MonoLoge

Motherfuckers

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Es ist ja nicht so, als ob Politiker, sicher auch Kulturpolitiker, die nichts Rechtes mehr zu tun haben, seit es die Sittenpolizei nicht mehr gibt, nicht gelegentlich dem Volk aufs Maul schauen und sich dann Gedanken machen würden, wie man die letzten Tabus mit der wilden Lust, sie endlich zu brechen, vereinbaren könnte, um ein bisschen von jener Hochkultur runter zu kommen, die jene diskriminiert, die doch ohne sie gewiss freiere Menschen sind.
Es gibt Parteien, die sich von Enthemmung Wahlerfolge versprechen.

Heute Vormittag war also in einem Blog zu lesen, dass ein „grünes“ Seminar oder Happening sich des Themas „Inzest“ angenommen und es mal ganz ohne Scheu und besonders ohne Vorurteile diskutiert habe.
Auf der abschließenden Kundgebung sei folgendes Kommuniqué verkündet worden: Das Verbot (des Inzest) schränkt die persönliche Freiheit in unerträglicher oder inakzepzabler Weise ein.
Das konnte man noch als hübsche alt-68-er-Aktion verstehen, von der Claudia angeregt, um Sarrazin mit einer Kampfansage an die Inzuchtphobie zu verblüffen.

Wenn man  am Abend liest, die Schweiz denke darüber nach, ihren „Inzestparagraphen“ zu streichen (http://pressestelle.wordpress.com/2010/12/11/schweiz-will-inzest-erlauben/), beschleichen einen dann doch erste Zweifel an den verstaubten eigenen Hemmungen, ob uns die Mutter im Hotel Mama überhaupt rundum tabu- und vorurteilslos lieb hat bzw. hatte.
„Alles Andere ist gut“!
Man denkt an die ewig gestrigen Nachbarn, wie sie sich ekeln würden – und wären so machtlos. Und wie sie dann doch anfangen würden, über Töchter und Söhne und Opa und Schwester nachzudenken – und über einvernehmlichen freien Inzest…
Kretins kann man ja abtreiben lassen.
Sie müssten sich dran gewöhnen: I´m a real free and happy MOTHERFUCKER!

Wenns bei uns noch vor dem nächsten Weihnachten käme – wäre doch geil!

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