MonoLoge

Die Entdeckung Gaddafis

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Eine Sau, die neben dem Unschuldslamm zu Guttenberg durch unser Dorf mit U- und S-Bahn, zugehörigem Islam und christlich-römischer Kultur – oder wars christlich-jüdisch? – getrieben wird, ist Gaddafi.
Wulff, der Apostel des Schweinhütens mit Rindfleischessen, hat die getriebene Sau während ihres Treibens entdeckt.

Es war ähnlich wie die Entdeckung Amerikas, als man auf kürzestem Wege nach Indien war, um schneller an den Pfeffer für die entsprechenden leeren Säcke zu kommen – für die kleinen Bauern in die fade Sülze ein bisschen Luxus.
Da kam Amerika in die Quere, man hielts für Indien und nannte die Amerikaner Indianer.
Für diese Täuschung mussten diese Indianer später, nachdem es herausgekommen war, dass sie Amerika für Indien ausgegeben hatten, schwer büßen. Die Intervention der Sicherheitskräfte der damals vereinten Nationen ist als „Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer“ in die Geschichte eingegangen.
Nun hat Wulff in Folge Aufruhr Libyen, darin Gaddafi und in ihm den „Psychopaten“ entdeckt.
Es geschah anscheinend in der gewissesten Gewissheit jetzt, dass dieser Psychopath es werde büßen müssen, dass er sich 40+ Jahre lang als Staatschef ausgegeben und shakehands bzw. Handküsse und diplomatisches Geschick empfangen hat.

Die Sau war immer schon psychopatisch komisch, da aber die Täuschung vorlag, hielt mans offenbar für Folklore, selbstbewusstes Auftreten, Würde, Brauchtum, Strenge – unser Gaddafi eben.

Für anekdotisch hielt man wohl die Affäre mit der Schweiz, als der Sohn Gaddafis wegen in einem Schweizer Hotel vollzogener Prügelstrafe in Gewahrsam genommen wurde, worauf Vadder Gaddafi zwei Schweizer als Geisel nahm, um Sohnemann frei zu bekommen.
Ein Vorgang, der in Hinsicht auf Maßnahme und Gegenmaßnahme sicher einer gewissen Logig nicht entbehrt hat, also des roten Fadens, und deshalb wohl mit Demut und Diskretion behandelt worden ist.
Damit ist es jetzt vorbei.
Denn die Weisheit des Libyschen Volkes hat es ans Licht gebracht: der Kaiser (Gaddafi) ist nackt (geistig).
Da hat es auch unser Wulff ausgesprochen.

Kleiner Schönheitsfehler nur, dass ein Kommentator aus Libyen dazu gemeint hat, man solle, wenn man kein Mediziner sei, mit solchen Begriffen vorsichtig sein.

Aber was soll der Wulff denn sonst sagen? Als Bundespräsident?
Arzt ist er nicht, Revolutionär ist er nicht, Libyer ist er auch nicht – gründlich „ich bin ein Libyer“ hat er noch nicht erklärt – Volk ist er auch nicht, sonst stünde ihm die Umgangssprache zur Verfügung – was soll er sagen?

Es bleibt ja nur „Der Mann, den mein Hausarzt Psychopath nennen würde“ oder so – wenn der Dr. das erlaubt…

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Eine Antwort

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  1. Der Libyismus ist in Europa angekommen. Er ist ein Teil Europas ! Er ist wertvoller Teil unserer Kultur und Lebensfreude ! Und, seien wir mal ehrlich: Waren es nicht Libyer und Libyer_Innen , welche Europa seit dem Pleistozän aufbauten, zu dem machten, was es heute ist ?
    Das wären doch mal ganz neue , sinnvolle Töne von ihm.

    ostseestadion

    25. Februar 2011 at 11:02 am


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