offizier wirkt, zu dem eine schicksalhafte Carmen passt.

Zu dem für Röttgen fiktiven, ultimativen Gespräch mit „Mutti“ gibt es jedoch eine Alternative.

„Du hast versagt, versagt und bitter enttäuscht.“
„Es war ja unvermeidlich.“
„Aha. Und nun? Glaubst du, wer so unvermeidlich nicht Ministerpräsident werden kann, der kann genauso unvermeidlich weiter Umweltminister sein?“
„Genauso wie jemand durchaus Ministerpräsident werden oder bleiben könnte, der unvermeidlich nicht Umweltminister werden kann.“
„Nicht frech werden, ja! Und ich sage: bis morgen hast du Zeit zurückzutreten.“
„Wieso?!“
„Willst du die Enegie-Wende?“
„Selbstverständlich!“
„Immer noch und weiter konsequent mit allen Konsequenzen?“
„Aber selbstverständlich!“
„Schwächling. Wie gesagt, du hast Zeit bis morgen!“

Nach den Gesetzen einer verkehrten Welt, in der ein Westerwelle Außenminister, ein Rösler Parteivorsitzender und Wirtschaftsminister, die FDP vom Rösler bis zum Bahr fünf Minister stellt, in NRW 7% kriegt, „Muttis“ Lieblingskind ist, wo das Delirium, dem all dies zu Wahl gestellt ist, Autos baut und vor der Tankstelle das Tremens bekommt, da ist es beinahe selbstverständlich, dass ein Röttgen ausgestoßen wird, ja, logisch und ehrenhaft.

„Mutti“ will, nur die Arbeit nicht, alles allein machen.

Man wird sehn, ob Röttgen einst als Graf von Monte Christo wiederkehrt oder – wer noch?

Das schönste Erlebnis

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Radiosprecher: „Halloo! Hier ist wieder Ihr Volki Mannschobbsky – und jetzt kommen wir auch wieder zu den schönsten Erlebnissen, berichtet von Hörern für Hörer! Ich bin gespannt! Heute haben wir Frau Müller am Apparat. Hallo, Frau Müller, was haben Sie uns ganz Besonderes aus Ihrem Leben zu berichten?“

Müller: „Ja, ich und mein Mann haben zwanzig mal das Matterhorn bestiegen.“

Radio.: „Das Matterhorn bestiegen? Zwanzig mal?!“

Müller: „Jaahh.“

Radio.: „Wie hoch ist das – Matterhorn?“

Müller: „Viertausend Meter.“

Radio.: „Unglaublich. Und da sind Sie zwanzig mal rauf?“

Müller: „Jaahh.“

Radio.: „Was ist denn das Besondere, wenn man es geschafft hat und dann da oben steht?“

Müller: „Tjaa, erstmal der Rundblick. Das ist ganz unglaublich, was man da für eine Sicht hat. Das Gefühl, da oben zu stehen; und die Farben, die Wolken – das ist einfach unvergesslich bis heute.“

Radio.: „Vielen Dank, Frau Müller für den Bericht ihres unvergesslichen Erlebnisses, das auch wir nicht vergessen werden! Beteiligen auch Sie sich an unserer Aktion „Mein schönstes Erlebnis“. Haben auch Sie ein Erlebnis, das so besonders und schön war, dass Sie es nicht vergessen können und uns davon berichten möchten? Rufen Sie uns an unter 081517181922 für 14 Cent die Minute, Anrufe vom Handy können etwas teuer werden, oder mailen Sie uns unter infoedraedioblabla. Wenn uns die Geschichte gefällt, kommt sie auf Sendung und Sie haben die Möglichkeit, uns und unseren Hörern, den treuen Hörern von Radio Blabla, Ihre schönste Geschichte live zu erzählen und sie auch für uns unvergesslich werden zu lassen! Nur Mut und wir vom Sender wünschen viel Glück! (Musik) Hier spricht Volker Mannischobbsky von Radio Blabla, dem Verwöhn-Sender mit den besten Hits der Siebziger, Achtziger und Neunziger! (Musik) Und weiter geht’s mit dem Besten aus den Siebzigern, Achtzigern und Neunzigern! Ich, Ihr Volki Mannischobbsky, möchte mich schonmal verabschieden. Wir hören uns wieder morgen früh pünktlich um Acht mit dem „Morgenmuffin“ von Radio Blabla (Radioerkennungsmusik), täglich von Acht bis Elf mit Volki Mannischobbsky am Mikrofon und Ingrid Demuttau in der Redaktion! Bis dann, und bleiben Sie uns treu, Ihr Radio Blabla und Volki Mannischobbsky! (Radioerkennungsmusik, dann John Denver „Country roads“)“

Ein Gedächtnisprotokoll, in einem Atemzug zu lesen.

Von den Krähwinkel-Krähen

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Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Im „politischen Geschäft“ heißt das: Eine Krähe hackt der andern kein Auge aus.
Die Affäre Wulff klärt auf: Eine Krähe braucht für die andere Krähe jeweils zwei Augen, eins, um wegzusehen und eins, das sie zur Not hinterher zudrücken kann.