MonoLoge

Ein Rest fremder Humor

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Sparprogramm fertig.
Jetzt kann man mit allem Gerede, Geschimpfe, Fachsimpeln, vor allem aber mit den „Szenarien“ aufhören. Denn das, was kam, dafür waren unsere Propheten nach Weltwirtschaftskrise und D-Mark-Spekulation einfach schon bissel überqualifiziert. Ja, das waren Zeiten!
Nun sind die einfachen Realitäten da, und man ahnt, dass sie leichter vorauszusehen waren, als wirs gekonnt hätten.
Abgeebbt sind die Freuden an der Westerwelleschen Verkündigung, dass  „die Ausgaben an die Einnahmen angepasst werden müssen, nicht umgekehrt“, was soviel hieße wie die Einnahmen den Ausgaben anpassen – Herrgott im Himmel, was meint er damit?
Müde nur nimmt man wahr, was die etwas verhascht wirkende Ursula v.d.L geschafft hat, nämlich „die zu schützen, die ihre Lebenssituation nicht mehr selbst ändern können.“
Man kann gedanklich experimentell über diese Grenzen geistiger Zumutungen nicht mehr hinüber kommen, sie sind in Gefilde verschoben, wo den Lebensituationen, sobald man selbst sie nicht mehr ändern kann, kein Anspruch auf derartige Grenzen mehr gewährt wird.

Von irgendwoher sagt uns noch ein Rest fremder Humor: Gott sei Dank mussten sie nicht an die Diäten ran.

Und irgendwas sagt uns: wir werden nicht blöd gemacht.
Der Rest ist gestrichen.

Aber was die gute Nachricht ist! Der Fortschritt schlechthin! Ein laaaang gehegter und gepflegter Traum der Liberalen –  eine Utopie schien sie zu Zeiten nur noch zu sein – hat, den Krisen sei Dank, den Umriss, das Weichbild einer Gestalt angenommen: die „Koalition“ will „sogenannte Pflichtleistungen der Agentur für Arbeit in Ermessensleistungen umwandeln“!!
Na?! Fällt der Groschen? Nein?!
In der ARGE kann man erstmal anfangen, da fällts nicht weiter auf, aber es darf gewiss als ein uralter Traum gewisser Kreise des deutschen Unternehmertums angesehen werden, Löhne, Gehälter, Zuwendungen, Zahlungen jeder Art,  – wie zu zahlen? Na??!! Zu „regulieren“ wie auch Urlaub, Arbeitbedingungen etc.?
Sehr richtig: nach Ermessen!

Wie Almosen nunmal gezahlt, nein, gegeben werden. Siehe, geben ist seeliger.

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