MonoLoge

Freiheit

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Sie war verschwommen
in den Grund,
mit erhobnen Händen
hielt sie sich am Strohhalm
mit dem Mund.

Sie war verlaufen
in einem Fleck
zwischen vier Wänden
Kreise gehend
im Versteck.

Sie war ein Blatt,
das, als der Herbst gekommen,
der Sturm vom Baum gerissen hatt
und mitgenommen.

In Freiheit fühlts,
wie leicht es wiegt,
sicher, dass es nun für immer fliegt
und ist verweht
in einem Wind
der nicht mehr geht.

 

© 2016 Martin Klingel
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Written by monologe

27. Januar 2016 um 10:18 am

Veröffentlicht in Aktuelles, Gedicht, Kunst, Leben, Literatur, Sprache

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