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Das Schicksal des Pferdes

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Das Schicksal des Pferdes oder vielmehr der Pferde ist dem des Arbeitslosen, des Weltbewohners, der unbrauchbar geworden ist, beispielhaft voraus gegangen. Pferde waren einst so notwendig wie heute Autos bzw. LKW. Ohne Pferde wäre seinerzeit die Eroberung Amerikas so nicht möglich gewesen.
Nach und nach aber wurden Pferde überflüssig, durch PS ersetzt und heutzutage dienen sie nur noch als „Freizeitsportgerät“. Das ist ihr Schicksal.
Jetzt, wo sie nicht mehr gebraucht werden, könnten sie wieder in die Freiheit entlassen werden und wie vor Urzeiten leben.  Sie haben  jedoch keinen Lebensraum mehr. Sie mussten helfen dabei, Schwerarbeit leisten, diesen zu besetzen und zu besiedeln. Das ist ihr Schicksal.

So kann man sich denken, was mit den Menschen geschieht, die nicht mehr gebraucht werden, und man kann nachvollziehen, wie sie selbst die Welt geschaffen haben, in der sie überflüssig geworden sind. Durch Arbeit. Durch Aufbau, immer wieder Aufbau.
Sie teilen nicht die Annehmlichkeiten, die sie denen verschafften, denen sie gedient haben, sie teilen ihre Häuser nicht mit ihnen und nicht ihre Gärten. Von dem, was auf den Feldern wächst, die sie gepflügt haben, bekommen sie einen Bruchteil. Ein karges Gnadenbrot.

Sie dienen nur noch dazu, die Argen sportlich über den Military-Parcour zu tragen, über Hürden zu springen, die sie ihm aufgeschichtet haben. Man mag sie und man mag sie nicht. Es ist nicht gewiss, ob es Tierquälerei ist.

Es ist nicht mehr weg zu denken.

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