MonoLoge

Mentalitäten II

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Ihr, die ihr am Hartz klebt, am Fliegenfänger: sie mögen die Fliegen nicht über ihren Schüsseln. Rührt jemanden das erbärmliche Schicksal der Fliege, die da klebt? Wie sie sich müht, weg zu kommen? Wie sie allmählich erlahmt, in Zeitlupe zu strampeln und zu flattern beginnt? Schwach, schwächlicher, sodass sie, selbst wenn sie los käme, nicht mehr fliegen könnte. Kämpft sie nicht bis zuletzt? Aber macht es einen Unterschied, ob sie kämpft oder nicht? Würde man eine Fliege, die nicht kämpft, sondern sich ins Unabänderliche fügt und faul und müßig ihre letzte Zeit genießt, nicht für klüger halten? Klüger, das heißt? Heißt, sie weiß, einmal auf die Hartz-Schicht gekommen, gibts kein Entrinnen? Und kämpfen bis zuletzt heißt? Um ein freies Leben, Fliegen-Leben?

Sie mögen Fliegen nicht über ihren Schüsseln, ihr Surren nicht im Ohr, ihr Gekrabbel überall auf der Butter und der Wurst, ihr Händereiben nicht  –

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