MonoLoge

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Es wird gemeldet:

„Magnus Gäfgen entführte und ermordete einen Bankierssohn, jetzt bekommt er eine Entschädigung vom Land Hessen. Das Frankfurter Landgericht hat dem 36-Jährigen 3000 Euro zugesprochen, weil ihm ein Polizist nach seiner Festnahme Gewalt angedroht hatte.“

Er muss, so wird weiter berichtet, für die Verletzung seiner  Menschenwürde entschädigt werden. Man hatte ihm mit „unvorstellbaren Schmerzen“ gedroht.
„Als Gäfgen schließlich auspackte, konnten die Beamten nur noch die Leiche des Kindes aus einem Tümpel bergen.“
So bekommt er 3000 dafür, dass er unter dem Eindruck, andernfalls unvorstellbare Schmerzen erleiden zu müssen,  gegen alle Menschenwürde zum menschenwürdigen Handeln gezwungen war und „ausgepackt“ hat?
Naja immerhin. Nicht viel, aber wenigstens was.
Es wäre natürlich für ihn ehrenvoller gewesen, er hätte der Verletzung seiner Menschenwürde tapfer standgehalten.

Der Hund.

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