MonoLoge

Nach der Wahl

with one comment

Westerwelle, unser BugsBunny, hat sich gestern in die ihm liebste wichtigste Positur gestellt und gesagt, es sei mit der NRW-Wahl eine Botschaft ausgesandt worden – es wurden zuvor zwar noch allerhand mehr aus dem ganzen Land in seine Richtung ausgesandt, aber jene war offenbar endlich schneidig genug – und, so ließ er sich vernehmen, die  Botschaft werde gehört. Man staunt! Stellt sich hin und deklamiert und zelebriert seine eigene Hochnotpeinlichkeit: Gehör auf dem Ohr, auf dem er bisher taub war.
Immer noch Frontmann, der Mann! Bewunderung! Zäh wie Leder.
Und sein „Generalsekretär“ mit der Aura eines Erb-Reserveordonanzoffiziers und Drückerkolonnen-Trainers tritt in mindestens zwei Talk-Runden im zerschlagenen Menage-Porzellan wieder nur den Senf breit, mit dem die Menage gefüllt war. Die dazugehörige Wurst musste zur Krisensitzung ins Kanzleramt, da wird das Dosen-Würstchen im faltenfreien Loyalitätsdarm-Saitling geschickt. War erstaunlicherweise nicht ganz bissfest, obwohl die FDP, Friede Den Palästen, nicht schlechter abgeschnitten hatte als bei der Wahl zuvor, sogar besser! Nur die CDU ist als Rüttgers Club gestürzt. Es war ein Arbeiter-Club für deren Führer und als solcher gescheitert. Die alten Werte, worauf man zählte,  zählen halt nicht mehr.
Dennoch sollte Generalsekretär wohl ein bisschen Traurigkeit und weiche Empfindung in den Knien bloß nicht verbergen. Zeigen vielmehr, man ist auch nur Mensch und fühlt, wenn die Geliebte nicht Liebste wird im ganzen Land und Beste und Schönste und für das Wahre, Gute und Schöne durchregiert.
Was man erwartet hatte!?
Selbstverständlich!
Nur hatte Stunden, nein Minuten später nach relevanter Hochrechnung des Wahlergebnisses so mancher Fernsehsender verkündet, Bugs Bunny Außenminister Vizekanzler Westerwelle sei hauptsächlich schuld am Desaster der CDU und dieses die Quittung für seine „Ausfälle“, also dass er Schneid gezeigt hat gegen Arbeitslosendiäten, weil er der Meinung war, schlecht bezahlte Arbeit müsse sich wieder lohnen usw.
Da kann im engeren Parteisinn aber nichts dran sein, weil man ja annehmen muss, dass gerade diese „Ausfälle“ unverkäuflichen Schneids der FDP paar Stimmen noch mehr gebracht haben in NRW. Zuspruch und Jawoll.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass für die Steuersenkungspartei die direkte Steuersenkung verloren ist und sie zu simpleren Weltanschauungen zurückfinden muss.
Die Lohnsenkung wird wieder wichtiger werden, wodurch „schlussendlich“ auch die Steuerentlastung eintritt.
Man kann darüber hinaus nicht von der Hand weisen, dass Westerwelle Populist nichts an Popularität verloren hat, sich nur der vox populi und der Realität beugen muss – vorläufig.

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Eine Antwort

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  1. Jetzt sind die Wahlen in NRW rum und sind wir wirklich schlauer? Gibt es nun rot, rot grün oder eine große Koalion? Oder werden es etwa hessische Verhältnisse, dass die Regierung erstmal kommisarisch weiterregiert. Ich bin wirklich gespannt, wie die neue Regierung aussehen wird.

    ebook leser

    11. Mai 2010 at 4:49 pm


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