MonoLoge

Innerer Reichsparteitag

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Danke! Nach diesem Organ der inneren Verfassung hatte ich gesucht! Der Begriff war mir entfallen, Amnesie, obwohl ich längst wusste, dass sich sowieso eine ganze, ganze Menge Amnesie voreilig eingeschlichen hat.
Man muss den alten Stoff jetzt wieder neu lernen wie nach Gedächtnisverlusten in Folge Schlaganfall, um auf den Stand des Kapitalismus vor 39 zu kommen. Das ist nötig, sonst bleibt einem die Gegenwart fremd und man ist sozusagen Analphabet. Glücklicherweise gibts neben Lesebüchern auch Geschichtsbücher.

Aber das nur nebenbei.

Wie gesagt, der „Innere Reichsparteitag“ hat mir gefehlt.
Nach der letzten Wahl. Warum? Als Westerwelle kam, siegte und ich ihn sah wurde mir beinahe schmerzlich bewusst, dass es für diese Erscheinung, für die Ausstrahlung innerer Feierlichkeit, für ihre Zelebrierung, für die Pose, den Sieg und seiner Haftigkeit, die Personifizierung des großen Aufbruches und die Verheißung der Bügelfreiheit nebst Verkündung des überfälligen, notwendigen Kampfes gegen die Dekadenz, umgangssprachlich einen volltreffenden Begriff, ein Idiom gibt: In-ne-rer Reichs-partei-tag.

Schön, wenn unser Klose schon mal einen empfunden hätte, wo er doch aus Polen kommt.

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  1. […] Ein Gastbeitrag von Martin Klingel […]


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