MonoLoge

Archive for the ‘Aphorismus’ Category

Aphorismus – 52

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Natürlich gilt bei uns ›Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare‹ nach wie vor.
Ein Ungeschick aber ist wie von selbst als Geschick dazu gekommen: die Überforderung.
Diese scheint in den Schulen besser vermittelbar als die Sprache, die Schüler lernen schneller und besser etwas auszuquetschen als auszudrücken, und so ist, worüber die Schüler klagen, das, worunter die Lehrer leiden.
Gehts ans Sterben ist es andersherum: worunter da die Sterbenden leiden, ist wiederum das worüber die Pflegekräfte klagen.
Überforderung ist offenbar der Schwung, mit dem es drunter und drüber geht.
Da bleibt auch führenden Politikern nichts übrig, als der Hoffnung Ausdruck zu verleihen, die alte Regierung, die sie neu bilden, werde wie zuvor das Richtige tun.

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Written by monologe

2. Februar 2018 at 10:39 am

Aphorismus – 51

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Meist kann nur eine Epidemie uns die Ansteckung auslösen.

Written by monologe

13. Juni 2016 at 5:16 pm

Aphorismus – 50

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Der aktuelle Bürger (Bürger, von den Politikern auch „die Menschen“ genannt) ist ein Prometheus, der für die freie Überbringung der Meinung an die felsenfeste Überzeugung geschmiedet ist, dass ihm ein Adler zwar die Leber frisst, diese aber geduldig ist.
Manchmal muss er allerdings erkennen, dass er ein Pimpf war, der auf dem Kleister einer geduldigen Meinungsmaché klebend mehr einem Aasgeier die Überzeugung genährt hat, ein Adler zu sein, macht ihm auch das nicht viel aus.
Dann winkt er ab, das bisschen Säuferleber.

©Martin Klingel 2016

Written by monologe

12. Januar 2016 at 9:44 am

Aphorismus 49

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Die Entwicklung des Menschen, der vom Affen abstammt, kommt nicht mehr voran; die des Affen, der vom Menschen abstammt, macht dagegen enorme Fortschritte.

Written by monologe

23. Februar 2015 at 6:18 pm

Aphorismus – 48

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Heute ist einfach alles Kunst, besonders, wenn es keine ist, sie zu machen. Es ist darum ebenso gut möglich wie unmöglich geworden, keine zu machen.

Written by monologe

22. November 2014 at 10:36 am

Aphorismus – 47

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Giebt Leider keine verblödung ohne Tristesse bei aller Begeistrung über das wie, leicht mann ein Dummen findet, is es noch ein wunder was er denkt is egal seins glücks schmied, is doch jeder selber?

Fassen

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Worauf du deine Hand gelegt, was du hältst, nach kurzer Zeit schon fühlst dus nicht mehr; fass neu, nicht fester.

Written by monologe

21. September 2014 at 9:58 am