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Archive for the ‘Anekdote’ Category

Aus Leschs Kosmos

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»Ich hoffe, dass die Aufklärung nicht stirbt, auch wenn man inzwischen leichte Zweifel haben könnte.«
sagte aus dem Fernseher Professor LESCH, deutscher Astrophysiker, Naturphilosoph, Wissenschaftsjournalist, Fernsehmoderator und Hochschullehrer, der einen eigenen Kosmos unterhält.

Was der Herr Professor außerdem hofft, ist, dass er als Aufklärer um die Aufklärung kreist, nicht umgekehrt, obwohl man auch da leichte Zweifel haben könnte. Denn selbst wenn die Aufklärung stürbe und nicht das Interesse an ihr, woran kaum zu zweifeln ist, würde sie mithin doch das Zeitliche segnen.
Und so ist es wahrscheinlicher, dass sie, wie es sich gehört, den Professor den Segen sprechen ließ, damit er ausdrücke, was sie in seinem Todeskampf noch sagen wollte. Und keiner konnte das besser.
Es ist ein Universalsatz. Sein Objekt ist mit beinahe jedem beliebigen Wert des Zeitlichen austauschbar, der nach seiner Verteidigung mit der Feder nur noch auf dem Papier steht, sprichwörtlich.
Man kann die Aufklärung auf Leschs Totenbett sogar mit der Bundeskanzlerin MERKEL austauschen:
›Man hofft, dass die MERKEL nicht mehr gewählt wird, auch wenn man inzwischen leichte Zweifel haben könnte‹ – nämlich dass es eine Alternative gibt.

Aufklärung vom Feinsten.

Written by monologe

18. Januar 2017 at 11:54 am

Inspiration

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Wahrscheinlich unmittelbar beeinflusst, inspiriert von „Die Mittagsbrezel“ des Bloggers Gerhard Mersmann, Form 7, hat sich heute Morgen folgendes zwischen zwei mir nahestehenden Menschen, Inhaber einer harmonischen Beziehung, abgespielt:

7:20 Uhr
Er (nachdem er seine Kaffeetasse an diesem Morgen selber weggetragen und ausgespült hat, was er sonst so gut wie nie tut):
Ich weiß, du hattest heute Morgen einige unsere Beziehung förderliche Aktivitäten zu unternehmen vor (sie lacht), das hab ich schon gemerkt, ich musste doch aber aufstehn. Für heute Morgen schon um Acht hat sich doch die Birte angemeldet.
Sie:  Aha.
Er:  Das hatte ich dir doch gesagt –
Sie:  Ja, erinnere mich schwach, im vorigen Jahr, vor zwei Jahren, dass du da –
Er:  Quatsch, da hab ichs ja noch gar nicht gewusst, dass sie heute – ach so. Ja, siehst du, genau, da kam sie auch, erinnere mich.
Sie:  Halb Acht.
Er:  Jaja, das schmeißt mir alles durcheinander. Okay, ich geh und präparier mich mal. (verschwindet im Bad)
Sie:  Was will sie denn?
Er:  (aus dem Bad) Schie bringt ihr Auto zur Durchsicht, kommt dann halt mal vorbei. Bringt wieder paar von die guten Eier mit.
Sie:  Eh-hm.
Er:  (Fertig) So. Zwanzig vor Acht. Kann ich ja noch schnell was lesen. (Laptop, während sie frühstückt, liest er) Haha –
Sie:  Was issn das?
Er:  Kann – ich dir – jetzt – auf die Schnelle – aber wieder – seeehr – interessant –
Sie:  Na, ich geh gleich auch los.
Er:  Bin gleich soweit – ha, die Kommentare immer –
Sie:  Ich geh los.
Er:  Kurz vor Acht. Kleinen Augenblick noch – das hat mich auf was gebracht.
Sie:  Jetzt das Lesen?
Er:  Genau. Heute kann den Leuten was geboten werden. Wart mal, bis die Birte klingelt.
Sie:  Nö, ich will ja vorher weg sein, sonst –
Er:  Also tschüss schonmal – (ein Abschied mit größtmöglichem Aufwand an ritualisierten Sympathie- und innigen Zusammengehörigkeitsbezeugungen zum Beweis, dass sich keine Abneigung, kein Ekel entwickelt hat. Es klingelt)
Sie:  Also tschüss dann, machs gut –
Er:  Jaja, ich komm ja mit.
Sie:  -?
Er:  Du gehst hinten raus, ich lass vorne die Birte rein – wenn das einer sieht. Das wird den Leuten gefallen. Das sieht gut aus.
Sie:  Ja, sehr schön – machs gut.

Written by monologe

1. Juli 2016 at 11:52 am

Veröffentlicht in Aktuelles, Anekdote, Humor, Kultur, Leben, Literatur, Realität, Sprache

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Zeitreise durch Mecklenburg

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Bismarck soll von Mecklenburg gesagt haben, dass im Fall des Weltuntergangs in Mecklenburg die Welt erst hundert Jahre später untergehe.
Seitdem suchte Mecklenburg leichthin Anschluss an den Weltuntergang zu gewinnen, und man hätte meinen können, der Untergang Mecklenburgs hinke dem Weltuntergang statt hundert schätzungsweise nur noch zehn Jahre nach.
Kürzlich aber scheint man in Mecklenburg irgendwie digital zu neuen Erkenntnissen gelangt zu sein, wonach offenbar auch nicht mehr mit solchen zehn Jahre gerechnet werden darf, ehe die Realitäten in Mecklenburg ankommen und Wirklichkeit werden, sondern mit nur noch einer Verspätung von einem halben bis dreiviertel Jahr bzw. zwei Jahreszeiten!
Und so galt es wohl, rasch alles zu erfassen, was schneller als gedacht auf Mecklenburg zukommen könnte.
Zuallererst wird man sich bei zuständiger Stelle zur Sachlage Weltuntergang erkundigt haben, hat zwar Entwarnung bekommen, doch wenn kein Weltuntergang war, dann muss man mit allem sonst ja noch rechnen!

Die Erfassung aller Eventualitäten ist bei so geringer Verspätung allerdings ebenso unmöglich, wie auf jede erfasste vorbereitet zu sein. Da heißts Prioritäten setzen.
Und man scheint sich einig geworden zu sein, dass Mecklenburg jedenfalls von allen möglichen Ereignissen am besten auf ein mit der errechneten Verspätung realistisch um den 14. August herum in Mecklenburg auftretendes Blitzeis zeitnah und mit chirurgischer Präzision reagieren zu können vorbereitet sei.
So wurden Mecklenburgs Straßen also um den 14. August herum mit ein paar Tonnen grober grauer Art Mergelschotter gestreut.

Davon ausgehend, dass mit der aktuellen Verspätung am errechneten Tag sich auf (bestimmten?) Straßen Mecklenburgs ein Blitzeis vom vorigen Winter gebildet hat, ist die gebriefte Kolonne entsprechend zeitnah ausgerückt und hat reichlich ausgebracht. Es galt, entsprechend Herr einer derart verzweifelten Lage zu werden, dass die Behinderung des Urlauber-, Berufs- sowie Pendelverkehrs trotzdem in vertretbaren Grenzen gehalten werden musste.

Ob „flächendeckend“ gestreut wurde, ist ungewiss, aber hätten Sie, lieber Leser, zur fraglichen Zeit beispielsweise zufällig die Straße von Schlutup bis Grevesmühlen befahren, Sie hätten ein überraschendes kleines Wunder bar erleben können.
Besonders Sie, lieber Moped-/Motorrad-/Fahrradfahrer, die Sie wegen der Wetterunbilden im Winter bewusst nicht Moped/Motorrad/Fahrrad fahren, sondern nur im Sommer.
Da ist es sicherer.
Und Sie hatten gemeint, dabei auch auf alles gefasst zu sein?

Nun, man kann wohl auf alles gefasst, jedoch, wie auch Mecklenburg, nicht auf alles vorbereitet sein, und sicher nicht darauf, dass etwa die Strecke Schlutup-Grevesmühlen im Spätsommer mit kleinen Unterbrechungen beinahe durchweg über so ca. 38 km gestreut ist, also überraschend für Schönwetterfahrer simultan unter strengwinterlichen Bedingungen gemeistert werden muss.
Man ist  heilfroh,  gesund und unbeschadet ans Ziel zu kommen.

Warum gestreut wurde dürfte allerdings mit der Grund dafür sein, dass es zugleich unmöglich war, eben darüber nachzudenken: man hatte sich ganz auf die Aufgabe zu konzentrieren.
Für den Fall, dass Fahrzeugführer, besonders Kradfahrer (Motorradfahrer) nicht realisieren könnten, worum es geht, musste die Höchstgeschwindigkeit zur Überraschung auch für Eilige und besonders zu deren Sicherheit vorsorglich auf 30 bis 40 km/h begrenzt werden.
Das war nötig, weil ja Schnee und Eis fehlten und eine dennoch äußerst großzügig gegen Glätte gestreute Fahrbahn die Vernunft der Kraftfahrer an und für sich spontan zu allem Möglichen verleitet, nur nicht ohne weiteres zur Vorsicht.

Doch offenbar hat man sich verrechnet, das Blitzeis, der Winterhöllen-Angel war nicht aufgetreten und kommt vielleicht erst nächste Woche.
Oder man ist entgegen allen Berechnungen doch noch ein volles Jahr zurück und der Russe, äh, das Blitzeis kommt erst mit dem nächsten General?
Aber wie dem auch sein mag, was nächsten Winter kommen oder sein wird, weiß niemand.

Vielleicht wird auf Mecklenburgs Straßen, die diesen Sommer noch gegen Blitzeis gestreut werden konnten, im übernächsten Winter kein Winterdienst mehr möglich sein, weil nach Budget die Bezahlung der Köpfe der Straßenmeisterei kein Spielraum mehr lässt für die Bezahlung von Angestellten des niederen Streu- und Räumdienstes? Um „Achtung, kein Winterdienst!“ zu vermeiden wird Mecklenburg vielleicht der Zeit vorauseilen müssen und diesen Dienst womöglich privaten Firmen übertragen?
Eine „Wintermaut“ könnte erfunden und fällig werden?
Man wird es nehmen, wie es kommt, soviel scheint immerhin sicher. Und was, es wird ja immer auch etwas Angenehmes, eine Lösung, ein Ausgleich damit verbunden sein.

Hätte die private Winterdienst-Firma beispielsweise zugleich eine Geflügelfarm, dann ließen sich bei Straßenbenutzung Geflügel-Rabatt-Marken denken, hätte sie auch eine Bäckerei, Brot-Rabatt-Marken, eine Malaysia-Shopping-Fluglinie, dann Kolumbus-Meilen-Gutschriften, wäre es eine chinesische Firma, dann wären Gutscheine für all-your-can-eat in allem Ming-Tempeln und Yam-Palästen drin, was?, oder wenn es eine Briefkasten-Firma wäre, bekämen Sie vielleicht einen original Liechtensteiner Landbriefkasten oder sogar eine mail-Box mit automatischer Briefbombenanzeige, oder eine Gratis-XXLSommer-Packung-Fürst-Pückler-Amtsschoko-Erdbeer-Blitz-Vanille-Grundeis oder – die Flatrate…!, wer weiß?

Anekdote aus einer harmonischen Beziehung – 2

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Morgens im Bett

Frau: Morgen, du Schnorchler.
Mann: Schnorchler? Hab ich wieder geschnarcht?
Frau: Man hatte´s schwer.
Mann: Oh, mein Gott. Tut mir leid. Musst du mich einfach wecken.
Frau: Nützt ja nichts. Du drehst dich um und weiter geht’s.
Mann: Oh, mein Gott. Musst du mich wecken und ins Wohnzimmer schicken.
Frau: Naaaiin, da hab ich ja keine Kontrolle über dich.
Mann: Kontrolle? Was für eine Kontrolle – nachts?
Frau: Naja, zum Beispiel, ob du schnarchst.
Mann: Ahhh. Da fällt mir eben ein: wir haben bloß noch ein Ei zu Frühstück. Hab vergessen, welche zu kaufen.
Frau: Dann wird das eben ein eineiiges Frühstück für Zwei.

 

Written by monologe

13. Oktober 2012 at 9:49 am

In Lüneburg

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Sitzend in barockem Kanapé
Sieht man in „Anna´s café“
Zwischen Kuchen und Kaffeeen
Kommen, gehen, sitzen, stehen,
Seltne Tassen, Leute, Kellnerinnen
Mit dem Goldrand innen.

Written by monologe

6. April 2012 at 6:57 pm

Das schönste Erlebnis

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Radiosprecher: „Halloo! Hier ist wieder Ihr Volki Mannschobbsky – und jetzt kommen wir auch wieder zu den schönsten Erlebnissen, berichtet von Hörern für Hörer! Ich bin gespannt! Heute haben wir Frau Müller am Apparat. Hallo, Frau Müller, was haben Sie uns ganz Besonderes aus Ihrem Leben zu berichten?“

Müller: „Ja, ich und mein Mann haben zwanzig mal das Matterhorn bestiegen.“

Radio.: „Das Matterhorn bestiegen? Zwanzig mal?!“

Müller: „Jaahh.“

Radio.: „Wie hoch ist das – Matterhorn?“

Müller: „Viertausend Meter.“

Radio.: „Unglaublich. Und da sind Sie zwanzig mal rauf?“

Müller: „Jaahh.“

Radio.: „Was ist denn das Besondere, wenn man es geschafft hat und dann da oben steht?“

Müller: „Tjaa, erstmal der Rundblick. Das ist ganz unglaublich, was man da für eine Sicht hat. Das Gefühl, da oben zu stehen; und die Farben, die Wolken – das ist einfach unvergesslich bis heute.“

Radio.: „Vielen Dank, Frau Müller für den Bericht ihres unvergesslichen Erlebnisses, das auch wir nicht vergessen werden! Beteiligen auch Sie sich an unserer Aktion „Mein schönstes Erlebnis“. Haben auch Sie ein Erlebnis, das so besonders und schön war, dass Sie es nicht vergessen können und uns davon berichten möchten? Rufen Sie uns an unter 081517181922 für 14 Cent die Minute, Anrufe vom Handy können etwas teuer werden, oder mailen Sie uns unter infoedraedioblabla. Wenn uns die Geschichte gefällt, kommt sie auf Sendung und Sie haben die Möglichkeit, uns und unseren Hörern, den treuen Hörern von Radio Blabla, Ihre schönste Geschichte live zu erzählen und sie auch für uns unvergesslich werden zu lassen! Nur Mut und wir vom Sender wünschen viel Glück! (Musik) Hier spricht Volker Mannischobbsky von Radio Blabla, dem Verwöhn-Sender mit den besten Hits der Siebziger, Achtziger und Neunziger! (Musik) Und weiter geht’s mit dem Besten aus den Siebzigern, Achtzigern und Neunzigern! Ich, Ihr Volki Mannischobbsky, möchte mich schonmal verabschieden. Wir hören uns wieder morgen früh pünktlich um Acht mit dem „Morgenmuffin“ von Radio Blabla (Radioerkennungsmusik), täglich von Acht bis Elf mit Volki Mannischobbsky am Mikrofon und Ingrid Demuttau in der Redaktion! Bis dann, und bleiben Sie uns treu, Ihr Radio Blabla und Volki Mannischobbsky! (Radioerkennungsmusik, dann John Denver „Country roads“)“

Ein Gedächtnisprotokoll, in einem Atemzug zu lesen.

Die Entdeckung Gaddafis

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Eine Sau, die neben dem Unschuldslamm zu Guttenberg durch unser Dorf mit U- und S-Bahn, zugehörigem Islam und christlich-römischer Kultur – oder wars christlich-jüdisch? – getrieben wird, ist Gaddafi.
Wulff, der Apostel des Schweinhütens mit Rindfleischessen, hat die getriebene Sau während ihres Treibens entdeckt.

Es war ähnlich wie die Entdeckung Amerikas, als man auf kürzestem Wege nach Indien war, um schneller an den Pfeffer für die entsprechenden leeren Säcke zu kommen – für die kleinen Bauern in die fade Sülze ein bisschen Luxus.
Da kam Amerika in die Quere, man hielts für Indien und nannte die Amerikaner Indianer.
Für diese Täuschung mussten diese Indianer später, nachdem es herausgekommen war, dass sie Amerika für Indien ausgegeben hatten, schwer büßen. Die Intervention der Sicherheitskräfte der damals vereinten Nationen ist als „Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer“ in die Geschichte eingegangen.
Nun hat Wulff in Folge Aufruhr Libyen, darin Gaddafi und in ihm den „Psychopaten“ entdeckt.
Es geschah anscheinend in der gewissesten Gewissheit jetzt, dass dieser Psychopath es werde büßen müssen, dass er sich 40+ Jahre lang als Staatschef ausgegeben und shakehands bzw. Handküsse und diplomatisches Geschick empfangen hat.

Die Sau war immer schon psychopatisch komisch, da aber die Täuschung vorlag, hielt mans offenbar für Folklore, selbstbewusstes Auftreten, Würde, Brauchtum, Strenge – unser Gaddafi eben.

Für anekdotisch hielt man wohl die Affäre mit der Schweiz, als der Sohn Gaddafis wegen in einem Schweizer Hotel vollzogener Prügelstrafe in Gewahrsam genommen wurde, worauf Vadder Gaddafi zwei Schweizer als Geisel nahm, um Sohnemann frei zu bekommen.
Ein Vorgang, der in Hinsicht auf Maßnahme und Gegenmaßnahme sicher einer gewissen Logig nicht entbehrt hat, also des roten Fadens, und deshalb wohl mit Demut und Diskretion behandelt worden ist.
Damit ist es jetzt vorbei.
Denn die Weisheit des Libyschen Volkes hat es ans Licht gebracht: der Kaiser (Gaddafi) ist nackt (geistig).
Da hat es auch unser Wulff ausgesprochen.

Kleiner Schönheitsfehler nur, dass ein Kommentator aus Libyen dazu gemeint hat, man solle, wenn man kein Mediziner sei, mit solchen Begriffen vorsichtig sein.

Aber was soll der Wulff denn sonst sagen? Als Bundespräsident?
Arzt ist er nicht, Revolutionär ist er nicht, Libyer ist er auch nicht – gründlich „ich bin ein Libyer“ hat er noch nicht erklärt – Volk ist er auch nicht, sonst stünde ihm die Umgangssprache zur Verfügung – was soll er sagen?

Es bleibt ja nur „Der Mann, den mein Hausarzt Psychopath nennen würde“ oder so – wenn der Dr. das erlaubt…