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Archive for the ‘SPD’ Category

Fakenew!

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Die SPD hatte es nicht leicht. Scherzhaft schien sie wie auf einer Expedition zum politischen Nordpol mit der Hartz IV im Pack-Eis nahe dem Gabrielsund irgendwo in der Argtis in einem Funkloch im Tief der Sozialisten festzusitzen.
Die unverbindliche Rettungsinitiative gewisser Medien, die ihr die verzweifelt angeforderte to-do-Vorschläge-Liste der Menschen nahe bringen sollte, um sie vom Eis zu holen, schien sie nicht erreichen zu können. Die Lage ernst.
Ein Funkspruch von Käptin Nahles wurde aufgefangen, in dem die Befreiung der Hartz-IV aus der Beklemmung angekündigt wurde, dann Stille und ein nächstes Tief.

Die Sozialdemokratie ist hilflos.

Es entsteht die Eindruck, dass die 2. Runde GroKo das Großes k.o ist, nachdem sie der Gong vor dem k.o schon in der 1. Runde gerettet hatte. Nun macht sie schöne blaue Augen auf Flucht dem Clinch Ringelreih durch den Ring. Für Stimmung im Saal sorgt die mopsfidele CDU »Was meints, werden wir den KomMerz wählen?«, die Leute wollen schließlich was fühln, hörn und sehn für ihr Geld.
Der Maas präsentiert den Stolz der SPD noch im stehenden k.o – Weltklassefigur.

In so einem GroK.o fällt niemandem mehr groß was ein, und es kommt noch hinzu, dass man auch nicht mehr groß überlegt, was einem nicht mehr einfällt.
Es scheint, so geht´s der SPD.

Ihre Fans hatten gehofft, sie werde gegen die CDU und Merkel mindestens so renitent sein wie Seehofer. Für den Anfang!

Sie kam nicht drauf, was sie versprochen hatte, nicht auf das Mindeste, worauf jene Leute, die sie Menschen nennt, mit Recht hoffen, sie kam nichtmal drauf, den Bedürftigen wenigstens zu Weihnachten etwas extra zukommen zu lassen. Das Mindeste fiel ihr in ihrem Traum nicht ein, in dem sie am Ende vom Mindesten auch nicht mehr wird träumen dürfen.
Auf Fresse stand an, auf Fresse fallen wird es werden – wenn nicht ein Wunder geschieht.

Das Wunder kam tatsächlich:
aus Frankreich von den Gelbwesten, Fachkräften für Sozialreform – französischer Frühling!
Es begann mit Protesten gegen die de facto Erhöhung von Treibstoffpreisen – mehr brach durch, und die Gelbwesten entschlossen sich, Tage des Zorns auszurufen und konfrontierten die Regierung Macron mit folgenden Forderungen:

»Abgeordnete Frankreichs, wir übermitteln Ihnen die Direktiven des Volkes, damit Sie diese in Gesetze umsetzen.
Abgeordnete, verschaffen Sie unserer Stimme Gehör in der Nationalversammlung!
Folgen Sie dem Willen des Volkes! Setzen Sie diese Direktiven durch:

  • Null Obdachlosigkeit: DRINGEND.
  • Mehr Progression bei der Einkommenssteuer, das heißt, mehr Stufen.
  • Mindestlohn von 1.300 Euro netto.
  • Förderung der kleinen Geschäfte in den Dörfern und Stadtzentren. Einstellung des Baus von großen Einkaufszentren um die Großstädte herum, die den Einzelhandel abwürgen, und mehr kostenlose Parkplätze in den Stadtzentren.
  • Isolierung von Wohnungen im großen Maßstab, um die Ökologie mit Einsparungen in den Haushalten voranzubringen.
  • Steuern: die GROSSEN (McDonald´s, Google, Amazon, Carrefour …) sollen GROSS zahlen und die Kleinen (Handwerker, Klein- und Mittelbetriebe) zahlen KLEIN.
  • Ein einheitliches System der Sozialversicherung für alle (Handwerker und kleine Selbständige eingeschlossen). Abschaffung der Selbständigen-Sozialversicherung (RSI).
  • Das Rentensystem muss solidarisch bleiben und demzufolge vergesellschaftet werden. Keine Rente nach Punkten.
  • Schluss mit der Erhöhung der Treibstoffsteuer.
  • Keine Rente unter 1.200 Euro.
  • Jeder gewählte Abgeordnete hat das Recht auf den Medianlohn. Seine Reisekosten werden überwacht und, soweit begründet, erstattet. Recht auf Restaurant- und Urlaubsgutscheine.
  • Die Löhne aller Franzosen sowie die Renten und Leistungen sind entsprechend der Inflation zu indexieren.
  • Schutz der französischen Industrie: Verbot von Verlagerungen. Schutz unserer Industrie bedeutet Schutz unseres Know-hows und unserer Arbeitsplätze.
  • Schluss mit der Arbeitnehmerentsendung. Es ist nicht normal, dass jemand, der auf französischem Territorium arbeitet, nicht den gleichen Lohn und die gleichen Rechte erhält. Jede Person, die autorisiert ist, auf französischem Territorium zu arbeiten, ist einem französischen Staatsbürger gleichzustellen und ihr Arbeitgeber muss für sie die gleichen Abgaben entrichten wie ein französischer Arbeitgeber.
  • Zur Sicherung der Beschäftigung: Befristete Arbeitsverträge in großen Unternehmen stärker begrenzen. Wir wollen mehr unbefristete Verträge.
  • Abschaffung der „Steuergutschrift für die Förderung des Wettbewerbs und der Beschäftigung“, CICE (1). Nutzung dieser Gelder zur Förderung einer französischen Wasserstoffauto-Industrie (wirklich ökologisch, anders als Elektroautos).
  • Ende der Austeritätspolitik. Einstellung von Zinszahlungen auf illegitim eingeschätzte Schulden und Beginn der Schuldentilgung – ohne auf das Geld der Armen und weniger Armen zurückzugreifen, sondern durch Aufspüren der 80 Milliarden an Steuerhinterziehungen.
  • Abstellung der Ursachen für erzwungene Migration.
  • Korrekte Behandlung von Asylbewerbern. Wir schulden ihnen Wohnraum, Sicherheit, Ernährung sowie Bildung für die Minderjährigen. Zusammenarbeit mit der UNO zur Einrichtung von Empfangslagern in zahlreichen Ländern der Welt in Erwartung des Ergebnisses des Asylverfahrens.
  • Rückführung abgelehnter Asylbewerber in ihr Ursprungsland.
  • Umsetzung einer tatsächlichen Integrationspolitik. In Frankreich zu leben heißt, Franzose/Französin zu werden – Französisch-Kurse, Kurse in französischer Geschichte und in staatsbürgerlicher Bildung mit Abschlusszeugnis am Ende der Kurse.
  • Festlegung eines Maximallohns von 15.000 Euro.
  • Schaffung von Arbeitsplätzen für Arbeitslose.
  • Erhöhung der Leistungen für Personen mit Behinderungen.
  • Begrenzung der Mieten. Mehr Wohnungen mit gemäßigten Mieten – insbesondere für Studenten und prekär Beschäftigte.
  • Verbot des Verkaufs von Grundstücken und Einrichtungen, die sich im Eigentum Frankreichs befinden – Talsperren, Flughäfen und so weiter.
  • Konsequente zur Verfügung Stellung von Mitteln für Justiz, Polizei, Gendarmerie und Armee. Bezahlung oder Freizeitausgleich von Überstunden der Ordnungskräfte.
  • Einsatz aller Mauteinnahmen für den Unterhalt der Autobahnen und Landstraßen Frankreichs sowie für die Straßenverkehrssicherheit.
  • Da die Gas- und Strompreise seit der Privatisierung gestiegen sind, wünschen wir, dass beides wieder in die öffentliche Hand kommt und die Preise entsprechend gesenkt werden.
  • Sofortiger Stopp der Einstellung kleiner Bahnstrecken, der Abschaffung von Postämtern und der Schließung von Schulen und Entbindungsstationen.
  • Wohlergehen für ältere Menschen. Verbot der Gewinnerzielung auf Kosten älterer Menschen. Statt „Graues Gold“ „Graues Wohlergehen“.
  • Maximal 25 Schüler pro Klasse von der Vorschule bis zur Abschlussstufe.
  • Bereitstellung notwendiger Mittel für die Psychiatrie.
  • Volksentscheide sind in die Verfassung aufzunehmen. Schaffung einer lesbaren und effizienten Website, überwacht durch ein unabhängiges Kontrollorgan, auf der Menschen Gesetzesvorschläge einbringen können. Wenn ein solcher Vorschlag 700.000 Unterschriften erhält, ist er von der Nationalversammlung zu diskutieren, zu ergänzen und gegebenenfalls mit Änderungsvorschlägen zu versehen. Die Nationalversammlung ist zu verpflichten, ihn – ein Jahr nach dem Stichtag der Erlangung der 700.000 Unterschriften – der Gesamtheit der Franzosen zur Abstimmung vorzulegen.
  • Rückkehr zu einem 7-Jahres-Mandat für den Präsidenten der Republik. Die Wahl der Abgeordneten zwei Jahre nach der Wahl des Präsidenten wird dem Präsidenten der Republik ein positives oder negatives Signal hinsichtlich seiner Politik übermitteln. Dies wird dazu beitragen, der Stimme des Volkes Gehör zu verschaffen.
  • Rente mit 60 Jahren. Recht auf Rente mit 55 Jahren für alle Personen, die schwer körperlich arbeiten – beispielsweise Maurer oder Schlachthausarbeiter.
  • Verlängerung des Systems der Zuschüsse für Kinderbetreuung (Pajemploi) über das 6. Lebensjahr hinaus bis zum 10. Lebensjahr des Kindes.
  • Förderung des Schienengütertransports.
  • Kein Quellensteuerabzug.
  • Schluss mit den lebenslangen Bezügen für Altpräsidenten.
  • Verbot der Erhebung einer Gebühr von Händlern für die Zahlung per Kreditkarte durch deren Kunden.
  • Besteuerung von Schiffsdiesel und Kerosin

Der größte Teil dieser Forderungen wurde – fake, fake, fake! – sofort von der überglücklichen Sozialdemokratie Deutschlands für sich und an sich selbst übernommen!

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Written by monologe

5. Dezember 2018 at 8:19 pm

Veröffentlicht in Aktuelles, Parteien, Politik, Realität, Satire, SPD

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Gabriel News

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»Seit die SPD-Führung ihn als Außenminister abserviert hat,« meldete dpa am 4. Nov., »ist Sigmar Gabriel nurmehr einfacher Bundestagsabgeordneter. Er behauptet, damit gut leben zu können – und jettet weiterhin um die Welt. Derzeit ist er in den USA. Sein Ziel: verstehen, warum Amerikaner Trump wählen.«

Außenminister ist er auch mit Fleiß gewesen, in Deutschland weltbekannt, abserviert, nun steht er da, der arme Tor, und ist so klug als wie zuvor.
Sich selber zu verstehn, so heißt es, sei höchstes Ziel, doch mit der Erlösung von deutscher Pflicht und Schuldigkeit – wirf deine Krücken weg und geh! – verspürt Gabriel nun den Drang hinaus, andere verstehn, das ist sein Ziel. Endlich.
Sigmars idealer Lebenszweck war das bisher nicht.
Wo die Mäuse auf dem Tisch KannKann tanzen, den Katzen den Kampf ansagen, wo der Berg, wenn er kreißt, mehr, schlauere, größere Mäuse gebärt – dieses Paradies verlässt er, um zu verstehen, warum andere anderswo durchaus einen Kater wählen.

Viele arme Teufel sind schon ins gelobte Land gezogen, dem amerikanischen Traum folgend. Heute, wenn ein Gabriel nach Amerika reist, dann will er nach dem Rechten sehn, dann reist er auch nicht ins, sondern kommt aus dem gelobten Land, folgt nicht einem amerikanischen Traum, denn er ist ja kein Tellerwäscher und Millonär wird man als Sozialdemokrat woanders, nein, dann folgt man einem hochmodernen deutschen Traum, der unbeschreiblich edel und ritterlich ist: um zu verstehen.

Der in der warmen Luft hängende Gabriel muss vielleicht noch warten, ehe er ins gemachte Nest der Industrie sich irgendwo niederlassen kann, sieht nicht wie ein Heiland aus, auch wie ein Erlöser wirkt er nicht, es stellt sich also die Frage, ob er als Top-Trump-Oppositioneller die interessante Reise als ein Saulus antritt und ob das Risiko einer Offenbarung bestehe und dass ihm da etwas von den Augen fallen könnte. Ohne weiteres scheint gewiss, dass den Amerikanern, die Trump wählen, das Verständnis Gabriels dafür noch gefehlt hat, und die, die Trump nicht wählen, werden auf dieses Verständnis brennen.

Weil amerikanische Präsidenten nicht in Deutschland gewählt werden, das einzuräumen, damit könnte es sich Gabriel ja leicht machen, den Wahlsieg Trumps zu erklären, und es ließe sich sicher einräumen, dass die Amerikaner (wenn sie gewusst hätten) vor allem ihn nicht verstanden haben, bevor er jetzt abserviert den Eindruck gewonnen hat, dass er sie nicht versteht, und das ist dann so einfach nicht mehr.

Die Amerikaner haben von nichts gewusst. Ohne dass es der Gabriel versteht, hätten sie Trump vielleicht nicht gewählt, oder sie hätten zumindest doch vom Gabriel als Außenminister erwartet, dass er sich, statt in Deutschland wie Gott in Frankreich die Unverständnis-Offensive an der Anti-Trump-Front mitzumachen, auf den Weg macht nach Amerika, um zu verstehen.
Wohl, aus Amerika kam Aufklärung und Unverständnis. Über deutsche Autos haben wir bis dahin nichts gewusst, blind dem Wahren, der Herrlichkeit, der Pracht und dass die Gesamtheit der Überdimensionierung dem Lebensgefühl wie dem guten Recht auf Raum, Stärke, Überlegenheit, Schutz angemessen sei, stumm vertraut (wie der Totenkopf nicht tot zu kriegen ist, scheint auch Panzerfahrer zu sein als ideales Lebensgefühl nicht verloren zu gehen).

Wenn Gabriel verstehend aus Amerika zurückkehrt, versteht er dann die Welt hier nicht mehr?
Da müsste man nun überlegen, ob es dafür einen Anlass gibt.
Aufklärung aus Amerika, Wissen, das keine Konsequenzen auslöst, wo das Weltbild fest ist, die Ordnung aus Einvernehmen, Ignoranz, Opportunismus, besten Absichten, der wie geschmiert funktionierende, alternativlose Betrieb – hat da Verstehen oder Nichtverstehen irgendeine Bedeutung?
Das bisschen Betrug und Selbstbetrug, garantiert es nicht im Höchstmaß gefühlte Demokratie, Beteiligung über Meinungsbildung, wächst daraus nicht Europa, wenn die Formel lautet, nur mitgemacht!?

Es gibt einen Unterschied zwischen Verstehen und sich auf etwas verstehen, und was letzteres betrifft, muss man sich fragen, ob die kompetentesten Fachkräfte für SadoMaso-Sozialismus so einfach abserviert werden sollten (Interruption).
Wie Gabriel die LINKE im Handumdrehen zur Muttern der Hartz-IV-Ausgeburt macht – das ist einfach genial:
»Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat seine Partei vor einer zu starken Fixierung auf das Hartz-IV-Thema gewarnt.«(dpa, 21.11.2018)
Der Schelm.
Wenn er will, kann Gabriel auch Trumps trockenen Witz:
›Die SPD muss aufpassen, dass sie keine Hartz-IV-Partei wird. Die gibt es schon: Das ist die Linkspartei“, sagte er dem „Reutlinger General-Anzeiger‹. Dazu sagte Gabriel: ›Ich glaube nicht, dass der Facharbeiter es als gerecht empfindet, dass jemand Sozialhilfe bekommt und nicht mit Sanktionen rechnen muss, wenn er Arbeit ablehnt.‹«
Kurzum, Gabriel würde es nicht verstehen, wenn der Facharbeiter es anders empfinden oder gar anders verstehen würde.
In diesem Fall könnte der Facharbeiter sich immerhin dazu entschleißen, die (im Gegensatz zur LINKEN aufstrebenden) GRÜNEN zu wählen, weil er sich fachmännisch für den Sozialstaat mit menschlichem Antlitz und die Habeck-Care entschieden hat, indem er sich sagt, wenn ich selbst arbeitslos würde, wollte ich dann Hartz IV erleben?
Da könnte Gabriel nur auf das Grundgesetz verweisen, nämlich dass die Würde eines jeden einzelnen Menschen unantastbar ist usw.

Aber wie dem auch sein mag, ein sehrsehr einfacher Bundestagsabgeordneter kann viel besser leben von dem, was ihm Billiges zu Hartz IV einfällt, als mindestens ein Dutzend jener, deren Leben von Hartz IV oder gar von Grundsicherung aus der Realität jener Abgeordneten verhängte Wirklichkeit ist.

Nachdem Gabriel alle Unklarheiten darüber, welche Partei die Hartz IV-Partei ist, ausgeräumt hat, der bisherige Glaube wie Schuppen von den Augen gewischt, die Offenbarung erfolgte, dass folgerichtig die SPD Hartz IV machen musste, weil die Hartz IV-Partei (die LINKE) dagegen war, und die SPD es bis heute nicht hat ändern oder abschaffen können, weil die Linkespartei nicht ablässt davon, das zu fordern,
»räumte Gabriel aber ein, dass man die Grundsicherung Hartz IV reformieren müsse, ›denn es gibt einiges, was nicht gut läuft‹.«

Es dauerte nach Hartz-IV-Schröder 13 Jahre Hartz-IV-Merkel, ehe Gabriel zumindest das verstanden hat:
»Man dürfe Menschen nach Jahrzehnten der Arbeit nicht genauso stellen wie diejenigen, die noch nie gearbeitet haben, erläuterte Gabriel. ›Das zu korrigieren, ist völlig richtig. Zudem finde ich es falsch, dass Kindergelderhöhungen nicht an Hartz-IV-Empfänger weitergegeben werden. Und auch die Zuverdienstgrenzen sind zu niedrig.‹«

Weil die Linkspartei ja Hartz-IV-Partei ist, und ein rechter Sozialdemokrat davon nichts weiß, was die Linke tut und nichts zu tun hat damit, kann ein Gabriel nicht wissen, dass Kindergeld-Erhöhungen und sogar das Kindergeld selbst sehr wohl an Hartz-IV-Empfänger weitergegeben werden – bevor es samt Erhöhung »angerechnet« wird, also der Regelsatz sich um den Betrag verringert.
Man hätte glauben können, einem Sozialdemokraten vom Format Gabriels sei bekannt, dass die Menschen Kindergeld bekommen, aber nichts davon haben, sodass, wer will, mit Recht sagen kann, dass das Pack Kindergeld für sonstwas einsetzt, nur nicht für die Kinder, und so begründen, dass sie unterm Strich keins bekommen.

Was so einer aber wirklich nicht wissen kann, ist, dass in einem Staat der jüdisch-christlicher Werte voll des Überflusses über den großen Rand zu Weihnachten für die Armen, ihre Kinder, die armen Alten, für die Bedürftigen Hartz-IV-»Empfänger« – was für ein Wort -, Empfänger von Grundsicherung, Sozialhilfe es keinen roten Heller zusätzlich, mehr gibt zu diesem Fest der Nächstenliebe, dem Tag, als zu Christus´ Geburt im Schafstall (nicht Saustall) Könige aus dem Morgenland mit Gaben erschienen, als zuvor der Reiche aus Palmyra kam, um von seinem Reichtum herzuschenken, dass es also an diesem Tag für die Bedürftigen nichts extra gibt, dass das eine Affenschande ist, das kann er nicht wissen.
Von der Vergrößerung dieser Schande durch das elendeste Schweigen dazu und darüber, das je von drei christlich-demokratischen Symbolkandidaten und dem Krippenspiel-Spektakel für die Schafställe übertönt wurde, ganz zu schweigen.

Man kann verstehen, warum der Schnee sich weigert, leise zu rieseln in Europas Egozentrum, und das Pack zu Weihnachten nur noch froh ist, wenn ihm der Duft von Spahns Tafelspitz an »Mehr ist immer besser« nicht als geldwert angerechnet wird.
Die Sehnsucht geht in diesem Jahr wieder auf Frieden, darauf, dass in Spahns Hirn mehr geht als immer genau das, was für die Bedürftigen ausreicht, und eine kleine Hoffnung auf die künstliche Intelligenz, die auf all das nicht kommen könnte.

Written by monologe

4. Dezember 2018 at 4:36 pm

Martin »Foster« Schulz

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Die Koalitionsvehandlungen sind als abgeschlossen verkündet worden. Die Agitatoren fragen sich, was es Merkel kosten wird.

Schulz »trat« wieder vor den Butt an die Mikrofone. Noch nie hat er den Ton getroffen.
Nun will er Außenminister werden.
Das könnte an dem Fischer sin Fru erinnern, wäre man nicht fataler noch an Florence Foster Jenkins erinnert, die auch darauf bestand, Opersängerin zu sein.
Auch sie hat kaum je den Ton getroffen, aber eben das hat sie in die Carnegie Hall gebracht, und sie wurde trotz all ihrer Unkenrufe ein Star .
Es war eine Frage des Bewusstseins, hier wie da.
Und warum nicht, moderne Kunst, soziale Plastik, da die Oper erneuernd, hier die SPD und, ja, das Land, das nur auf diese Erneuerung noch gewartet hat.

Etwas immerhin will Schulz, wenn er Außenminister wäre, nicht mehr sein: Vorsitzender der SPD.
Man hat schließlich auch nicht gehört, dass Foster Jenkins je statt Hauptdastellerin Intendantin ihrer eigenen komischen Oper sein wollte.

Written by monologe

8. Februar 2018 at 8:48 am

Vorspiel und Offensive

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Das Vorspiel:

HANDELSBLATT, 5.1.2018:
»Der türkische Präsident Erdogan hat kurz vor einem Besuch beim französischen Amtskollegen Macron die Partnerschaft mit Frankreich gelobt. Erdogan scheint sich neuerdings um eine Annäherung an die EU-Länder zu bemühen.
Vor seinem Besuch bei seinem Amtskollegen Emmanuel Macron in Paris hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die „starke Partnerschaft“ mit Frankreich gelobt. „Frankreich ist ein Land, dessen Ansichten und Haltungen zu regionalen und globalen Herausforderungen größtenteils mit unseren übereinstimmen“, sagte Erdogan am Freitag vor seinem Abflug in Istanbul.
Erdogan wird zu einem Gespräch und einem Mittagessen im Élyséepalast erwartet; anschließend ist eine gemeinsame Pressekonferenz mit Macron angekündigt.«

Da geht es zunächst um das, was den Medien das Wesentliche ist und die Herzenssache:
»Macron will dabei nach eigener Aussage auch die Lage von in der Türkei inhaftierten Journalisten ansprechen.« –
das heißt wohl sich erkundigen, wies ihnen geht, dann Routine:
»Nach Angaben aus Paris soll es zudem um den Bürgerkrieg in Syrien und den Nahostkonflikt gehen.«,
jedoch:
»Erdogan nannte eine ganze Reihe von Themen, die er mit Macron bereden wolle, darunter die Beziehungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union. Erdogan bemüht sich seit kurzem wieder um eine Annäherung an die EU.«,
er glaubt,
»Die Beziehungen des Beitrittskandidaten Türkei zum wichtigen EU-Staat Deutschland sind schwer belastet.«

Die Annäherung:
»In Deutschland wird am Samstag der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bei seinem Amtskollegen Sigmar Gabriel in Goslar erwartet. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu besucht am Samstag Deutschland. Er warb vor dem Treffen mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) in Goslar für einen „Neustart“ in den deutsch-türkischen Beziehungen.«
Das Werben wurde szenisch im Fernsehn übertragen, und da sah es tatsächlich schon irgendwie neu, nein, anders aus!

Der STERN vom 5.1. ließ inzwischen auch noch die »Die Kommunistische Partei Frankreichs« zu Wort kommen, die
»erklärte, Erdogans Empfang im Élysée-Palast sei „empörend“. Der türkische Staatschef gehe erbarmungslos gegen die kurdische Minderheit vor und habe „Chaos“ im Land gestiftet.
«

Dann brachte auch er die Beschreibung des Protokolls des Vorspiels, die zwar in den Prioritäten, aber sonst nicht ganz der des HANDELSBLATTS entsprach:
«Macron hat angekündigt, sich bei Erdogan für die Menschenrechte und die Freilassung von Journalisten einsetzen zu wollen.«,
also offenbar unabhängig von deren Lage und wies ihnen geht, aber ohne Lage und Erkundigung nach einer Lage gehts auch hier nicht:
»Daneben sollen nach Angaben aus dem Umfeld des Präsidenten auch der Syrien-Konflikt sowie die Lage im Nahen Osten zur Sprache kommen.«

Der STERN wurde dann aber doch etwas genauer und damit deutlicher:
«Erdogan hob vor seinem Abflug nach Paris die Bedeutung guter Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor.«
und überraschte mit einer Bekanntgabe, wofür diese von entscheidendender Bedeutung seien:
Die Zusammenarbeit zwischen Paris und Ankara sei von „entscheidender Bedeutung für den regionalen und internationalen Frieden“
«

»Regionaler und internationaler Frieden« sind des Werbers Kosenamen zärtlichen Klanges in jedem Ohr, das sich dem Geräusch der Realität und Wirklichkeit gern auch einmal verschließt.
Welche Region gemeint sein könnte, das muss man nicht fragen, denn der »internationaler Friede«, die gutgebauteste, lieblichste die Erscheinung im Élysée-Palast, dürfte umso sicherer sein, je weniger Bedeutung die nationalen Kriege gewinnen. Sowohl die Kriege, die man nicht führt, als auch die, die noch nicht geführt werden müssen.

Die WELT hat auch Misstöne vernommen.
Der »Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir«,
der ein Kenner ist,
»warnte davor, auf die türkischen Entspannungssignale „reinzufallen“. Gabriel solle den Besuch Cavusoglus nutzen, um „auf die dramatische Situation für die Menschenrechte in der Türkei hinzuweisen“ und die Freilassung Yücels zu fordern, sagte er dem SWR.
«

Indessen hat Yücel im türkischen Gefängnis, wo man einen Braten besonders gut riecht, womöglich von all den Geräuschen der Annäherung gehört, es sich aus dem Blauen übersetzt, sich sein Teil gedacht, und da auch er seine Pappenheimer offenbar kennt,
»sagte Yücel in einem schriftlich über seine Anwälte geführten Interview der Deutschen Presse-Agentur
«Für schmutzige Deals stehe ich nicht zur Verfügung». (WELT, 17.1.2018)
»Er wolle seine Freiheit nicht «mit Panzergeschäften von Rheinmetall oder dem Treiben irgendwelcher anderen Waffenbrüder befleckt wissen». Auch wolle er keinen etwaigen Austausch mit Anhängern der Gülen-Bewegung, nach denen die  Türkei
fahndet.«

Ob er damit schon alle Möglichkeiten erfasst hatte? Eine hätte er sich allerdings denken können:

»Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) distanzierte sich von den Äußerungen Yücels. Schmutzige Deals gebe es nicht, entgegnete Gabriel in Berlin«‚
denn es gibt nur saubere Deals und
«Es ist übrigens auch gegenüber der Türkei nicht sinnvoll, auch nur in solchen Kategorien zu denken.«
nur weiter,
»Wenn man sich wirklich um bessere Beziehungen bemühen wolle, müssten beide Länder Respekt voreinander haben und sich nicht unterstellen, man wolle «irgendwie Nebengleise betreten».
«

Lieblich wohl wird dies in den Ohren des werbenden Cavusoglu geklungen haben.
Vielleicht fraglich, ob mit dem Besuch des Werbers bei sich zu Hause Gabriels Lage um soviel besser war, als die Yücels im türkischen Gefängnis. Denn immerhin hat dieser von da aus etwas durchaus nicht Undenkbares und auch nicht ganz und gar Unmögliches eingewandt, während Gabriel nichts anderes übrig blieb als sich zu distanzieren – ja, Diplomat zu sein ist nicht immer leicht.
Aber dazu muss man geboren sein.

Außenminister Cavusoglu kennt Deals überhaupt nicht, und so muss er sich auch von keinem distanzieren, schon gar nicht von dem, womit er selbstredend Landsleute in Deutschland beruhigt hat: »Deutschland befiehlt nicht, Türkei befiehlt.«
Und danach sieht es aus, denn Gabriel betritt Verhandlungsorte bereitwillig auch durch die Hintertür, verlässt sie so auch wieder, weiß, was sich gehört, wenn man ihm den Händedruck verweigert und lässt großzügig allerlei auf sich, der Regierung und der Bevölkerung sitzen, wenn es den Werbern um »Neustart« zuvor nicht notwendig erscheint, sich zu distanzieren – davon hätte die WELT sicher berichtet.
Das alles fühlt sich – wie soll mans nennen? – intensiv an.

»Gabriel äußerte zwar auch Verständnis für Yücel: «Ich hab das gelesen von Herrn Yücel, ich verstehe aus seiner Sicht sein Interview.» Aber er fügte hinzu: «Ich kann nur sagen: Es gibt doch gar keinen Anlass dafür.» Beide Länder hätten ein Interesse, dass sich die Beziehungen normalisierten und man auch in Bündnissen wie der Nato wieder normal miteinander umgehe. Das hat mit Herrn Yücel erstmal gar nicht zu tun.»
Das glaubt man sofort.
Aber was könnte das bedeuten »Normalisierung« und »in Bündnissen wie der Nato wieder normal miteinander umgehen«?

»Dem «Spiegel» hatte Gabriel kürzlich gesagt,«, berichtet die WELT,
»die Türkei sei zwar Nato-Partner, trotzdem hat die Bundesregierung eine sehr große Anzahl von Rüstungsexporten nicht genehmigt. Dabei wird es auch bleiben, solange der Fall Yücel nicht gelöst ist. Gabriel betonte danach allerdings, er habe damit nicht gemeint, dass die Bundesregierung Rüstungslieferungen als Reaktion auf eine Freilassung Yücels genehmigen würde.«,
das hieße denn ja auch, Yücel ist eine Geisel, und da hat ihn wohl direkt oder im Geist ein inniger Blick Cavusoglus getroffen, der nun weiß, wo er wohnt, also wollte Gabriel sich diesmal distanzieren von der Annahme, der Vermutung, dem abwegigen Gedanken, dass…
«Ich habe keinesfalls die beiden Dinge miteinander verbunden.
Der Fall Yücel ist der größte Streitpunkt im angespannten Verhältnis mit Ankara.
«,
meint die WELT, was ein klassischer Fall und schönes Beispiel sein dürfte für autosuggestiven Journalismus.

In der Zwischenzeit erreicht das Vorspiel in angespannten Verhältnissen eine neue Ebene:
»Trotz des belasteten Verhältnisses werden Regierungskonsultationen zwischen Deutschland und der Türkei wieder aufgenommen. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums teilte mit, im Ministerium habe es an diesem Mittwoch ein Treffen auf Staatssekretärsebene gegeben. Dabei sei es um Fragen der Terrorismusbekämpfung gegangen
Fragen intimer Art offenbar, die Nebensache betreffend.

«Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte, seit dem Gespräch zwischen Bundesaußenminister Gabriel und seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu am 6. Januar gebe es keine wesentlichen neuen Entwicklungen.«
weder noch, und auch im Westen nichts Neues.

Am 20.1.2018 dann meldete N24:
»Syrien: Türkische Kampfflugzeuge bombardieren kurdische YPG-Milizen.«

Auch die ganze Wahrheit scheitert oft an der Bildungsfrage. Wenn ihr das Wissen um ein wichtiges Detail abgeht, kann eine halbgebildete Wahrheit nur zu einer unvollständigen Information werden. Diese kann wiederum einen Mangel erzeugen, der, wie wir wissen, der Vater des Optimismus ist – oder dessen Vetter, wie in diesem Fall.

Das kleine Detail, das der Nachricht abging, war, dass dieser Angriff auf syrischem Territorium stattfand und noch stattfindet.
Dieses Detail hätte immerhin bewirken können, dass sich die Ereignisse überschlagen, doch die sahen in ihrer Lage natürlich wenig Anlass, zumal die Türkei vermelden ließ, die Offensive heiße „Operation Olivenzweig“ (da können die Satiriker hierzulande noch was lernen) und werde nicht lang dauern.

Mit der Offensive endete das Vorspiel.

Frankreich hat in der ersten Überraschung eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt. Was könnte man noch tun?

Man kann zitieren:
DEUTSCHE WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN zum Thema normaler Umgang in Bündnissen wie:
»Die Nato spricht der Türkei in Syrien das Recht zur Selbstverteidigung zu, mahnt aber ein Vorgehen mit Augenmaß an.«;

AZ zum Thema Auslandsreisen:
»Russische Stellungnahmen vom Wochenende deuten jedenfalls darauf hin, dass die Moskaureise des türkischen Generalstabschefs erfolgreich war. Die jüngste Krise sei durch „provokative Schritte“ der Vereinigten Staaten ausgelöst worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit und kritisierte „unkontrollierte Lieferungen moderner Waffen an proamerikanische Gruppierungen im Norden Syriens“.«;

NTV beruhigt, Trump hat es selbst nicht anders gewollt:
»Die Trump-Administration behilft sich verbal, indem sie über das Pentagon verlauten lässt, dass das Gebiet Afrin für ihren Kampf gegen den IS nicht oberste Priorität besitze. Das ist ein klarer Freibrief für die Türkei, dieses Gebiet in ihrem Sinne zu „säubern“, garniert natürlich mit Bedenken und Appellen. Eigentlich braucht Erdogan diesen Freibrief nicht, denn Trump selbst gibt die führende Rolle seines Landes in der Weltpolitik mehr und mehr auf.«

Es quitscht im Freudenhaus.
Der Rest ist –

FAZ:
»Ein Rüstungsexperte aus der Bundeswehr bestätigte der Nachrichtenagentur dpa in Berlin am Montag, dass Bilder von der Militäroperation Panzer vom Typ Leopard 2 A4 aus deutscher Produktion zeigten. Die Bundesregierung wollte die Berichte am Montag nicht bestätigen.[…]
Der Nato-Partner Türkei hatte nach Neumanns Worten in den Achtziger- und Neunzigerjahren 397 Leopard-1-Panzer bekommen. Von 2006 bis 2011 habe die Türkei dann noch 354 Leopard-2-Panzer erhalten. Die Türkei verfügt damit über mehr Kampfpanzer als die Bundeswehr.[…]
Zu einem Medienbericht, wonach Bundesaußenminister Sigmar Gabriel die Modernisierung türkischer Leopard-Panzer durch Rheinmetall gestatten will, wollte sich die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Maria Adebahr, nicht äußern. Auch offene Kritik an der türkischen Offensive äußerte sie nicht. Die Bundesregierung habe kein vollständiges Lagebild und könne das türkische Vorgehen völkerrechtlich daher nicht einordnen, sagte Adebahr.
«

Sich zum vollständigen Lagebild zu äußern kann durchaus schwer fallen, wenn die Annäherung noch in der Offensive ist.
GroKo.

Written by monologe

23. Januar 2018 at 12:34 pm

SPD – das Rennen

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Die SPD erinnert an einen Witz mit Bart:

Treffen sich Zwei, fragt der eine den andern: »Na, wo warsten Sonntag?«, »Ich war mal beim Pferderennen.«, »Beim Pferderennen?!«, „Ja.«, »Und, wie wars?«, »Stell dir vor, ich steh am Geländer, und wie ich runtergucke, seh ich, mein Schnürsenkel is auf. Geh ich n Stück zur Seite und wie ich den zubinde, schmeißt mir doch einer n Sattel aufs Kreuz!«, »Gibts nich. Und, was haste da gemacht?«, »´n Zweiten«

Ganz gut, bezogen auf die SPD kann der Witz erstens noch etwas weiter gehen, indem der andere sagt »Und, ham sie auf dich gesetzt?«, »Nee, aber Riesen-Quote!«, weiß man zweitens, wer geritten ist.
Der Witz selbst hat sogar in dreifachem Sinn was in Richtung SPD intus: erstens, weil der zweite Platz herauskam, zweitens die Behauptung, ihn erreicht zu haben, und drittens, trotzdem das unmöglich ist.

Nicht, dass es der SPD unmöglich ist, im aktuellen Rennen, nachdem sie sich abgewandt hatte und dennoch den Sattel aufgeworfen bekam, den Zweiten zu machen. Das ist möglich, mehr noch wahrscheinlich (bald wirds Gewissheit sein).
Im Witz will das jedoch ein Mann gegen Pferde geschafft haben – unmöglich, aber das ist der Witz.
Nur Gleiches gegen Gleiche könnte das womöglich schaffen. Da ist der Witz, auf das zu setzen, das gewinnt.
Und das ist im Fall der SPD durchaus schwierig.
Wenn man sie für das Rennen um beispielsweise die Bürgerversicherung gesattelt hat, gibt es ein klares Ergebnis:

»Die Union will es einfach schlicht und ergreifend nicht, und es gibt kaum drei Leute in Deutschland, die das mehr bedauern als ich. Wir haben tagelang um die Bürgerversicherung gerungen; es ist uns nicht gelungen, das ist schade, so ist es. Das ist aber ein klares Ergebnis: Die Union will es nicht. Das muss man akzeptieren. Dafür haben wir die Parität. Aber ich sage Ihnen, das bleibt für mich ein wichtiges Projekt der SPD.«

Das hat Nahles im Deutschlandfunk gesagt (und mehr), das könnte jedoch auch der Dobrindt gesagt haben oder der Söder oder auch der Kauder. Dazu hätten die Genossen die Nahles nicht gebraucht.
Und da zeigt sich, dass es ein Rennen Gleiche gegen Gleiche geworden ist – oder sagen wir annähernd zum Verwechseln Ähnlichen.
Es ist ein schwieriges Rennen, das sowohl an den obigen Witz erinnert, als auch an das Wettrennen um den zweiten Platz zwischen Hase und Igel.
Angefangen bei den Verhandlungen.
Die beiden Igel (entspr. CDU/CSU) hätten  ja schon vor dem Ergebnis der »Sondierungen« rufen können »Bin schon da!«, haben es sich aber für das Rennen, die eigentliche Hetz, aufgehoben.

Written by monologe

19. Januar 2018 at 8:07 pm

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Über Baaschs Bauchgefühl

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Des Lübecker SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Baaschs Wunsch ist es, wiedergewählt zu werden.
Um für sich zu werben und einzunehmen hat er ein Wahlplakat anfertigen und sich auf ihm abbilden lassen, eine x-fach-Auflage Stillleben des Vorstellens also zum Anrödeln an Masten und Stangen stadtein, stadtaus.
Ausnahmsweise quer über den Abgeordneten Baasch wie eine Bauchbinde um einen Stumpen – der sonst auch keine trägt – steht zwischen Strichen der Anführung gedruckt, das, wovon man sicher sein kann, dass er es sich auch auf die Fahnen geschrieben hat:
»Mehr Gerechtigkeit für alle«.

Baasch ist beileibe kein Dünner, aber mehr Text, als etwa Gerechtigkeit auf eine Kuhhaut passt, ging quer über ihn einfach nicht drauf.

Die griffige, auf Baasch passende Ansage folgt offenbar den Verheißungen des Kanzlerkandidaten Schulz:
Es ist die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, die dafür sorgen muss, dass jeder einzelne Mensch, jeder Mann, jedes Kind, jede Frau im Mittelpunkt unseres Denkens und im Mittelpunkt unseres Handelns stehen. Ich möchte, dass der einzelne Mensch Respekt bekommt.“ –
wie in den alten Liedern

»…eines kann ich schon jetzt vorwegnehmen: Bei unserem Programm wird es um Gerechtigkeit, um Respekt und um Würde gehen.«
Die SPD hat es bitter nötig, aber was immer Schulz vorwegnimmt, wenn es kommt, es käme jedenfalls im Nachhinein.

»Wir wollen, dass die SPD die stärkste politische Kraft nach der Bundestagswahl wird, damit sie das Mandat bekommt, dieses Land besser und gerechter zu machen und den Menschen den Respekt entgegenzubringen, den die Menschen verdienen.«,
wenn sie die SPD wählen.

Baaschs dumpfe Kurzversion dürfte überzeugender sein.

»Mehr Gerechtigkeit für alle« auf Wunsch bedeutet in seiner überraschenden Einfachheit spontan zunächst mehr als überhaupt nichts, doch dass man es der Einfachheit halber wählen kann, um sich dann einfach mal überraschen zu lassen, wieviel mehr einfacher es sein wird.

Um den Rand von Baaschs Plakat drängen sich noch ein paar Fragen.
Ist uns allen noch nicht genug Gerechtigkeit widerfahren?
Wird »Mehr Gerechtigkeit für alle« partiell noch das Allerlebensnotwendigste zur Befriedigung der Grundübel der wesentlichen Existenz auch noch beinhalten oder gehts ins Argere? Heißt das mehr ins Kneifschwein vom Vatter Ubu mit allen, die es verdienen, und siehe, es ist unabwendbar gerechter und nur halb so persönlich bedrohlich wie Komplettüberwachung?
Soll eine Gerechtigkeits-Behörde geschaffen werden, die alle der ohne Unterschrift gültigen Gerechtigkeit zuführt und hierauf respektvoll automatisiert in ein verdientes, aber ebenso gerechteres wie nicht unwürdiges Schicksal einordnet, aber endlich die Pfandflaschensammel-Reviere auch zuteilt?
Was immer, die SPD ist die ideale Adresse für Zuversicht und Vertrauen, auch mehr, wenn man nicht weiß woher und auch nicht wohin mit den Defiziten.
SPD qua Schulz, da weiß man wieder ein, nicht mehr nur aus!

Mit der Kompetenz im Kern der Verursacherin scheint sie es leicht zu haben: bessern, was sie selbst den »Menschen« einst maßgeblich bestimmt und angemessen hat, bieten und entgegen bringen, was sie ihnen, wo es ging, entzog, erneuern, was in Verschlechterung und Verschleiß geraten ist durch sie und woanders gern billig in Kauf genommen wurde.

Das hatten, als es nach ihr ging – man erinnert sich -, die »Menschen« doch auch damals schon verdient, nichts anderes, in Folge dessen sie heute für Anderes vielfach nicht mehr genug verdienen.
Was hat Schulz für die SPD also vor der Wahl zuerst entdeckt: Würde und Respekt und dann den »Menschen« oder umgekehrt?
Auf welche »Menschen« hofft er? Die die SPD früher schon überzeugt hat mit konsequenter Schaffung von Gerechtigkeit?; die ihren angewandten Respekt vergessen haben?; die das Mindestmaß Würde, das laut Grundgesetz nicht angetastet werden kann, nicht in einem Schweizer Bankfach sicherer meinen, sondern dransetzen wollen?

Die heute gültigen, von der SPD aufgestellten Standards sind von solcher Qualität, dass die CDU sie mit Handkuss übernommen hat, um zusammen mir der SPD als Kombine die Ernte einzubringen und das Land zu hegen und zu pflegen bis heute, damit es den Leuten so gut gehe wie nie zuvor.

Nachdem Schulz der SPD gesprochen hatte von Gerechtigkeit, Respekt und Würde, da hats im Saal einen Jubel gegeben, einen Freudentanz, als hätte tatsächlich nie irgendwer da unten je oder schon lange nicht mehr von dergleichen gehört.

Über ein Bauchgefühl hat es der Abgeordnete Baasch dann auf den Punkt gebracht:
»Mehr Gerechtigkeit für alle«.

Das werden doch wissen die lübschen lebenden Toten,
Baasch hätte es längst praktiziert, doch war es verboten.

Richtig ist, dass bis jetzt zumindest nicht allen von der SPD mehr Gerechtigkeit widerfahren ist.

Written by monologe

31. März 2017 at 6:01 pm

TRiUMP 1

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In Russland:
Es wird berichtet, dass vom Wahlsieg Trumps nicht nur Präsident Putin erfreut sei, laut Umfrage so auch ungefähr 37 Prozent der Russen. Passanten, befragt, erhoffen sich vom Präsidenten Trump Verbesserungen der Beziehungen, Aufhebung der Sanktionen, also sogar Verbesserung ihres Lebens, „Frieden“ (die Passantin sagte allerdings „druschba„, was „Freundschaft“ heißt).

In Deutschland:
Das Unmögliche ist möglich geworden“, analysiert der Psychologe Stephan Grünewald. „Unser Wertesystem gerät ins Wanken. ›Man kann wohl sagen: Die Deutschen sind im Trump-Tief.‹“ –

womit eigentlich schon alles gesagt wäre, aber der ganze Klassiker ist es noch nicht:

Der weiße Mann mit den gelben Haaren – er macht den Deutschen Angst. ›In Deutschland kommt hinzu, dass wir zwar von den Folgen dieser Wahl deutlich betroffen sind, aber keinen direkten Einfluss darauf haben‹, erläutert der Psychologie-Professor Jürgen Margraf. ›Das ist eine klassische Hilflosigkeitssituation.‹“ –

Ach ja, „die Deutschen“. Ein „weißer Mann mit gelben Haaren“, Putin, die Russen machen ihnen Angst, einem weißen Mann, dem die Pechsträhne schon vornüber hing, sodass ihnen angst und bange hätte werden müssen, dem folgten sie gelegentlich schon bedingungslos.
Die jeweilige Hilflosigkeit war stets sowohl recht tatenvoll und kriegerisch, als auch irrational und sinnlos.
Was nun macht sich mit der Hilflosigkeit darüber breit, dass in Amerika Trump gewählt wurde, nicht der Herr Geissen?

Gauck gratuliert namenlos
Mit der sprachlichen Raffinesse, die Gauck zueigen ist, begann er seinen Kommentar zum Wahlausgang in Amerika mit einer Erinnerung daran, dass der 9. November in mehrfacher Hinsicht historische Bedeutung habe. Er erwähnte den Mauerfall 1989 ebenso wie die Reichspogromnacht im Jahr 1938 und leitete dann über zum Blick auf Amerika. ›Gleichzeitig ist es ein Tag, der viele Menschen in der Welt beunruhigt hat.‹ Diese ›große Beunruhigung‹ sei während des Wahlkampfes in Amerika entstanden. Damit hatte der Bundespräsident zwar keinen direkten Vergleich zwischen den dunklen Ereignissen der Nazi-Zeit mit der Wahl Trumps hergestellt. Aber Zufall war es sicher nicht, dass Gauck alles in einem Atemzug erwähnte.“

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zeigt sich besorgt über die Art der politischen Auseinandersetzung – auch in Deutschland. ›Demagogischer Populismus ist nicht nur ein Problem Amerikas‹, schreibt der 74-Jährige in einem Gastbeitrag für BILD-Zeitung. ›Auch anderswo im Westen sind die politischen Debatten in einem besorgniserregenden Zustand.‹ Vor allem im Internet sei inzwischen ›völlig egal, ob Behauptungen wahr sind – Hauptsache, der Empörungsgrad stimmt.‹“

Das ist korrekt:

Morddrohungen wegen eines Hitler-Verlgeichs
dpa/Andrew Gombert „Johan Franklin“ sieht eine ernstzunehmende Gefahr in Donald Trump
Ein Deutscher sieht der bevorstehenden US-Wahl mit großer Sorge entgegen. Auf Twitter erinnerte er die Amerikaner daran, was geschehen kann, wenn man auf einen populistischen Politiker hereinfällt – und zieht Parallelen zwischen Donald Trump und Adolf Hitler. Die Reaktionen aus den USA sind äußerst gemischt. Außerdem betont er, viele Deutsche seien sehr besorgt, dass ein offensichtlicher Demagoge und absoluter Lügner so viele Unterstützer findet. Trotzdem wolle er Trump nicht persönlich mit Hitler gleichstellen, sehe lediglich einige Parallelen. Trump erinnere mit seiner Medienaffinität eher an Goebbels.“ –

Trump nicht persönlich mit Hitler gleichzustellen ist gewiss diskriminierend, wenn dessen Affinität aber an Goebbels erinnert, gehen die Parallelen für die Medien in Ordnung.
Schäuble weiter:

›Vereinfachung hat eine Untergrenze.‹ Als Ursache des zunehmenden Populismus nannte der Minister auch, ›dass die Eliten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht immer ein gutes Bild‹ abgeben würden. Zudem seien Entscheidungsprozesse häufig kaum noch nachvollziehbar, so Schäuble weiter. Der Minister forderte: ›Jeder muss bereit sein dazuzulernen. Wenn wir für die Perspektive des anderen und fürs Umdenken offen sind, hat es der demagogische Populismus schwer.‹

Ging der Bundespräsident noch mit dem Florett vor, wählte Sigmar Gabriel den Säbel.“ –

wer Sigmar Gabriel ist? Bitteschön:

Der SPD-Vorsitzende und Stellvertreter der Bundeskanzlerin schien selbst die Bemerkung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vom August,“ –

hier findet sich ein schönes Beispiel dafür, dass es tatsächlich eine zeremonienmeisterliche Hofberichterstattung gibt – wie im Märchenland.
Das Ausrufen der Namen, die Nennung der Ämter und welchem Ritterorden (SPD) die Edlen angehören, welche Waffen sie führen, hierauf dann die verächtliche Nennung des –

„Trump“ –

bzw. Müllerburschen, der, so sprach Frank-Walter Steinmeier (SPD)

„ein ›Hassprediger‹ –

sei, was Siegmar Gabriel, SPD-Vorsitzender usw., also

„in einem Gespräch mit Zeitungen der FUNKE MEDIENGRUPPE übertreffen zu wollen.“ –

schien:

›Trump ist auch eine Warnung an uns‹, äußerte der Wirtschaftsminister – auch mit Blick auf die deutsche Innenpolitik, den Koalitionspartner und die Bundeskanzlerin.“ –

auch dieser Brave denkt an sich selbst zuletzt 

Trump mache sich die Enttäuschung vieler Menschen über eine wachsende soziale Spaltung zunutze.“ –

was ja unanständig ist, sich zumindest nicht gehört, solange die SPD an dieser Enttäuschung nicht wächst wie die Spaltung, sondern schrumpft,

›Trump ist der Vorreiter einer neuen autoritären und chauvinistischen Internationalen.‹ Dazu zählte Gabriel auch Russlands Präsidenten Wladimir Putin, den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, die französische Front-National-Vorsitzende Marine Le Pen und in Deutschland die AfD.“ –

wobei man aber bedenken muss, dass Trump noch keinen Augenblick regiert hat und demnach kein Vorreiter sein kann.
Nein, der Hitler war Vorreiter, denn die hier Genannten und Leute sind allesamt schon in dessen Nähe gerückt worden, ohne dass man in einem ganz bestimmten bedauerlichen Einzelfall von einem Hit abgerückt wäre.
Gabriel hat die PEGIDA nicht erwähnt, weil „das Pack“ vermutlich nicht zur Internationalen zählt.

„›Es geht ihnen um ein echtes Rollback in die alten schlechten Zeiten, in denen Frauen an den Herd oder ins Bett gehörten, Schwule in den Knast und Gewerkschaften höchstens an den Katzentisch.‹“ –

Was sich anhört wie eine Verschwörungstheorie.
Apropos „Rollback“, da hat sich vor Jahren vielen enttäuschten Menschen schon die Frage aufgedrängt, was unecht ist, die Rolle Vorwärts der SPD in gute neue Zeiten oder die SPD selbst?
Andere echt schlimme Sachen eines echten Rollback mit Vorreiter Trump in Amerika hat Gabriel nicht erwähnt, nur noch das Allerschlimmste, was uns und alle, die zu uns gehören, gemäß den alten schlechten Zeiten erwartet:

„Und: ›Wer das Maul nicht hält, wird öffentlich niedergemacht.‹“ –

Wovon allerdings nun wieder Trump das aktuellste Lied singen könnte.
Es wird nur so sein, dass man ihm das Recht, sich „niedergemacht“ zu fühlen, nicht zuerkennen wird.
Mit Recht, denn wer – außer etwa Pat und Patachon, die angetreten als edle tapfre Haudegen mit Florett und Säbel, um der modernen Zeiten willen ein Rollback in alte schlechte und danach die Russen abzuwehren, niedergemacht wurden mittels Drohnen-Beschuss mit hochsensiblen TTIP-Ordnern, ausgeführt von einer Frau am Stick – wer also außer diesen beiden am Ende die Erlaubnis bekommt, sich niedergemacht fühlen zu dürfen, steht noch dahin.

Ein Medium fragt um:

Würdet ihr auswandern, wenn Trump euer Land regieren würde? 9.268 ja, 1.417 nein “ –

nicht gefragt wurden letztere, ob sie  bleiben würden im Sinn von »Wir schaffen das« oder nicht wüssten wohin.

Und dann:

Und dann findet man auch noch eine klar optimistische Stimme im Internet. Opernsänger und Schauspieler Björn Casapietra (46) sieht die Zukunft mit Donald Trump an der Spitze der USA nicht ganz so schwarz wie viele seiner (deutschen) Promi-Kollegen“ –

und da ist ganz interessant, was hier in Deutschland „nicht ganz“ so schwarz sehen ist:

›Ich bin mir ziemlich sicher, dass Trump alle überraschen wird in den nächsten Jahren. Und zwar positiv überraschen. Die Erwartungen an ihn sind gering. Auch deshalb kann er eigentlich nur gewinnen.‹

Ja, ein reuiger Sünder macht mehr Freude, denn 99 Gerechte.

Der Wahlsieg von Donald Trump hat den deutschen Aktienmarkt nur kurzfristig erschüttert. Nachdem der Dax zum Handelsstart um knapp 3 Prozent gefallen war, schmolzen die Verluste bis zum frühen Nachmittag komplett zusammen. Nachdem die New Yorker Wall Street entgegen den pessimistischen Prognosen freundlich eröffnet hatte, kletterte auch der deutsche Leitindex ins Plus und gab im Schlussgeschäft nochmal kräftig Gas. Letztlich gewann der Dax 1,56 Prozent auf 10.646,01 Punkte.

Sahra Wagenknecht, zeigte sich vom Wahlsieg Trumps ›nicht in dem Grade überrascht‘ – so wie viele andere. Die Wähler haben ihrer Ansicht nach ‚nicht Trump, sondern Veränderung gewählt.‹“ –

Schluss:
Wir wissen, was die Russen vom Präsidenten Trump erwarten: bessere Beziehungen, Verbesserung ihres Lebens (Aufhebung der Sanktionen), Freundschaft, Frieden.
„Putins Propaganda-Maschinerie“ hat also offenbar wieder ganze Arbeit geleistet.

Doch fragt man sich nach all dem, was hier zusammengetragen worden ist, Zitate aus den unabhängigen, freien deutschen Medien, Beispiele dessen, was sie, um  „umfassend“ zu informieren, zu verbreiten sich verpflichtet gefühlt haben – es ist der geringste Teil dessen, was auf dem „Markt“ erschien -, was immer und wie immer man darüber denken mag, Trump gewählt ist, der Vorhang zu und alle Münder (›Schnauzen‹) offen:

was also erwarten wir, die Deutschen, von Trump?

 

Kleiner Zusatz:

Als ›einfältigen Versager‹ hat Australiens Umweltminister Josh Frydenberg Donald Trump einst tituliert. Das bedauert er nach Trumps Wahlsieg nun, wie er einräumt. ›Der Premierminister und die Außenministerin haben vor der Wahl den richtigen Ton getroffen. Ich räume ein, ich hätte ihrem Beispiel wahrscheinlich folgen sollen.‹

 

Written by monologe

13. November 2016 at 5:54 pm