MonoLoge

Flut

with 2 comments

Man sollte der Versuchung widerstehen, ein „Jahrhundert-Hochwasser“, das Medien, Politikern, Zynikern, Propheten, Pessimisten etc. der Himmel – zugegeben -zweimal in zehn Jahren schickt, eben darum als eine Sintflut anzunehmen, weil fragwürdiger und -ja- überflüssiger Berufs-, Existenz-, Gelegenheits-, Daseins-Zweck eine treibt und man gewiss den Eindruck haben kann, auch fern davon dran zu ersaufen.
Nach der Sensation ist mit ansteigenden Pegeln eine Weile nur der Sensations-Hunger durstig.
Es ist aber noch immer nur, was es früher ganz selbstverständlich war: ein Hochwasser.
Die Sintflut, mit der wir es zu tun haben, führt kein Wasser; die Dämme Anderes zu halten sind gebrochen, sie ist Abfluss.

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2 Antworten

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  1. Ans Sommerloch dachte ich auch wegen der „Füllung“, und dass die Zeit für das Hochwasser während des Wahlkampfes dann doch die bessere wäre, weil im Wahlkampf die Beistandsbekundung nicht mehr reicht, da würde man Taten sehn. Aber ist das alles zusammen nicht der fade Mehl-Leim, auf den man nicht kriechen sollte, nur um mit etwas Spucke ein paar nette Wortspielchen abzuweichen? Und was den Wahlkampf angeht: ich geh schon lange nicht mehr wählen. Nicht, weil ich mir nichts draus machte, wie regiert wird, sondern eben weil ich weder irgendeinen „Wahlkampfauftakt“, noch die Schmierenoper selber durchstehe. Erschöpft hoffe ich am Wahlsonntag, dass gewählt wird, was ich nicht gewählt hätte – und lag die letzten Jahre durchaus richtig. Und so hatte man es mir prophezeit. Aber auch geistig experimentell eine Wahl zu treffen geht immer so aus, dass ich mich nachher frage, ob ich das nicht gewählt habe. Danke für den Kommentar!

    monologe

    4. Juni 2013 at 5:50 pm

  2. Das einzige, was man dem Ereignis vorwerfen kann, ist der Zeitpunkt. Eindeutig zu früh, es wäre dramaturgisch wesentlich besser im Sommerloch angesiedelt gewesen. Als Wahlkampfauftakt wiederum ist der Zeitpunkt ideal!

    Gerhard Mersmann

    4. Juni 2013 at 10:36 am


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