MonoLoge

Für Herrn Geißler

with 2 comments

Das Zitat

Harmlos werden Hitler, Goebbels, Freisler,
Harmlos wird die braune Brut
Wenn man wie der Geißler,
Geißler
Das Zitat,
Zitat,
Zitat,
Wie er es verwendet hat,
In dieser Zeit verwenden tut:
„Wollt ihr den totalen Krieg?“

Ach, wie nah am Braunen
Hat die neue deutsche Wacht gebaut,
Täglich lernt man Staunen,
Staunen,
Staunen,
Wovor ihr nimmer und wovor ihr ständig graut.

Es herrschte der totale Frieden,
Über allen Gipfeln kaum ein Laut,
Solange das Zitat gemieden
Und der brave Mann,
Mann,
Mann,
Nicht in Tiefbahnhöfe schaut,
Die er nicht mehr weg bekommen kann.

Ach, am deutschen Wesen
Kann der gute Michel nicht genesen.
Solang er selber harmlos ist,
Hat er das Tabu-Zitat,
Zitat,
Zitat,
Nicht gebraucht und  nicht vermisst.

Nun jedoch
Drückt ihn als „Nazi-Sprache“ noch und noch
Deutsch mit Dichter-Sprache Zauberkraft,
Da sie der Esel im Galopp verlor,
Beim Laufen um sein Leben,
Leben,
Leben,
Kann sich am alten Zopf aus diesem Sumpf nicht heben,
Nimmer mehr aus der Gefahr,
Dass  hier jedes Wort,
Wort,
Wort
Schon in einem Schandmaul war.

Am besten, Deutsch wird abgeschafft
Dann kommts nicht wieder vor.

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2 Antworten

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  1. Dieses Gedicht zeugt von wenig Kenntnis über den Ursprung des „totalen krieges“ Der Begriff wurde zuerst 1935 von Erich Ludendorff verwendet. Er bezeichnet bei ihm den Vorrang des Krieges vor der Politik. Und Geissler, der absolut lupenreiner Demokrat, hat die „Metapher“ benutzt, um die Konfliktparteien mal auf ihr Tun und Handeln aufmerksam zu machen. Aber das Erkennen von Metaphern gehört ja nicht zur Stärke von „Monolog“. Das Verunglimpfen schon.

    michaellutra

    9. August 2011 at 2:45 pm

    • Ach Gott, der Leviathaner! Kaum lässt man sich mal dazu hinreißen, einer Einladung vonwegen „Kommentare und Kritik erwünscht“ ausnahmsweise zu folgen, schon hat man einen Ludendorff Erich und was Geißler wollte-Stöckchen aportierenden Wauwau am Hosenbein und einen Klugschiss im Zimmer. Meine Stärke ist tatsächlich das Verunglimpfen, besonders das Verunglimpfen von Leviathanwürsten, wenn sie die beleidigte Metapher spielen. Gottlob hat diese Kenntniswurst mich zuvor darüber aufgeklärt, dass prinzipiell der Leviathan es gewollt hat, wenn Verblödung um sich greift. Die einzelne Leberwurst ist unschuldig. Wenn sie zu heiß gebrüht wird in kochender Metaphersuppe, auf der zwei rote Fettaugen schwimmen, platzt sie – aber dass Gedichte „zeugen“ ist hübsch. Und siehe, die Kenntnis mehrt sich: dem Hof, wo dieser Leviathan wacht, kommt man besser nicht zu nah.

      monologe

      9. August 2011 at 7:51 pm


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