MonoLoge

Ich – Scheißkerl

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Ich begann zu stinken durch Sozialfälligkeit. Ich wurde sozialfällig, als der Sozialfall an und für sich anfing zu stinken. Dadurch begann ich zu stinken. Bald auch ohne persönlich in Erscheinung zu treten.

Jetzt bin ich ein Gesamtgestankwerk. Ein Beschiss. Die von mir verwendeten Worte stinken, Gesprochenes, Geschriebenes stinkt. Alles stößt ab.
Vom Kopf her hatte ich zu stinken begonnen, später stank ich als Ganzes. Ich hatte etwas, das unter dem Begriff Scheißleben bekannt ist. Es hat mich angeschissen, ich wurde allmählich zum Scheißkerl.
Mich umgibt jetzt Mief. Vielleicht, weil ich ein Scheißkerl geworden bin?
Vielleicht bin ich ein Scheißkerl geworden, weil da der Mief war?
Zuvor war ich ein Sozialfall gewesen. Nur unangenehm. Es entwickelte sich. Nun unerträglich. Auch unerträglich mein Scheißleben nun.

Mit Gestank gegen die Unerträglichkeit eines Scheißlebens angehn? Bis zur äußersten Unerträglichkeit gehn? Das Scheißleben demonstrativ am Gestank durch die Straßen tragen? Sich gegen das Scheißleben zur Wehr setzen oder gegen den Gestank? Nicht mehr stinken! Mit der Ursache gegen die Wirkung?
Alles Beschissene stinkt. Die Gewissheit dominiert jede andere.

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