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Archive for the ‘Kirche’ Category

Meteoroiden

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Während „sich alle Welt“, wie es im DEUTSCHLANDRADIO hieß, auf den Asteroiden DingsBums2012 konzentriert habe, denn dieser sei der Erde so nahe gekommen wie nichts zuvor, ohne eine Gefahr „dargestellt“ zu haben, es also wie eine Enttäuschung des Erwarteten und längst Überfälligen aussah, hat sich ein kleiner, unbeachteter, geradezu unsichtbarer Meteoroid, also sozusagen ein Gottesteilchen, auf die Erde gestürzt.
Der große populäre Asteoroid mag sich nicht besonders angezogen gefühlt haben und froh gewesen sein, in einem beruhigenden Abstand an jenem berüchtigten „blauen“ Planeten, der Menschen hat, eben nochmal vorbei zu kommen.
Nicht so der ihn begleitende Meteoroid.
Was in ihn gefahren sein könnte, unerlaubt in die Atmosphäre Sibiriens einzudringen, zu „explodieren“ und als „Meteoriten-Regen“ niederzugehen, ist unbekannt. „Über 1000 Menschen“, wird gemeldet, seien verletzt, allerhand Fensterscheiben zerbrochen und die Frage aufgeworfen worden, ob „Kometen die Erde angreifen“.
Mit Recht. Man soll sie nicht provozieren.
Allein dass der MODERATOR des DEUTSCHLANDRADIO sagte, die sibirischen Fensterscheiben seien „zerberstet“, könnte die kleinen, unbedeutenden, an und für sich friedlichen Meteoroide gewiss dazu verleiten, zu Meteoriten zu werden mit unabsehbaren Folgen.

In einem jedoch dürfte Gewissheit bestehen: mit Steinen wirft nur Einer. Allah würde mit Schuhen werfen.

Written by monologe

17. Februar 2013 at 11:27 am

Die Blauen Schafe

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Auch nach Lübeck kamen die weltgewandten ULTRAMARINBLAUEN PLASTIK-SCHAFE.

Oily South On CanvasSie sind willkommener als manch ein homo sapiens erectus, besonders einer aus Fleisch und Blut, der ein Dasein zwischen Nichtein-Können und Nichtaus-Wissen führt als das Unwesen eingefleischter Ultra-Ignoranz und marinierter Realität, was äußerlich unspektakulär als der reichsten Männer Deutschlands ultramarinblauer Plastikbeutel an seiner Hand und für seine Aussichten nurmehr als blasse Wand in Erscheinung tritt, von der alles abgeschminkt ist bis auf den Teufel, zu dem er sich noch scheren könnte.
Er führt ein Leben in einem strengen Realismus, dessen Stillleben sich nicht plastisch abheben vor der ungeschminkten Realität, denn sie machen weder Eindruck, noch gelten sie als Ausdruck.

Zu Hause - Foto: Martin Gernhardt Anders und fern davon die ULTRAMARINBLAUEN SCHAFE. Die sind – ganz im Gegensatz zu jenen unwesentlichen Existenzen – vielerorts gern gesehen und so hatte der BLAUSCHÄFER BONK ihrer „über 150“ auch auf die Rasenflächen vor das weltbekannte Lübsche Holstentor treiben dürfen mit der Erlaubnis, sie grüppchenweise „den ganzen Tag über grasen“ zu lassen. 

schaf250.jpgGlücklicherweise macht es BLAUEN SCHAFPLASTIKEN gar nichts aus, erhobenen Hauptes zu grasen, und dass sie vorbeugend zu Grasenden erklärt werden müssen, tut ihnen auch keinen Zwang an.
Durch dieses Grasen erhobenen Hauptes lassen sich einerseits schnöder Naturalismus, andererseits ständiger Verdacht des Grasverzehrs und der Grasnarbenschädigung leicht vermeiden, indem es BLAUEN PLASTIKSCHAFEN nicht nur besonders leicht fällt, auffällig nicht zu grasen, indem sie es demonstrativ nicht tun, sondern auch Kunstwerk zu sein.
Denn sobald dem unerwünschten weil naturalistischen Grasen nichts anderes übrig bleibt als in den Köpfen der Betrachter zu entstehen und darin Statt zu finden, ist die BLAUSCHAFHERDE sicher als Kunstwerk zu erkennen, ganz gleich, ob das Grasen nun dort entsteht und Statt findet oder nicht.
Entscheidend ist, dass die BLAUSCHAFHERDE nicht nur kein bisschen grast, sondern auch keine Anstalten dazu macht.

Die künstlerische Lösung eines unlösbaren Widerspruchs anzuerkennen fällt dem Betrachter sehr viel leichter als zu entdecken, dass ohne diese kein Widerspruch vorhanden wäre.
Natürlich könnte man sie, die BLAUSCHAFHERDE, besonders dass sie grast ohne zu grasen, noch leichter als Kunstwerk erkennen, wenn sie etwa in Gestalt BLAUER QUADER grasen würde (vorausgesetzt, die Lokalpresse ließe die HERDE BLAUER SCHAFE vorab ausdrücklich als BLAUE QUADER „daherkommen“, denn sonst wäre sie als Kunstwerk gleichwohl einer Herde ROTE KÜHE, GÜLDENE LÖWEN oder BEIGE AUSSERIRDISCHE zum Verwechseln mit BLAUEN SCHAFENnicht unähnlich genug).

Das Grasen einer Herde BLAUER QUADER wäre künstlerisch zwar vollkommen, rein und unschuldig, wird aber dem BLAUSCHÄFER mit Recht zu kompliziert erschienen sein für die kulturferneren Schichten, die in einer BLAUSCHAFHERDE, wenn es schon sein muss, eher bereit sind, ein Kunstwerk zu erkennen, als in einem Kunstwerk eine HERDE BLAUE SCHAFE.

Ein Kunstwerk, bevor es möglicherweise friedlich grast, müsste erst als SCHAFHERDE erkannt werden, also sind die BLAUEN SCHAFEerkennbar als blaue Schafe aus Plastik und stellen nur möglicherweise ein Kunstwerk dar.

Das ist sicherer.

Denn während ein Kunstkenner gewiss eher so seine Schwierigkeiten hätte, fassen zu sollen, dass eine b_250_0_16777215_00___images_Beitragsbilder_schaf3.pngSCHAFPLASTIK tatsächlich ein Schaf darstellt, aber jedes Verständnis dafür aufbrächte, sollte ein QUADER eins darstellen, ist der einfache Mann, seine Frau, und sind seine Kinder durchaus in der Lage, in einer SCHAFPLASTIK leicht und sicher ein Schaf zu erkennen, sogar und erst recht, wenn es ihm auffallend ähnelt, und können das auch – wie man sagt – artikulieren: „Ahhh, ein Schaf!“.
Das, weil die PLASTIK äußerlicher Gestalt nach eindeutig Schaf ist ohne jede Ähnlichkeit mit einem Kunstwerk.
Und da die PLASTIK sonst nicht die geringste Gemeinsamkeit hat mit einem natürlich vorkommenden Schaf, ist sie wiederum eindeutig als Kunstwerk erkennbar – und in Blau natürlich erst recht!

Aber genügt es, BLAUE SCHAFE einfach auf grünen Grund zu stellen und ihre Wirkung sich selbst zu überlassen?
Reicht es aus, dass sie für die einen als Schaf erkennbar sind, für andere als Kunstwerk?
Muss nicht, was Schaf ist und Kunstwerk, als Kunstwerk Nutztier sein und als Schaf etwas bedeuten?

BLAUSCHÄFER BONK: Symbolik der Herde als Installation und als Möglichkeit, auf friedliches Miteinander und Toleranz, Wir-Gefühl aufmerksam zu machen. Die Herde erweckt sozusagen ein bisschen den Eindruck von soner friedlich weidenden Herde; nur wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass alle Schafe genau gleich sind, und diese Botschaft, alle sind gleich – oder dieser Erkenntnisprozess – das ist sozusagen der Kerngedanke dieses gesamten Kunstprojektes.

Man kann die Befangenheit des Kunstkenners, in der er BLAUE SCHAFE leichter oder überhaupt erst erkennen kann, wenn sie durch BLAUEN QUADER dargestellt werden, nun besser verstehen.
Denn wie man sieht, besteht die Gefahr, dass, wenn eine Herde BLAUE SCHAFE eine Herde Schafe darstellt, damit der Eindruck einer friedliche weidenden Herde erweckt wird, das mit dem Hinstellen einer Anzahl BLAUER PLASTIKSCHAFE natürlich keine Kunst mehr ist.
Das BLAUE SCHAF wird zum Nutztier.

Allein dass hocherhobene Schafsköpfe es dem Kunstkenner ermöglichen, sie sich friedlich weidend vorzustellen, entschädigt ihn nicht dafür, dass er genauer hinsehen soll, um zu erkennen, dass alle identischen Schafe genau gleich sind.
Eine solche pleonastische Störung der Geistesgegenwart hätte sich mit einer Anzahl BLAUE QUADER vermeiden lassen, würde er sich mit Recht sagen, denn diese hätten gewiss genug damit zu tun, den Eindruck zu erwecken, dass sie BLAUE SCHAFE darstellen, ebenso die Betrachter damit, dass es gelingt.

b_250_0_16777215_00___images_Beitragsbilder_emscherwelle1500.jpgEine friedlich auf den Rasenflächen vor dem Holstentor grasende Herde lebender Schafe könnte für friedliches Miteinander, Toleranz und Wir-Gefühl nicht mindestens wahrhaftiger Beispiel geben?
Weil Schäfer und Schäferhund dann nicht in Frankfurt am Main übernachten und so ruhig schlafen könnten wie ein BLAUSCHÄFER?
Nein, das kann der Grund nicht zu sein, denn auch der BLAUSCHÄFER lässt seine Herde nicht über Nacht im Freien, obwohl womöglich gerade nachts auf friedliches Miteinander, Toleranz und Wir-Gefühl aufmerksam zu machen wäre.

Sone Menschenmenge erweckt tagsüber, tatsächlich ähnlich einer friedlich grasenden HERDE BLAUSCHAFE, auch so manche Eindrücke von friedlichem Miteinander usw., kurz, alle sind gleich – jedenfalls solange man genau hinschaut.
Oft sieht man Genaueres allerdings erst, nachdem man einmal nicht genau hingeschaut hat, beispielsweise morgens, nachdem alle BLAUEN SCHAFE schwarz und alle Theorien, Symbole und Katzen grau gewesen sind.
Die Botschaft einer Deinstallation – oder der morgendliche Erkenntnisprozess – würde den Kerngedanken um die Frage erweitern, auf wieviel Toleranz der BLAUSCHÄFERdurch das eigene Beispiel aufmerksam machen kann.

Aber der BLAUSCHÄFER ist natürlich auch ein SCHLAUSCHÄFER, indem er es nicht darauf ankommen lässt, Installation und Kerngedanke der Nacht auszusetzen.
Nachts ist die Welt unsicher.
Morgens tritt ein Bedürfnis nach Bilderbüchenem zutage als Idyll mit BLAUSCHAF- statt Reiter-Standbildern auf einer Augenweide.
Es ist ein Entwicklungsland mit einer Botschaft, BLAUE SCHAFE sind die Diplomaten.
Entgegen dem, was ist und dem Untergang geweiht wie alles, was entsteht, symbolisieren sie was sein soll.
Nur was man nicht ist, kann nicht untergehn.

Zu glauben, dass diese identische Gleichung mit dem Schaf auf die geschminkte (in der der innere Schweinehund im Schafpelz wandelt) oder ungeschminkte Realität (bis es dunkel wird), nicht übertragbar wäre, ist hanebüchen.
Denn Gleichmacherei und ausschließliche Toleranz nach dem Hanebuch sozusagen, das Hanebüchene also, gibt es.
Es ist das Idyll, in das bunte Schrecken, Erniedrigungen und Horror flimmern und wo auch sonst die Balken sich bögen, wären sie nicht aus Beton. Das ins Bilderbüchene zu „gentrifizieren“ wird ein liberal-hygienisches Interesse der Statthalter öffentlicher Bedürfnisse nach Harmonie immer spürbarer – und was sie mit einem Nachdruck betreiben, als ginge es getreu Lenin um die Elektrifizierung Russlands.
Aber es geht um Quartier für friedliches Miteinander, Toleranz und Wir-Gefühl, solange jener homo sapiens erectus mit dem ultramarinblauen Plastikbeutel an der Hand – der Clochard Struwwelpeter – nicht im städtischen Grünen dazwischen schnarchend nutzlos hingelümmelt das Idyll stört und sich auch nicht scheut, im Gebüsch daneben seine Notdurft zu verrichten.
Der Struwwelpeter kann blau sein wie er will, nichts lässt sich mit ihm von dem projektieren, was mit demBLAUEN SCHAF projektiert werden kann. Er liefert keine Botschaft, keinen Erkenntnisprozess, erweckt kein Wir-Gefühl, kein Kerngedanke ist ihm zugetan und er steht selbst für alles, was ihn symbolisiert. Ja, das BLAUE SCHAF wird als BLAUER QUADER oder umgekehrt noch leichter erkannt und anerkannt als der blaue Struwwelpeter als Mensch oder mindestens Mitmensch.
Damit hat es schon eine eigene und besondere Bewandtnis.
Das öffentliche Interesse, das außer den erhobenen Zeigefinger die tollsten Realitäten und deren TV-wütige Wirklichkeit samt Schönfärberei mit und ohne Notwendigkeitserklärung tolerieren muss, wird von einer Instanz verwaltet und vertreten, die nicht nur für BLAUE SCHAFE, sondern auch für den Struwwelpeter zuständig ist. Dieser fordert allerdings manchmal einen Ausgleich der Interessen heraus, nämlich der tatsächlichen mit den höheren.

So hat ein Hamburger Sozialdemokrat – Vertreter der ersten und exekutiven Instanz – entschieden, sich in der Sache Struwwelpeter im Zweifel für eine ausgleichende Intoleranz zu entscheiden und die Kernkompetenz mit einer Tatsache vollendet, indem er einen Eisenzaun errichten ließ, damit Hamburger Struwwelpeters fortan den Zugang zu ihrem Haushalt unter ihrer letzten Instanz, einer Brücke, verwehrt sein sollte.
Der SPD-Mann, in der Absicht, aus seiner Entrüstung über die Untugenden, die die Struwwelpeter in Ermangelung einer Toilette aus ihrer simpelsten Not gemacht hatten, seinerseits nachdrücklich die Tugend abzugrenzen, kannte aber die Tugend schlecht.
Die wartet ja geradezu händeringend auf für sie errichtete Zäune, besser noch eigens von ihr selbst errichtete, um über sie hinweg sehen zu können und mit Recht zu finden, einen Zaun zu setzen verkürze den rechten Weg um die Freude, ihn zu gehen.
Und auf diesem Weg war die Entdeckung der fehlenden Toilette nur noch eine Formalität. Kurzum, der Zaun musste wieder entfernt werden. Es musste etwas Besseres her, was ganz anderes – Butter bei die Fische -, nun soll eine 100 000-Euro-Toilette aufgestellt werden, in der sein Geschäft zu machen der Tourist bezahlen muss.

Nur der Struwwelpeter hätte die Tugend frei.William Holman Hunt (1827–1910) Der Sündenbock

Ob der Bürgermeister zur Einweihung kommen und wer der/die Erstbeste sein wird, symbolisch das beispielhafte Geschäft zu machen und die Wirkung eindrucksvoll zu beglaubigen, bleibt abzuwarten (oder der Bericht ist zwischen zwei Hiobsbotschaften bereits untergegangen). Die BLAUSCHAFHERDE ist von den Grünflächen vor dem Holstentor längst wieder verschwunden. Der Bürgermeister war da. Fands ne tolle Sache. Schnellste Bewerberin vor allen anderen ungenannt gebliebenen Bewerbern um einBLAUSCHAF war die evangelische Kirche. Die hats geholt und man glaubt gern, dass sie nach dem berühmten Vorbild eines Schneiders, der ein zu treten hieß, „wenns“ kein Schneider wäre, jedes Schaf nach Hause trägt, wenns nur nicht schwarz ist. Das identische SCHWARZE SCHAF wartet noch auf seine Installation, um auf ein Ende des friedlichen Miteinanders, der Toleranz und des Wir-Gefühls aufmerksam zu machen. Herkules Nordstern - Foto: Martin GernhardtEs hätte entsprechend identisch seiner globalen Bedeutung wohl schon symbolische 20 Meter groß zu sein, aus changierendem Schwermetall, 240 Tonnen schwer. Es müsste auf einer Zeche stehen, von der niemand weiß, wer sie zahlen soll, sollte sie unter ihm fällig werden; wie ein Wolf das SCHWARZE SCHAF den Kopf im Nacken müsste es friedlich grasen, aus seinem Maul würde – blicket hinan! – rauchen die Zentralheizung.

 

Kursiv=Zitate aus den „Lübecker Nachrichten“

Written by monologe

27. November 2012 at 11:09 am

Para Pussy Riot

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Diese Aktion –  Pussy Riots Aktion Geplatzt  aus dem Gelsenkirchener Kulturmagazin HerrKules – käme selbst als fata morgana, die sie ist, zu spät.
Die alten Rand-68-er Pussy zynikots und ironimots (mich eingeschlossen) sitzen auf ihrem G-Spot (Ortschaft! Nicht mit expandierender Prostata zu verwechseln) und können sich nur kühne Sprünge über Schatten fantasieren, die fernab wegen echtem Riot haftende Pussys aus der Glotze auf ihre Stubenböden werfen.
Doch das Gute (alte, böse) ist sooo nah.
Es hat nämlich inzwischen eine Aktion, die man mit „free pussy riot!“ bezeichnen könnte, im Kölner Dom gegeben, die im kalten Licht unserer Kommissare Realität und Wirklichkeit einen unerwartet interessanten Schatten des Original-riot auf den Boden unserer Tatsachen wirft, der uns näher ist als die Hose, die wir – jedenfalls das, womit wir unsere Scham bedecken –  längst mit der Kneifzange anziehen.

Was in den Kölner Domgefilden geschah, wurde gleichwohl filmisch dokumentiert,


und man sieht also mit dem Verfolger des Geschehens ganz gut: wie die Protestierenden von „Ordnungshütern“, sowohl solchen in Messgewändern, als auch solchen in „Zivil“, also im Schafspelz, engagierten Christen im Verein womöglich mit 1 Euro-Kräften quer durch das Gotteshaus über den Boden geschleift, über die Grabplatten des Gotteshauses zur Eingangstür – in diesem Fall zur Ausgangstür – hinausgeschleift und draußen auf vielfältige Weise genötigt, erniedrigt, professionell sinnlos demütigend bekniet und vom jeweiligen Handlanger des H – ja, welches Herrn? – begrapscht wurden.

Man sah einen Ausbruch von Hysterie und aufgestautem, weiß-der-Kuckuck-wem-gefälligem Hass, der Menschenleiber zerrend blindlings Barrieren niederriss: hölzerne im Haus und solche, deren so ungehemmte, hemmungslose Übertretung zuvor überhaupt offenbar nur Heide, Pussy und Punk nicht geglaubt hätte (die ja glauben dürfen, was sie wollen).
Kurzum, es war, als würden Händler und Wechsler aus dem Haus geworfen – aber, natürlich, weit gefehlt!

Ein bisschen Wahrheit kam aber doch dabei heraus, nicht nur bis an schummer Tee-Lichtlein, sondern ist ans Tages-Licht gekommen, und tut uns nun allen gut, da man doch gern weiß, was man hat und woran man ist.

Nach all dem, was die Kirche, speziell die katholische, im Zuge ihres ans Tageslicht gekommenen früheren Umgangs mit der Jugend durchgemacht hat, die Schmutzkampagnen, die Demütigungen, den Spießrutenlauf, unter ihren Haussegen das Gegenteil von Zulauf, da ist es begreiflich, dass sich intern Wut und auch ein wenig heiliger Zorn aufgestaut haben und dass sich vor den Hirten eine seltsame Art Schafe einfand, solche, die die Gelegenheit gotteslästerlichen Handelns und des Hausfriedensbruches im wahrsten Sinne beim Schopfe packt – mithin die selten gewordene Gelegenheit, zum innerkirchlichen Gebrauch wieder einmal eingefleischteste Jugenderziehungsmaßnahmen anzuwenden.
Da geht auch ein amtlicher Mann Gottes nicht dazwischen, nicht aus Furcht nicht, sondern vermutlich bedenklich, dass auch er dann mit demselben Recht beim Widerrist gepackt und hinausgeworfen werden könnte. Diese letzte Affenschande ist dem Haus erspart geblieben.

Allem andern werden sich die deutschen Gerichtshäuser wie immer blind annehmen und es – statt im Sinne Iwans auch noch ein Urteil über sich selber zu verhängen – im Sinne Salomons als Haussegen im Gotteshause lassen. Und erst hier weiß man wieder, wo man lebt. Bis nach der Prügel wars wie in Russland.

Dass es nicht bis zum Totschlag ging, weils kein Gefängnis und kein Aufhängen am Baukran darauf gibt, daran kann man deutlich sehen, dass es noch am rechten Glauben fehlt.

Mehr Prügel, gelegentlich auch Fatwa gibt’s bei uns nur für Mohammed-Karikaturen, indem man sie zeichnet, druckt oder neuerdings auch – wie in Russland Ikonen – in Prozessionen herbei- und herumträgt. Dass alles in der Ordnung bleibt, darüber wacht – Gott Lob! – die Polizei…

Wie man sieht, kommt man auf den unerfindlichsten Wegen allmählich auf den Hund, der zwar ohnehin schon ein unreines Tier ist; doch auf der Kuhhaut ist kein Platz, es muss, was da nicht draufgeht, auf die Katz (vor dem Kölner Dom auch „Rattenpack“ genannt).
Was das ist zu sehn, dazu braucht man zumindest kein prophetisches Octopussy mehr.

Gauck

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Teufel flohen, als er traf.
Statt gewohnter Höllenstrafen fühl´n nun Liebesqual die Geister;
Selbst die alten Satansmeister sind von spitzer Pein durchdrungen.
Jauchzet auf! es ist gelungen.
Bald ist er ganz ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Gute will und stets das Böse schafft.

Ausweg

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Die „Christenheit“ scheint keinen Ketzer mehr hervorzubringen, der, wie einst Luther, Gott selbst überzeugen könnte.

Revolution

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Auch wenn Gott den Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen hätte, so hat der Mensch doch dieses Original schon aufgegeben, entschlossen, keines mehr neben sich zu dulden. Das Ebenbild Gottes ist nicht der Mensch, sondern der Tod.

Mahnung

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Die Sonne scheint, es soll sich aber niemand darüber hinwegtäuschen lassen, es nie vergessen und in Bezug auf alles Große, Weite, Tiefe samt Oberfläche, besonders in Bezug auf die Erde inklusive Merkel, Wulff, Käßmann, Schröder, Gabriel etc., etc. pp. keinen Zweifel hegen: das Universum ist finster!
Man wird  sich wundern, wie einfach die Erklärung dafür ist, dass außer der Sonne nichts mehr so recht einleuchtet.