MonoLoge

Archive for the ‘Möglichkeiten!’ Category

Brex it

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Remember when you were young you shone like the sun
Shine on you crazy diamond
Now there’s a look in your eyes, like black holes in the sky
Shine on you crazy diamond
You were caught in the cross-fire of childhood and stardom
Blown on the steel breeze
Come on you target for faraway laughter
Come on you stranger
You legend, you martyr, and shine

You reached for the secret too soon
You cried for the moon
Shine on you crazy diamond

Threatened by shadows at night and exposed in the light
Shine on you crazy diamond
Well you wore out your welcome with random precision
Rode on the steel breeze
Come on you raver, you seer of visions
Come on you painter
You piper, you prisoner, and shine

Nobody knows where you are, how near or how far
Shine on you crazy diamond
Pile on many more layers and I’ll be joining you there
Shine on you crazy diamond
And we’ll bask in the shadow of yesterday’s triumph
And sail on the steel breeze
Come on you boy-child, you winner and loser
Come on you miner for truth and delusion, and shine!

Pink Floyd

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Written by monologe

25. Juni 2016 at 5:51 pm

Eine Bombenidee für Berlin

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Jemand hat verkündet (natürlich in einer Illustrierten), guter Geschmack hemme Kreativität, oder so ähnlich. Das ist ein Forschungsergebnis, das ohne weiteres einen Nobelpreis verdient.

Schneller als gedacht wurde nun die Kreativität durch schlechten Geschmack vorgeführt: Galgen jeweils für Frau Merkel und Herrn Gabriel sowie eine Guillotine blutverschmiert wurde in Dresden während einer PEGIDA-Demo in der Menge hochgehalten.
Schildchen waren an die Galgen gehängt, zu lesen darauf, wem symbolisch einer zugedacht.
Die Kreativität der Geschmacklosigkeit lässt an den Strängen solcher Galgen eindringlicher noch gelegentlich auch Puppen baumeln. Das war in Dresden immerhin nicht der Fall, dennoch einhellig die Meinung, das sei geschmacklos.

Die Frage ist nun, was wäre geschmackvoll gewesen?
Hätte der gute Geschmack hier kreativer oder ebenso kreativ sein können?
Hätte guter Geschmack dergleichen nicht vielmehr unzulässig gefunden, verhindert, sodass uns nie zugetragen und gezeigt worden wäre, was wir jetzt sehn, hören, erleben müssen in diesem Land an Hass und Gegenhass, Bosheit, Gemeinheit und Niedertracht einträchtig?
Wie weit das hinunter geht, so abgrundtief kann sich niemand mehr schämen.

Aber nun haben wirs und die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Anstiftung zu einer Straftat.
Das wiederum hat eine weitere artverwandte Kreativinitiative gegen den Staatsanwalt ausgelöst.
Um die Courage des Zeigens des exekutiven geistigen Welterbes – nämlich Galgen und Fallbeil – vor dem zu bewahren, wovor ihr offenbar selbst das Fürchten kommt, hat man dem Staatsanwalt – so wurde gemeldet – mit einer auch für ihn schon geknüpften Schlinge, Erschießung, einem kommenden Tag der Abrechnung gedroht.

Da sollte man, das zeigt ein anderer Fall, ein scharfes Auge nun auf den Staatsanwalt haben. Er könnte Selbstmord verüben, besonders, wenn Depressionen erst hinterher erkannt werden.
Mit Nazis und Selbstmord gibts ja schon Erfahrungen.
In den 30er Jahren schon wusste der Berliner die Auskunft zu geben: Selbstmord hatta wohl jaja bejangen, ma weeß nur nich, wert jewesen is.
Ja, jenseits des schlechten Geschmacks heißt es mit Galgenhumor durchkommen.
Das muss man heutzutage kaum mehr, weil man meistens gleich weiß, wers nicht gewesen ist.

Schlechter Geschmack kann aber auch eine Kreativität freisetzen, die trickreich visionär von den bösesten Taten fernseherisch avantgardistisch vorauseilend einen Vorgeschmack erzeugt und womöglich auch eine Ahnung vom bitteren Nachgeschmack auf schicksalhafte Verkettungen menschlicher Umstände, unglücklicher Überforderung, erregendes Versagen, Kampf…
Das hat ein wahrer Brocken Kreativität des schlechten Geschmacks mit dem Titel „Unterm Radar“ im Wortsinn gezeigt, ein Science-Fiction, der am 14. Oktober 2015 (1. Kheshvan 5776 nach jüdischem Kalender) erstmals ins Weltall, den Äther und die Kabel alle ausgesandt wurde zu den TV-Geräten (die jetzt da hingehängt werden können, wo früher der Gobelin hing, der nur eine Szene zeigte: röhrender Hirsch im Tann, eine Szene, die es an Spannung zu überbieten gilt).
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Auf Seite 3:
Info: Die Produzentin Nicole Swidler erklärt: ‘Unterm Radar’ soll keinesfalls Ängste schüren. Vielmehr soll der Film zeigen, was geschehen kann, wenn der Staat falsche Methoden wählt, um Terror zu bekämpfen.

Unterm Radar kommen unbemerkt bekanntlich Tiefflieger durch, und so triffts der Titel ganz gut, indem diese Science-Fiction ohne aufzufliegen das Radar des guten Geschmacks ja unbemerkt passiert hat, im Schacht eine Bombe für einen fiktiven islamistischen Terroranschlag in Berlin.
Sie könnens nicht abwarten.
Man kann allerdings auch der Ansicht sein, dass Eile geboten ist.

Die Idee: die Bombe explodiert im Bus.
Die ist nicht interessant und noch weniger neu. Aber Gottseidank! Darauf mussten die Filmemacher nicht kommen.
Wäre zuvor noch nie und nirgendwo eine islamistische Bombe in einem vollbesetzten Bus zur Explosion gebracht worden, sie hätten eine solche Idee nicht zu haben gewagt, und wenn, dann höchstens um zu verfilmen, dass Andere sie hatten.
So aber ist es in der Ordnung, dass sie schon ausgeführt wurde, diese Idee, so hat der schlechte Geschmack sie als Chance begreifen können und ihre Verwirklichung in einer Filmtat kreativ nach Berlin verlegt zur Unterhaltung, eilends, bemüht um Frische der Ergriffenheit, des Abscheus, der Empörung  –
Denn die wichtigste Bedingung ist gerade noch erfüllt: die Verwirklichung der Idee Busbombe in Berlin erscheint glaubhaft und praktikabel, ja, sogar wahrscheinlich.

Bei der Entwicklung solcher Idee zum Film, für die Entwicklung des Films selbst, wäre guter Geschmack sicher hinderlich gewesen.

Ob der Film spannend war oder nicht, ist ganz unerheblich, spannend ist nun, ob und wann solch ein Anschlag ihm Recht gibt in punkto wie nah er dran war – wenn Wirklichkeitsnähe zu überhaupt irgendetwas berechtigt, außer, möglichst weit weg davon zu sein.
Freilich – der Film als Warnung! Ist es eine? Wovor? Vor was wäre wenn? Was sein könnte, solange es nicht war?, weils WOANDERS schon gewesen?

Als selbstverständlich setzt der schlechte Geschmack ja beinahe stets voraus, dass man anerkenne, er meints nicht so, er erschaffe eine Illusion nur von des bösen Traums Erwachen, den Nervenkitzel bloß von der Apokalypse, nicht sie selbst, Gott behüte!, nur zur Unterhaltung; er mutet seiner Umwelt bloß die Veranschaulichung der Möglichkeiten zu und bedeutet damit die Welt; dass man darin auch leben muss inklusive.
So ordinär einfach ist das.
Er kann darauf pochen, auf die Ideen des Irrsinns ein unschuldiges Anrecht zu haben.
Im Fall des Radars ist es ein Blick in die Büchse, bevor die Kugel herausfliegt.
Das interessiert die Öffentlichkeit, was alles geschieht für sie.

Der schlechte Geschmack müsste vor sich hin existieren, sich selbst genügen wie der gute, könnte er nicht an undenkbaren Ideen kreativ werden.
Er ist der Bruder dessen, der noch dabei gewesen ist bei den großen Katastrophen.
Er ist Führer zur Aussicht auf sie. Er trat in die Fußstapfen des geschäftstüchtigen Etappenhengstes, der je kolorierte Postkarten verkauft hat mit hübschen Motiven von der naiven, unversehrten Landschaft, in die er garantiert echte Katastrophen montiert hatte.
Vom Wahnsinn blieb ihm der Traum vom Glück, davongekommen zu sein, und schließlich die Idee, für die Phantasie aus der Methode das Unvorstellbare zu machen, die Katastrophe, das Grauen. Er ging kreativ um mit dieser Idee zu einem Schauplatz, wo sie Realität, ihre Verwirklichung am wirkungsvollsten gewesen war.
Die Idee der Vernichtung ist eine Grundidee. Ihre Scheußlichkeit ist unvorstellbar, das lohnt die Mühe ihrer Illusionierung.
Auf keine Art Bombenanschlag oder -abwurf gibts ein Copyright, auch nicht auf einen Bombenanschlag in einem Linienbus.
Die einen haben die Idee dazu, andere den passend schlechten Geschmack, der sie darauf bringt, sie dort unterzujubeln, wo man selbst davon noch verschont geblieben war und sich vermutlich zu Tode langweilt, den Guten, und sich eine Haxn heraus zu reißen, wie der Wiener sagen würde, aus a Bombn. Siggst, Ideen muss ma ham.
Man muss es ausdrücken, das Attentat, bevor, wie der Berliner sagt, die Kacke in escht am Dampfen is und es wirklich geschieht und der Übermut dahin wäre wie weggeblasen.

Immerhin neu dürften im besagten Film die frei erfundenen Verstrickungen ebenso frei erfundener Faktoten gewesen sein, die die barbarische Idee mit Leben und Leben lassen zu füllen hatten. Die Besten, wie immer.

Aber vielleicht hält solcher Film Attentäter ab? Vielleicht aus dem Grund der Ehre, die ihrer Idee mit der Verfilmung widerfahren ist, der Anerkennung, dass die Idee brauchbar war, ihr Ultimatum ins Leben zu bringen? Aus Frust vielleicht, dass ihnen bezüglich Reise der Idee nach Berlin jemand zuruft „Bin schon hier und hab ein Wiener Schnitzel bestellt!“?
Oder sie lassens bei der Spannung, der Drohung bewenden, weil sie eigentlich nicht so sind und ihnen das ja an und für sich genügt?
Aber vielleicht spornt es sie auch an, wer weiß?

Wie auch immer; Gruppe SILLY, Text von KARMA:
…du öffnest dir ´ne Dose Kompott – der Saft läuft auf das Laken – mein Gott! Sieh dich doch vor, sieh dich doch an, das schlürft und schleckt sich die Wunde ran! …

Aphorismus – 48

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Heute ist einfach alles Kunst, besonders, wenn es keine ist, sie zu machen. Es ist darum ebenso gut möglich wie unmöglich geworden, keine zu machen.

Written by monologe

22. November 2014 at 10:36 am

Neues von der Rentenpolitik

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Wie heute gemeldet wird, hat eine Enquet-Kommission des Deutschen Bundestages beschlossen, der Bundesregierung zu empfehlen, die Rentenansprüche der Abgeordneten/Minister im Falle ihres Todes auf deren Kinder zu übertragen und ihnen 68% der Abgeordneten-/Ministerrente als Ausgleichsleistung über eine Dauer von mindestens 20 Jahren fortzuzahlen.

Zur Begründung wird die außergewöhnliche Belastung der Abgeordneten/Minister angeführt. Deren Arbeitstage hätten nicht selten eine Länge von 16 bis 18 Stunden, heißt es, sodass vor allem für die Kinder der Abgeordneten/MInister erhebliche Nachteile und Defizite entstünden.
Ohne dass die Kinder der Abgeordneten/MInister diese Nachteile und Defizite sowohl zu ertragen als auch zu kompensieren hätten, sei die Ausübung einer Abgeordneten-/Ministertätigkeit nicht möglich, daher habe man über einen entsprechenden Ausgleich nachzudenken gehabt.

Man habe gefunden, dass die Kinder von Abgeordneten/Ministern durch erbrachte Verzichts- und Kompensationsleistungen eine vollzeitliche Abgeordneten-/Ministertätigkeit ihres Elternteils/ihrer Eltern  erst ermöglicht  haben.
Somit gebühre Kindern von Abgeordneten/Ministern ein maßvoller Anteil an den zu ihren Lasten in Folge Abgeordneten-/Ministertätigkeit erworbenen Ansprüchen ihrer Eltern.

Written by monologe

1. April 2014 at 8:21 am

Gutes aus Lübeck

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Übernommen von der „Lübecker Desillustrierten“.

„Nur heute: 1000 Euro zu gewinnen!

Keine Frage, die von den Lübecker Banken in seltener und darum umso schönerer Einigkeit initiierte (nur) heutige Aktion 1000+ wird ein voller Erfolg werden!
Die Aktion bietet für jeden, der heute über einen Geldautomaten in einer beliebigen Lübecker Bankfiliale 1000 Euro abhebt, die Chance, 1000 Euro extra und draufgezahlt zu bekommen.
Ein Zufallsgenerator wählt von allen Konten, von denen der Betrag von 1000 Euro abgebucht wurde, das aus, das gewinnt.

Dem gerüchtekommunikativen Vernehmen nach wurde die Aktion von der Lübecker Kultursenatorin Annette Borns und den Sozialverbänden wegen sozialer Unausgewogenheit aber offenbar heftig kritisiert.
Der für eine Beteiligung abzuhebende Betrag sei viel zu hoch angesetzt, auch wenn man einräumen müsse, dass Bedürftigen der Gewinn auf die Sozialleistungen angerechnet würde; nicht jeder, der eine solche Summe auf dem Konto habe, sei zu Ostern daheim, und es bestehe ohnehin der Verdacht, dass die Banken darauf spekulierten, die ausgelobte Summe über in Anspruch genommene Überziehungszinsen leicht wieder herein zu bekommen.
Solche Anreize und Versuchungen, denen man kaum widerstehen könne, wären nicht nur besonders unsozial, sondern, wenn man nicht gewinne, an Zynismus kaum mehr zu überbieten.

Ob die Banken diese Vorwürfe wie zu erwarten mit Hinweis etwa auf die aktuelle Benzinpreisentwicklung zum christlichen Osterfest einhellig als weitaus ungerechter und im Hinblick auf Steuerentwicklung, Mautpläne, Restaurantpreise, Telefon- und Rundfunkgebühren unbegründet zurückgewiesen haben, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Redaktionsschluss war heute, Ostermontag-Morgen, um 8 Uhr.“

Written by monologe

1. April 2013 at 9:56 am

Fraternité

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Vieles in Deutschland ist nicht erlaubt (z.B. Bäume ausreißen) bzw. wird „reguliert“, was oft nicht begreiflich ist.
Man kann aber sagen, was man will: gut, wenn der Barbar außer durch Selbsterkenntnis immer noch auf einem andern Weg der Besserung ist.
So ist sein Totenkult streng reglementiert, und besonders wachsam verfolgt man den Weg von Totenasche.
Man darf nicht unter dem eigenen Apfelbaum begraben werden, und es ist bestimmt, dass die Urne mit der Asche eines lieben Toten nicht in die Wohnzimmervitrine gelangt.

Sieht der Barbar aber nicht ein, dass eine/r seiner Lieben seine Urne und Asche mit ins Grab nehmen soll, so kann er sie über Holland mit dem Argument in sein Wohnzimmer schmuggeln, dem seis schließlich egal.

Und damit hat er dessen Sargnägel meist auf den Kopf getroffen.

Written by monologe

3. April 2012 at 12:42 pm

Licht, Kraft und Herrlichkeit

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Der „Energieversorger“ VATTENFALL hat verkündet, er werde sich professionelle Hilfe engagieren, um seine oft und lange schon kritisierte Informationspolitik zu verbessern.
Was ist unter „Informationspolitik“, besonders einer kritikwürdigen,  zu verstehen? Versagen in „wie sag ichs meinen Kindern/Kunden“? Oder wie ein Feldwebel dem Soldaten Meier beibringt, dass dessen Mutter gestorben ist, indem er antreten lässt und allen Halbweisen befiehlt vorzutreten, um dann den Soldaten Meier, der ja von nichts weiß und nicht vortritt, mit dem Finger auffordert vorzutreten „Komm´se Meier, komm´se!“

Einfach sagen was ist, scheint man irgendwie einfach nicht zu können.
Da darf man nun auf den Profi gespannt sein. Vielleicht kann man einen Könner mit angeborener Kompetenz aus der Familie derer von Münchhausen headhuntern?

Wenn nicht – wie wärs mit zu Guttenberg?
Ach, und beinahe hätte ich ihn schon vergessen, Seine GlasnostExzellenz Informationsprofi Christian Wulff!