MonoLoge

Viertelherzig

leave a comment »

Der Herr Gabriel, Erzengel der SPD, hat gesagt:
„Ich möchte, dass beim Geschäftsfeld des Investmentbankings ein ganz großes Schild an der Tür steht mit der Aufschrift: Hier endet die Staatshaftung.“ – und da haben wir die Ursache der Banken-, Staats-, Glaubwürdigkeits-, Vertrauens-, System-, Lobbyisten-Krise schon: das „Geschäftsfeld des Investmentbankings“, also kurz Seine Majestät, hat bisher kein ganz großes Schild an der Tür gehabt mit jener Aufschrift, sonst, bitte, wäre es ja nie soweit gekommen!
Das ist durchaus glaubwürdig.
Das Geschäftsfeld darf darüber hinaus geltend machen, dass es auch nicht entsprechend darüber informiert gewesen sei, wo die Staatshaftung beginnt, und selber auch erschrocken ist.
Viel mehr als ein dezentes Schild mit der Aufschrift „Vorsicht, frisch gebohnert!“ dürfte nämlich unterm Geerd in den „Filialen“ auch nicht beachtlich gewesen sein.
Auch das ist glaubwürdig.

Wenn es mal wieder kriselt, dann sicher deshalb, weil auf dem andern Blatt der Tür zum Geschäftsfeldzimmer das entsprechende sehr große Schild dann vielleicht unterm Siegmar zwar hing, aber auf dem andern Blatt nicht das noch größere Schild mit dem sehr klein Gedruckten: „Hier beginnt Ihre persönliche Haftung“ stand.
Das erscheint notwendig.

Und auch das hinzuhängen wäre nur erst halbherzig, denn: WieWasWer, wenn die Exekutive greifen müsste?
Sie, Sänger, Mr. Fallstaff?

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: