MonoLoge

Planet Doping

with 2 comments

Aus Australien wird der gelungene Nachweis „flächendeckenden“ Dopings gemeldet, während unsere Biathletin Miriam Gössner, die in letzter Zeit stets imstande gewesen war, „überragende“ Bestzeiten zu laufen, nach dem gestrigen Weltmeisterschaftslauf in der „Mixed-Staffel“ und Platz 13 sagte, sie habe sich „eigentlich gut“ gefühlt, sei aber plötzlich von Leuten überholt worden, die sie quasi noch nie gesehen und nicht gekannt habe.
Und wir?
Wir machen nicht nur Fortschritte im Kampf darum, Rassismus und Sexismus „auszurotten“, sondern was ein großer Schritt für die Australier ist, ist für uns ein kleiner: wir könnten von der Bewunderung immerhin schon dazu kommen, uns zu wundern.

*

Was die Entdeckung des „großflächigen“ oder auch „flächendeckenden Dopings“ betrifft, damit verhält es sich wie mit der Entdeckung Amerikas, nur eben umgekehrt (die großflächige Beschaffenheit haben Doping und Amerika gemeinsam).

Ob Wikinger, Spanier oder Portugiesen, im Anfang war des Entdeckungsreisenden Lust zu sehen, was am Ende oder jenseits des Endes der Welt zu holen sei (Chinesen mögen den Wunsch gehabt haben, zu investieren). Es wurde also zuerst die Unendlichkeit der „Welt“ entdeckt (nachdem sie entdeckt war, musste folgerichtig das wettbewerbsmäßige Laufen und Fahren im Kreis herum erfunden werden).
Hierauf wurde den Eroberern  Preise ausgeschrieben, die gewerbsmäßige „Schnelligkeit“ wurde kreiert (die Wette darauf, dass sie „Beschiss“ ist, ist noch nicht erfunden worden, obwohl eine wettfähige Wahrscheinlichkeit vorhanden ist), und so machte man sich mit der Mannschaft auf die Suche nach Ruhm, Ehre und, verkürzt ausgedrückt, etwa noch Silber und Gold und – entdeckte die „neue Welt“.

Die Entdeckung des dopischen Kontinents oder kontinentalen Dopings dagegen ist, mit der Ausnahme seiner aktuellen Entdeckung in Australien, immer mit der Entdeckung verbunden, dass das Gold schon „erobert“ und „heimgeholt“, der Lohn der „Mühe“ schon fest auf der Bank liegt.

Es gibt also im alten Sinn streng genommen nichts zu entdecken – außer eine neuen Welt.
Von dieser ist die alte allerdings jene Lichtjahre entfernt, die ihr mindestens dämmern müssten, bevor sie sie durchleben könnte.

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2 Antworten

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  1. Nachdem ich erfreut zur Kenntnis nehmen durfte, dass mein Blog auch unter Aspekten der Rechtschreibung gelesen wird, – ich bin tatsächlich für jeden Hinweis dankbar – wollte ich meinerseits die Korrekturfahne hissen und darauf hinweisen, dass die Wikinger nichts mit dem ähnlich klingenden Pharmazie-Unternehmen zu tun haben 😉

    missingchair

    9. Februar 2013 at 6:11 pm

    • Wird sofort koregiert. Fielen Dank. Warscheinlich haben die Wikinger unternehmens-moralisch mit allen, nur mit dem änlich klingenden Farmazie-Unternehmen nichts zu tun. „Unter Aspekten der Rechtschreibung“ habe ich Deinen Blog allerdings nich gelesen aber der Feler viel mir halt besonders darum auf, weil er in Ferbindung mit der ungeduldigen Vorderung pasiert is, es möge doch jeder Depp nun endlich irgendwas endlich mal begriffen haben, oder so änlich. Wen mann sowas vordert muss man halt höllisch aufbassen. Habs ansonsten mit Intresse gelesen.

      monologe

      9. Februar 2013 at 6:42 pm


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