MonoLoge

Archive for the ‘Krieg’ Category

das verdorbene

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Sturz der Mitte
man soll
stehn bleiben
die Landschaft
giftgrün
wir bleiben
die vergiftete Mitte
auf der Achse umgestürzt
blutrot rot untergehend
sich reckend standhaft

Vater hat wen
uns geschickt?
den Sohn
die Mutter schwarz
das weiß der Mutige
dem Vogelvolk
herrlicher Opferer
in den Himmel verhängt.

© 2015 Martin Klingel
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Written by monologe

21. November 2015 at 6:52 pm

Fassung

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Wenn mans mal bedenkt: unsern gesunden Menschenverstand schützt tags bloß ein verschlissnes Funktionsmäntelchen, nachts ein dünnes Deckchen Moral und Ethik, im Rücken, wo wir keine Augen haben – nur Gott!
Freilich fühlt sichs näher an am Paradies, wos auch nur ein Feigenblatt gegeben hat.
Wir alle sind Vertriebene und Füchtlinge nun vor der Realität. Nun bloß kein Rückfall in die Konjunkturschwäche!
Christliche Nächstenliebe allein kann ja schon kaum jemanden mehr ernähren.

Written by monologe

20. Oktober 2014 at 9:06 am

Die großen Dichter heute – Teil I: Rilke tot in Hamburg

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Die schwungvollen Mietpreiserhöhungen in Hamburg, von denen gestern berichtet worden ist, sind jedenfalls, ausser dass sie bedeutender sind als etwa Goethe, auch kunst- bzw. musikgeschichtlich von Bedeutung.
Es ist nicht nur die ewig selbe Litanei, die alte Leier, sondern es wird klar, warum die Erfindung des RAP folgerichtig und unvermeidlich war.
Nämlich, weil es sich durch den Fortschritt heute so kaum mehr sagen lässt, wie es Rilke einst gesagt hat: „Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.“

„Wer jetzt die Miete nicht mehr zahlen kann…“ – das heißt heute leben!

Ein Beispiel von einem Bürgermeister, der ausnahmsweise einmal nicht einen Skandal verursacht, ermöglicht, ignoriert oder vertuscht, sondern gemeistert hat, der für Qualität bürgt, statt die Bürger für Quantitäten bürgen zu lassen, findet sich hier:

http://uhupardo.wordpress.com/2012/11/10/burgermeister-raumt-bank-konto-und-stoppt-zwangsraumungen/

Man soll sie nicht reizen…

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Mord und Totschlag waren in der Geschichte, speziell der deutschen, oft Anlass dafür, die Meinungsfreiheit, Freiheiten allgemein, in Frage zu stellen, abzuschaffen, und haben sich nachher stets umso konsequenter kreativ entfaltet und betätigt bis hin zur Erfindung der Schutzhaft.

Written by monologe

17. September 2012 at 11:57 am

Der Fall Pezzoni

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WELT ONLINE:
„Der 1. FC Köln kapituliert vor der Bedrohung. Weil die eigenen Anhänger den Kölner Profi Kevin Pezzoni bedroht haben, löste der seinen Vertrag auf. Dass der Verein dem zustimmte, ist ein fatales Signal an die gewaltbereiten Chaoten.“
Es käme vor, so WELT ONLINE weiter,
dass Fans einen Spieler scharf kritisieren, ihn auspfeifen oder zum Sündenbock für Niederlagen machen. Das ist Usus im Profi-Fußball, ob es so sein muss, darüber lässt sich streiten. Sicher ist aber: Wenn Fans einem Spieler abseits des Vereinsgeländes auflauern, ihn bepöbeln, bedrohen und sein Auto beschmieren, ist die Grenze des Erträglichen weit überschritten. Kevin Pezzoni, einem gerade mal 23 Jahren alten Fußballer, ist das passiert.“– ach, und sonst wäre das hierzulande niemandem noch je widerfahren und nirgends geschehen?
Es kommt aber eine Überraschung: Die Grenze des Erträglichen ist überschritten“, für wen, das bleibt unklar, denn: Es ist nicht bekannt, ob und wie sehr die Kölner Bosse in Gesprächen mit dem Spieler versucht haben, diesen Schritt zu verhindern. Es hätte jedenfalls nie dazu kommen dürfen. Der Klub hätte eine Pressekonferenz einberufen können und sich klipp und klar zu Pezzoni bekennen können. Er hätte einen Sicherheitsdienst damit beauftragen können, den Spieler zu schützen. Er hätte beim Spiel am Freitag gegen Cottbus über die Lautsprecheranlage dazu aufrufen können, die Täter ausfindig zu machen. Er hätte dem Spieler das Gefühl geben können, nein müssen: Wir stehen hinter dir und kämpfen für dich. Nichts davon ist geschehen.“, kurz und gut mit einem Wort: keine Zivilcourage.
Doch die Frage ist nun einmal nahegelegt: „Warum kämpfte der Verein nicht um ihn?“ – gute FrageAber in diesen schnellebigen Zeiten schon rein akademisch, denn:Pezzoni ist kein Spieler des 1. FC Köln mehr, die Täter haben erreicht, was sie wollten. Der Verein hat vor seinen eigenen Fans kapituliert, was nicht nur skandalös ist, sondern auch eine fatale Signalwirkung für andere Chaoten hat, von denen es im Umfeld des FC – das hat die vergangene Saison gezeigt – sehr viele gibt. Wer mit Gewalt versucht, seine Ziele zu erreichen, wird belohnt. Das ist das unbegreifliche Ergebnis der anfangs noch vernünftig geführten Diskussion um den Nutzen von Kevin Pezzoni für den 1. FC Köln.“

Kurzum, demnach ist auch die Integration Pezzonis gescheitert. Doch im Gegensatz zum Fall jenes Rabbiners, der am hellichten Berliner Tag und auf offener Hauptstadtstraße „zusammengeschlagen“ und dessen 6-jährige Tochter mit dem Tode bedroht wurde – die Täter entkamen ganz offenbar unerkannt –, der also nur darauf hinweist, dass die Integration der Juden schwieriger ist als gedacht und künftig vielleicht vollends scheitern könnte, hat im Fall Pezzonis „der Verein“ das Scheitern seiner Integration gewissermaßen bereits als realistisch und unvermeidlich angesehen und zeitnah abgeschlossen.
Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, nicht?

Faz-it

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Der Herr Wulff wird nicht rot werden vor Scham, der Herr Gysi sich gewiss nicht schwarz ärgern darüber, dass der Verfassungsschutz ihn beobachtet, während der Verfassungsschutz sich über die aktivsten der braunen Totmacher im Land und der Perspektiven nach Ende mit lustigem HipHop weder graue Haare noch graue Zellen wachsen lassen muss, da es im Ernstfall ihres Versagens die Frau Schröder in die Hände nimmt; und die türkische Regierung räumt etwas auf diesem Hundsplaneten zwischen 1915 und 1917 als kriegerische Handlung Gerechtfertigtes  (SPIEGEL-online: „Massentötung von Armeniern“) ein, bestreitet darum selbstverständlich entrüstet, dass es ein Genozid an den Armeniern gewesen, als wollte sie es selber nicht gewesen sein.
Ein Augenzeuge: abgehackte Kinderhände lagen neben dem Gleis dicht an dicht wie Straßenpflaster.

Einen Tag nach dem 23. Januar 2012 soll dieser Kinder und deren Unschuld gedacht sein.

In 50 Jahren

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Was soll man zu den Rohrbomben, Döner- und Selbstmorden, Wohnwagen- und Hausbränden,  DVD, V-Leuten, den corpora so vielfacher delicti, sorgfältigst aufbewahrt, und Özdemir anti NPD-Verbot anno 2011 sagen?
Was sollen wir glauben?
Die Dummheit?
Die Gemeinheit?
Ihre Verselbständigung?
Jetzt auf Erlkönigs NSU mit NSDAP-Motor und Hakenkreuzgetriebe?
Wozu?
Wir wissen nur alles über den Reichstagsbrand und mehr noch, das man zwar wissen, sich aber nicht vorstellen kann.
Wir verstehen die Nazis nicht.
Sie sind, waren und werden sein: unsere Schande, aber wir haben werden sie nie verstanden haben.
Wir verstehen Mord und Nagelbomben nicht, nur vielleicht, dass man Handgranaten verwendet.
Wir wissen von Rambo, dass man selber zum Krieg werden muss, wenn man einen Krieg nicht gewinnen kann, ne.
Wir wissen von Verfassungsschutz und Geheimdienst kein Warum und Weshalb.
Gehört er zu Deutschland?
Wir verstehen nicht, was geschehen ist.
Wir waren nicht eingeweiht und sind nicht integriert.
Was nützt es uns zu wissen, wie es geschah, wenn nicht, dass wir es nur glauben sollen?
Wo es doch genügt, glauben zu müssen, dass es geschehen ist?
Wenn wir es besser wüssten und noch besser, wir verstünden es dennoch nicht.
Wir können es nicht verstehen.
Ebenso wenig wie unsern Nachbarn verstehen wir das,  wie unsere Finanzmarkt-Systeme nicht, den Kapitalismus nicht und unsern Ruin wie unser Leben nicht mehr seinen Sinn weniger noch als seinen Unsinn wie die FDP und die CDU die SPD den Hindukusch nicht die Islamisten Wutbürger U-Bahn-Totschläger und die Intensiv-Demokratie wollen wir uns weiter demütigen lassen oder aufstehn Trottel oder Lump den Betrug die Kaffeefahrt die EU die Jugendbanden Multikulti no-go-area fick dich deine mutter komm ich zu dir wehrgruppe ost hartz 4 Klugscheißer die Binsen Extremismusklausel Motherfucker Massenmord Besserwisser Bambi Hooligans Aufklärer Strategen machen wir wir wer ist wir? wir machen aus zum Kotzen ahhh wie sie alle heißen wie sie alle aus ihren Kutschen und Villen und Sonderschulen anzüglich kommen vollständig aufzuklären die Lügen und die Schlamperei und die schlampigen Lügen und die gelogene Schlamperei oder was was haben wir noch vergessen – wie bitte was denn noch?!
Wir glauben nur noch, was unsere Enkel sehen werden beim Guido Knopp in 50 Jahren,  gespannt darauf, was man hätte ahnen müssen!