MonoLoge

Auge in Auge mit dem Zahn der Zeit

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Die Kochs habens aber auch nicht leicht.
Man  muss sich das Ganze einmal auf das Gesundheitswesen allgemein übertragen vorstellen und im Besonderen auf eine Kleinstadt-Zahnpraxis.
Da gehts gleich los mit verbotener Werbung bei demokratisch freier Arztwahl.  Bitteschön!
Die Patientenentscheidung, zu wem geh ich, wird über Stille Post, Gerüchte und Mund-zu-Mund-Propaganda getroffen.
Rückübertragen auf die Kochs stellt sich die Situation noch schwieriger dar, indem er als Zahnarzt natürlich beruflich verpflichtet ist, faule Zähne zu ziehen. Auch einen gesunden Ehrgeiz hat. Aber, und das muss man sich mal vorstellen, er darf es nur verbal! Nur die Diagnose!
Kein Zahnarzt macht sich einen Begriff davon, wie es wäre, wenn er einen Zahn ziehen müsste und  es eine Zentralziehmutter gibt, die erst ihr OK geben muss. Wie die  Merkel in der Politik für die Kochs.
Ein Koch, der einen faulen Zahn oder sogar mehrere faule Zähne entdeckt hat, beispielsweise die Bildung, der Sozialstaat etc., brutalst über die Folgen ungezogener faulender und fauler Zähne aufklärt und dann hören muss, dass es die gesündesten sind, die der Patient, also die Frau Rosi Teutsch, hat, und zwar für alles, was es  in der Zukunft zu beißen gibt –  hartes Brot möglich -, der verliert doch an Reputation und Kompetenz!
Und zuletzt die Lust.
Wenn er immer wieder und wieder aus der Zentrale hört, die Zähne, die er zu ziehen empfiehlt,  seien wieder genau die, auf die es ankomme, seien exakt jene, welche die Zugzwangzentrale dem Patienten alle Hoffnung zu setzen empfiehlt, weil nach ihnen nur noch Zahnfleisch kommt (OK nur für den Fall, dass man nichts mehr zu beißen hätte): seine Weisheitszähne!
Das möchte der Patient heutzutage doch hören!
Er möchte doch das Wort Bildungsrepublik mit seinen Kompetenzen und Ressourcen vereinbaren können. Wie ihm die Rolltreppe vermittelt, dass er hinkommt, wo er hinwill und automatisch sich öffnende Türen, dass sie sich ihm natürlich automatisch öffnen.
Also Grundsätzliches. Bildhaft assoziative Workspaces entsprechend passend Federführung und Sesamintern Fundraising.
Solange der Pauschalkopf noch einen Weisheitszahn im Maul hat, wird er optimistischer auf Bildung setzen. Und da muss der Sozialstaat seinem inneren Schweinehund nachgeben, statt ihm den Zahn zu ziehen, dass er von einer Bildung leben kann, die veraltet und von der Realität überholt ist.
Bildung heißt: übersetzen! In die Realität, die galoppiert.
Galopp des aufgezäumten Pseudonyms, das es zur Identität zu bringen gilt. Das ist aufregend, da hört man nur Zuruf, frisches Idiom, griffige Formel.
Der Phönix wird auferstehen aus der Asche dessen, was verloren geht. Was der vergötterte Zeitgeist im Galopp verloren hat.

Da geraten die „konservativen“  Wertekochs ins Aus, resignieren, enttäuschen. Selbstverständlich verdient, zu Recht und zu Unrecht, sowohl als auch. Im Grundsatz aber jeweils aufrecht.
Schließen die Praxen, bevor sie sie schließen müssen.

Und dann steht in der Zeitung, er verstand die Welt nicht so wie wir. Auge in Auge mit dem Zahn der Zeit, an dem er unerschrocken genagt hat.

Und wird jetzt nich auch jedem anderen klar, dass es keine Fantasie braucht, um zu wissen, dass man das alles nur mit Bildung verstehen kann?

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