MonoLoge

Sie nimmt die Stellung

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„… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)“

Das habe ich gerade über einem Blog gefunden und mir scheint, als ob Marx zwar jede Utopie, aber nicht alle  zukünftige Realität  vorausahnen konnte: also dass Erniedrigung, Verächtlichkeit und Verlassenheit die breite Basis der besseren Verhältnisse sind, ihre Geschäftsgrundlage,  die Voraussetzung dafür, dass sie überhaupt eine Weltanschauung haben, einen Glauben, eine Moral, die dazu den Kontrast und die Würze gibt. Man kann: sie trösten, für sie spenden, sie als Abschreckung vor Augen halten, sie fürchten, mit Rockkonzerten aufmuntern, an ihnen wachsen, sie meiden, trotzdem Glück haben, pflegen, verbinden, sie (ungern) alimentieren, Arbeit verschaffen, Nützlichkeit – man kann dran verdienen, sie an die Hand nehmen, ihre Bewunderung genießen, ihre Sehnsüchte verkörpern, vertonen, darstellen etc.pp.
Bei uns ist man immerhin schon etwas weiter. Neben der Betätigung in all diesen Möglichkeiten hat man noch eine schließlich sehr einleuchtende, praktische gefunden, nämlich, dass das alles nicht bezahlbar ist.
Darüber schwebt die heilige Taube in Gestalt eines herrlichen Militärtransporters ein. Solche Möglichkeiten gäbe es ohne die Realität ja gar nicht.
Und wir haben nichts anderes mehr. Da nimmt sie die Stellung.

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